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Zweiter Band, zweite Abteilung. Laas - Myton.
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2823-2824
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2823 Mercurius (Kulte in Italien u. Sicilien)

ist dagegen Mere. II Sohn des Iuppiter undder Cronia, Mere. III Sohn des Cronns undder Maia, Mere. IY Sohn des Cyllenius undErfinder der Buchstaben und der Zahl. Beidem Interpolator Serv. Verg. Aen. 1, 297 (vgl.4,577. Mythogr. Vat. 2, 41) kommen endlichnoch Liber und Proserpina , sowie Iuppiter und.Cyllene als Eltern von verschiedenen Mercuriihinzu. Vgl. auch Giern. Alex. Protr. S. 24 ed.Polter; S. 17 D ed. Sylburg. Preller, Gr. MythA io1 S. 387 Anm. 3. Zwei Mercurii, von denender eine einen blumengekrönten Stab trägt,finden sich neben einander dargestellt aufeinem etruskischen Spiegel bei Gerhard, 5 S.13Taf. 8, 1.

V. Verbreitung des Mercurkultus.

A. Italien und Sicilien.

1) Latium . Älter als in Born scheint derMercurkult in Praeneste zu sein (s. ob. Sp. 2811 20und vgl. C. I. L. 14, 2878). Sonst findet er sichin Tusculum (s. oben Sp. 2803 u. 2812), Ardea(s. oben Sp. 2812), Setia (0. I. L. 10, 6461),Suessa Aurunca (10, 4743), bei Fundi (10, 6219)und zu Arpinum (10, 5678). Vgl. auch 14, 161.303 aus Ostia .

2) In Campania zu Capua (10, 3822; vgl.3773. Babeion, Monn. d. I. rep. Born. 1, 2, 44S.60), Caiatia ( C.I.L. 10,4589. 4591?), Puteoli(1, 1234. 10, 1589 f.), Pompeji (10, 885 889. 304,812), Nola (10,1272), Abellinum (10,115254).

3) im Sabinerlande zu Forum novum (9,4775); im Gebiete der Paeligni zu Super-aequum (9, 3307) und in dem der Vestini zuPeltuinum (9, 3422). In Picenum zu Firmum(9, 5350) und Bicina bei Macerata (9, 5742L).

4) ln Etruria zu Caere (s. oben Sp. 2804)und Pisa ( C. I. L. 11, 1416f.).

5) In Samnium zu Beneventum (9,170710)

und Compsa (9, 972. 976). 40

6) In Apulia zu Venusia (s. oben Sp. 2803und C. I. L. 9, 425), Luceria und Canusium(Babeion, Monn. d. I. rep. Rom . 1, 2, 44 S. 60).

7) In Lucania zu Paestum ( C . I. L. 10, 485.Babelon a. a. O.), Velia (10, 8342 a ), Grumen-tum (10, 205. 232 f.) und Atina (10, 340).

8) ln Calabria zu Brundisium (9, 54 56),Mesagne (9, 217) und Budiae (9, 23).

9) In Bruttium zu Begium Iulium (10, 6).

10) In Sicilia zu Panormus (10, 7267) und 50

Lilybaeum (10, 7224).

B. Mercurverehrnng in den Provinzen.

Aus der Zahl der in den verschiedenenProvinzen gefundenen Inschriften läfst sicheinigermafsen auf die Bedeutung der Mercur-verehrung für jede einzelne schliefsen. In denOstprovinzen ist es Mercur nur selten gelungenden Hermes zu verdrängen. So finden sich nachAusweis des C. I. L. 3 in Ägypten , Thracia, 60Macedonia je eine, in Dacia sechs, in Dalmatiafünf, in Pannonia sup. zwei den Mercur be-treffende Inschriften, und in diesem ganzenGebiete wird nur eine aedes des Mercur (undder Maia bei Byzanz 3, 740) erwähnt. Häufigerist der Kult schon in Africa, aus welchemG. I. L. 8 dreiunddreifsig Inschriften und zuAvula ein templnm Mercurii (8, 709) aufweist,

Mercurius (Kulte in d. Provinzen) 2824

sowie in Hispania, für welches C. I. L 2 4.·zehn Inschriften bietet; auch befand sich T'Carthago nova ein tumulus Mercurii44), vgl. den Hermeshügel ob. Bd.l Sn im

Z.57. Bei weitem die meisten Inschriften ab

kommen im nordkeltischen Gebiete vor· 'Gallia cisalpina (G. I. L. 5), regio X, s i n( |!!vorhanden, von denen 25 auf Brescia entfall»(5, 424872), in regio XI aber 56 (templa »Novaria, 5, 6506), während diesseits des f 0nur drei teilweise zweifelhafte Inschriften auf.geführt werden. Gallia Narbonensis (C.1.L jjjbietet sogar 86 Mercurinschriften; dagegen tatNoricum (G. I. L. 3) nur sechs Inschriften mdzu Salzburg eine aedes (3, 5533), Raetia 17davon mehrere in der alten Handelsstadt Anss'bürg, wo sich auch, wie bei Abudiacum (3,57731und in Begensburg (3, 5943), eine aedes befand(3,5792), während bei Ingolstadt ein templumerwähnt wird (3, 5904). Für das westliche undnördliche Gallien existiert leider noch keine an-nähernd vollständige Sammlungderlnschriftensodafs keine Vergleichszahl angegeben werdenkann. Bei Orelli finden sich folgende: nr. 1407,4329. 5907. 5693. 5885. Einen Tempel hei Lyon erwähnt Boissieu, Inscr. ant. de Lyon S. 606·vgl. Boutlcomki, Dict. num. 2, 1 S. 1580. AnsHelvetia führt Urelli nr. 3 48 . 4 05 . 419 . 458 b ant.Dagegen kommen in den in Brambachs C.I.hkbehandelten Bheingegenden 117 über das ganzeGebiet verstreute Mercurinschriften vor, templaaber zu Köln ( Brambach 2040) und Hechtsheimin Bheinhessen (931), aedes bei Andernach (mitBosmerta, 681), bei Trier (839; vgl. Hetfw,Die Böm. Steiiidinkm. zu Trier nr. 67), Obrig-heim im Unterrheinkreis ( Brambach 1724),Weifsenburg (1836), eine Erdhütte, attegia tegu-licia composita, zu Niederbronn im Elsafs(1842),Britannia bietet endlich noch sieben Inschriften(C. I. L. 7).

Dafs sowohl unter den templa wie beson-ders unter den aedes Mercurii meist nur kleineund unbedeutende Heiligtümer verstanden wer-den müssen, ist mehrfach aus dem Stande derDedikatoren ersichtlich, zuweilen sind vielleichtsogar nur tempelartige Einfassungen des Relief-bildes darunter zu verstehen (vgl. z. B. C.Lh12, 2711); öfters werden aber auch signa da-neben erwähnt, oder es sind Bildsäulen beidenInschriften gefunden worden, sodafs an kapellen-artige Gebäude, wie ein solches auf dem Silber-relief von Neuwied (Wieseler in d. Bonn . JaU·37,103 ff. s. Abbild. 4) dargestellt ist, zu denkensein dürfte, vgl. Orelli 3272. Ephem. epigt.k1212 u. oben Sp. 2803. Über das zahlreichVorkommen von kleinen Bronzen ans römiscwZeit, bei denen Mercur als Handelsgott an·gefafst ist, vgl. Friederichs, Berlins ant. M«·

2 S. 407 ff.

Wie zu Born bildeten die Kaufleute aucianderen Städten collegia Mercurialn*cultorum Mercurii oder einfach mercatori 1an deren Spitze die (sechs, Ephem. epif- 1 '

5,1408; vgl. die seviri Augustales ob. sp- \magistri Mercuriales, magistri MercunaAugustales oder collegiorum Mercurialium sw .den; dagegen erscheinen in Pompeji 9Ct10Lebzeiten des Augustus und bis zum