Meriones
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im Kampfe um die Leiche des Patroklos zeich-net er sich aus, bleibt, nachdem ihm Hektor den Wagenlenker Koiranos getötet, 17, 160,mit den beiden Aias im heftigsten Kampfezurück, während Menelaos den Antilochossucht, um den Achill zu holen, 17, 668: trägtmit dem zurückgekehrten Menelaos den Leich-nam, von den beiden Aias gedeckt, aus demKampfe, 17, 717 ff. Bei den Leichenspielen be-teiligt sich Meriones sowohl am Wagenrennen,als am ßogenwettkampf und Speerwurf. Imersteren mifst er sich mit Eumelos, Diomedes ,Menelaos und Antilochos, erhält durchs Losdie vierte Stelle und gewinnt den viertenPreis, 23, 351 ff. 528. 614. Im Bogenschiefsengewinnt Meriones, bezeichnend genug, da inKreta die Kunst des Bogenschiefsens zu Hausewar und Meriones auch sonst als Bogenschützeauftritt (10, 260. 13, 650; . vgl. Paus. 3, 3, 8),den ersten Preis, Teukros den zweiten, 23,860 ff. Im Speerwurf wagt Meriones sogarsich mit Agamemnon zu messen, der als ein-ziger Gegner auftritt; Achilleus läfst daherden Kampf gar nicht stattfinden, sondern er-kennt dem Agamemnon den ersten, dem Me-riones den zweiten Preis zu, 23, 885—897. —So spielt Meriones überall eine Rolle undzeigt sich als einer der eifrigsten und kühn-sten Helden; &οω ατάλαντος ’Άρηι, 13, 328 u. ä.2,651; ττεπννμένος , 13, 266; auch Iloraz , Od.1, 6, 15. 15, 26 weist ihm eine hervorragendeStelle unter den Kämpfern vor Troia an.
Nach Troias Pall kehrt Meriones mit Ido-meneus glücklich nach Knosos zurück, wo ernach seinem Tode gemeinsam mit jenem einenHeroendienst geniefst, s. Idomeneus ; Piod. 5,79. Antli, 7, 322. Nach späteren Sagen wirder auf der Rückfahrt von Troia nach Sicilien verschlagen, wo ihn die schon früher hier inMinoa und Engyon angesiedelten Kreter auf-nehmen. In Engyon wurde auch sein Helmgezeigt, Posid. hei Plut. Marc. 20. Auch dieGründung von Kressa in Paphlagonien wirdihm zugeschrieben, Steph. Byz. s. v. Κρήοβα.Plin. 5, 29.
Der Name Μηριόνης hat zu allerlei An-spielungen Veranlassung gegeben. Etym. M.sagt p. 586, 43: Μηριόνης, b διά των μηρώντην ονηαιν φόρων %α'ι εαυτω εμηοιών ταχύςy«Q. Wenn er nun bei Homer πόδας ταχύςheilst (13, 243), so ist dies ein auch sonst nichtungewöhnliches Epitheton; dagegen hat manspäter (Sext. Empir. υποτ. 3, 199) in seinemNamen eine Hindeutung auf die Päderastiegefunden, wie auch andere berühmte Freundes-bündnisse in der klassischen Zeit so betrachtetworden sind; eine Auffassung, die um so näherlag, als Kreta für die eigentliche Heimat derPäderastie galt, vgl. Minos als Räuber desGanymedes, s. d. — In der Begegnung mitAineias , II. 16, 617, nennt dieser den Merioneseinen Tänzer, vgl. Athen . 4 p. 181. DiesenUmstand berührt auch Lucian, Paras. 47. Besalt. 8, und betont, dafs es in Kreta das ernst-liche Bestreben aller Tapfern gewesen sei, es'in Tanze zu einer gewissen Vollkommenheitzu bringen; Meriones sei durch diese Kunstbei Griechen und Trojanern berühmt gewesen;
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derselbe habe sieh durch seine durch den Tanzgewonnene Gewandtheit im Kampfe und seinegeschickten Bewegungen hervorgethan; und essei von Aineias kein Tadel, wenn er ihn einenTänzer nenne. Auch dieser Zug, wie die Bogen-kunst, deutet also bei M. auf seine kretischeHeimat hin.
2) Herold des Diomedes, Schol. II. 2, 96.
[Weizsäcker.]
Meriuerides (MseysQiS-gs), Ilos als Sohn desMermeros, Ilom. Od. 1, 259 Hesych. [Höfer.]Menneros (Msgysgos), 1) Sohn des Iason und der Medeia (s. d.). Die Mutter tötete ihn undseinen Bruder Pheres zu Korinth aus Eifer-sucht gegen lason, der sie verstofsen hatte,um sich mit der Königstochter von Korinth zu vermählen, Eurip. Medea . Apollod. 1,9,28.Hyg. fab. 25, 239. Tzetz. Lykophr. 175 p. 441ed. Müller u. 1318. Oder Mermeros und Phereswurden von den Koriuthiern gesteinigt, weilsie die Geschenke, durch welche Medeia dieKönigstochter getötet, überbracht hatten, Paus.2,3,6. Nach alter korinthischer Ortssage hattendie Korinthier die Kinder der Medeia (siebenKnaben und sieben Mädchen) getötet, weshalbsie die in dem Heiligtum der Hera begrabenenKinder durch jährliche Sühngebräuehe ver-ehrten. Euripides soll, von den Koriuthiernbestochen, zuerst gedichtet haben, dafs dieMutter selbst die beiden genannten Kinder ge-tötet habe, Schol. Eurip. Med. 10. 276. Müller,Orchom. 269. Preller, Gr. Myth. 2, 320. 340, 3.S. Medeia. Nach Paus. 2, 3, 7 war Mermeros,der ältere Sohn des Iason, als dieser nach desPelias Tode nach Kerkyra übergesiedelt war,auf dem gegenüberliegenden Pestlande aufder Jagd von einer Löwin getötet worden. —2) Vater des Iios, des Giftbereiters in demthesprotischen Ephyra, Sohn des Pheres, Enkeldes Iason, Od. 1, 259 u. Schol. Eustath. Hom.p. 1416, 2. Proxenos in Schol. Od. 1 , 259 nenntMermeros Vater des Iros. — 3) Kentaur aufder Hochzeit des Peirithoos, Oo. Met. 12, 305.— 4) Ein troischer Kämpfer, von Antilochosgetötet, II. 14, 513. [Stoll.]
Mernmos (-non, -nes, -es). S. Marmax.Mero s. Mairo u. Merope 4.
Merodach s. Marduk.
Meroessa (Msgösaea), Beiname der in Me-rusion, einem siebenzig Stadien von Syrakus gelegenen Orte, verehrten Artemis, Theopomp .bei Steph. Byz. s. v. Msgovmov p. 446. [Höfer.]Merope (Msgonrj), vgl. i. Allg. Dibbelt, Qu.Coae myth. Greifsw. 1891 S. 6 ff. 1) Tochter desOkeanos, von Klymenos, einem Sohne des Helios,MutterdesPhaethon,.HesiOii(?)bei Hyg. fab. 154.
■— 2) Schwester des Phaethon, eine derHeliaden,Hyg. praef. p. 31 Bunte u.f. 154. — 3) Tochterdes Atlas und der Pleione, eine der siebenPleiaden, Gemahlin des Sisyphos, Königs inKorinth , Mutter des Glaukos. Sie allein vonden Schwestern war einem Sterblichen ver-mählt und hatte deshalb, als dunkler Sternim Sternbilde der Pleiaden, aus Scham ihrAntlitz verhüllt, Apollod. 1, 9, 3. 3, 10, 1 . Ov. fast. 4, 175. Pherekydes und Hellanihos heiSchol. II. 6, 153 und 18, 486. Eustath. Hom.
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