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Zweiter Band, zweite Abteilung. Laas - Myton.
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2833-2834
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9033 Meridianus daemon

, i 9 ed. Pitra, s. Bolide, Psyche p. 371 Anrn. 4au p. 370. In Pallene wagte sicli um dieMittagszeit kein Hirt auf die Stelle, wo dieGiranten begraben liegen, da deren Gespenster^dieser Zeit lärmend umherrasten, Philostr.&p. 2 p. 140 ed. Kayser. In Gallien , wo nachLucan. Phars. 3, 423 ff. den heiligen Hain beiMassilia selbst der Priester um Mittag undMitternacht nicht zu betreten wagte, aus Furcht,die Gottheit anzutreffen, und wo das früheMittelalter viel von Heilungen der durch denMeridianus Daemon verursachten Krankheitendurch die Heiligen zu erzählen wufste (siehePucange, Gloss. 2 p. 735: Gregor. Turon. lib. 4de mirae. S. Martini c. 36; Vita S. BusticulaeAbbatissae Arelat. cap. 27; Miracula S. loviniAbb.), galt Diana als Mittagsgeist, siehe darauf-bezfigliche Stellen bei Grimm, D. M. 2 4 p. 972. Lobeck, Aglaophamus p. 1092 und Usener,Mein. Mus. N. F. 50 (1895) p. 147 eitlerenaus den Acta Symphoriani c. 6 p. 83 ed. Buinart(Amstel. 1713):Dianam quoque daemoniumesse meridianum sanctorum industria investi-gavit,quae per compita currens et silvarum secretaperlustrans hominum mentibus zizaniae tribu-los disseminat. Dafs diese Vorstellung auchbei den asiatischen Kelten in Umlauf war,zeigt eine von Usener a. a. 0. aus der Lebens-beschreibung des h. Theodoros von Sykeon(in Μνημεία αγιολογικά vvv πρώτον έκδιδό-f ιενα. Venet. 18'84. 8°. p. 375) mitgeteilte Stelle:fj wvi äs περί τίνος τόπον όντος από σημείωνόκτω (von Anastasiapolis) καλονμένον Αρκεα,(äs μη δνναβ&αί τινα τφ τόποι έκείνω προβ-tyyiecu , μάλιστα δε τη ωρα τη μεσημβρινή,διά τό πιριηχείσ&αι την λεγομένην'Αρτεμινμετά πολλών δαιμόνων εκεί διατρίβειν καιΰδικείν μέχρι 9ανάτον ξενιζόμενος ονν έπι τήτοιαντη φήμη εν ταίζ ήμέραις τον ίονλίον καίανγούστου μηνός μετά τό πληρούν αυτόν τηντής τρίτης ώρας -ψαλμωδίαν άπήρχετο δρομαίοςκατά τον τόπον εκείνον, και ολον τό μεσημ-βρινόν διήγεν εκεί έν τοΐς νομιζομένοις τόποιςτής Αρτέμιδος · μηδεμιάς ονν αντίο πονηράςενεργείας φαινομένης διά τής τον Χρίστον άντι-λη-ψεως υπόστρεφε έν τφ μαρτνρίωΡ Dafs dieDämonen den christlichen Asketen um Mittagerscheinen, erwähnt Politis, Μελέτη έπι τονβίου των νεωτέρων Ελλήνων 1. Athen 1871,))· 107 Anm. 1 nach Hieronymus , Vita SanctiPauli primi Eremit, cap. 6.

Unverändert lebt der Glaube an die Ge-fährlichkeit der Mittagsstunde bei den Grie-chen des Mittelalters und der Neuzeit fort.Schmidt a. a. 0. p. 96 teilt aus Allatius deGraec. opinat, p. 128f. die Formeln mit: "ΑγιεΠαταπιε πάταξαν πάν κακόν καί δαιμονικόνμεσημβρινόν καί μεαοννκτικόν und φνλαξοναντους, Κύριε, από παντός πονηρού και δαι-μόνιου μεσημβρινόν και νυκτερινόν. Uber dienach heutigem griechischen Volksglauben zurMittagszeit von dämonischen Wesen, beson-ders von den Neraiden drohenden Gefahrens. denselben p. 94. 119. Mannhardt a. a. 0.2 p. 37. Wachsmuth, Das alte Griechenlandu» neuen p. 30. Politis a. a. 0. 1 p. 106108.Letzterer bringt p. 106 Anm, 3 die interessanteKotiz, dafs die Neraiden wegen ihres Br-

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scheinens zur Mittagszeit auf Melos MsayfisQ-yidtaiq heifsen.

Viel wissen die Slaven von Mittagsgeisternzu erzählen, die Böhmen von einer Poledniceund einem Polednicek (abgeleitet von poledneMittag), Grohmann, Sagen-Buch aus Böhmenund Mähren 1 p. Ulf. Mannhardt 2 p. 135Anm. 3. Grimm, D. M. 2 4 p. 972. Haberlandp. 312; die Polen in der Provinz Posen vonder Poludnica , Knoop, Sagen und Erzählungenaus der Provinz Posen p. 73 ff. (vgl. die Notizenüber die dzievanna, dzievica, Grimm a. a. 0.),die Dalmatiner vom podne roga, Haberland

р. 312, die Lausitzer Wenden von der Psches-poniza, v. Schulenburg, Wend. Volksthum p. 45,Wend. Sagen aus dem Spreewald p. 85 ff., vgl.Verh. d. Berliner Ges. f. Anthrop., Ethn. u.Urgesch. 1877 p. (96)f.; die Russen von dertrauernden Wittwe oder der klagenden Frau,Grimm a. a. 0. Grohmann p. 112. Auch derRumäne scheut die Mittagsstunde, W. Schmidt,Das Jahr u. seine Tage in Meinung u. Brauchder Bomänen Siebenbürgens. Hermannstadt 1866 p. 20. Desgleichen jagen auf Sicilien dieGeister in den Mittagsstunden Schrecken ein.Ein leichter Wind, der in jener Zeit weht, giltden einen für das Werk der Dämonen, anderehalten ihn für die Geister selbst, Pitre, Biblio-teca delle tradizionipopolari sicüiane 17 p. 33. 99.ln der Grafschaft Modica herrscht der Glaube,dafs wer im Monat Mai geboren sei, von denMalifrüsculi, Teufeln, die ihr Unwesen in denMittagsstunden treiben, angegriffen werde,Pitre a. a. 0. p. 98 f.; vgl. für Italien auchTrede, Das Heidentum in der römischen Kirche4 p. 362, über die Controra, die heifsen Mittags-stunden. Mancherlei weifs Braga , 0 povoportuguez 2 p. 148 ff. von dämonischen Wesen,welche nach portugiesischem Volksglauben zurMittagsstunde ihr Unwesen treiben, zu er-zählen, so vom ßntreaberto und vom Homemdas sete dentaduras. Die portugiesischenVolksgebete schliefsen nach ihm (p. 149) mitder Formel:

Ncm de noite, nem de dia

Nem ao pino do meia dia.

In der Bretagne erzählt man von einembösen Geiste, der zur Mittagsstunde erscheintund in die Körper der eingeschlummertenFeldarbeiter dringt, um sie zu Thorheiten undSchlechtigkeiten zu verleiten, Alfred de Kore(Pseudonym für Marquis de Chesnel), Goutümes,mythes et traditions des provinces de Erance.Paris -Lyon 1846 p. 214. Aus Ossian bringtPolitis a. a. 0. p. 108 Anm. 2 Belege für dasUmherschwärmen der Gespenster zur Mittags-zeit und aus Walter Scott , Lady of the Lake

с. III sect. 7 n. 1 weist Liebrecht , Zur Volks-kunde p. 28 den gälischen Volksglauben aneine Mittagshexe, Glaslich, nach. In Schweden sieht man nach Haberland a. a. 0. p. 313 denTomtei Garden einen Strohhalm schleppendzur Mittagszeit einherkeuchen. Über denGlauben an Mittagsgeister in der Schweiz s.Bochholz, Leutscher Glaube u. Brauch 1 p. 67ff.;für Deutschland begnüge ich mich auf die vonILaberland beigebrachten Stellen, auf Wuttke,Der deutsche Volksaberglaube der Gegenwart

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