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Quirinus
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Quies
Münze
(nach Bahrfeldt,Nachtr. u. Bericht, z.
Vgl. auch Hartung, Religion der Römer1, 133. W. Henzen, Acta Fratrum Arval. 145.
P. Wagler, Berl. Stud. 13 (1891), 2, 19. AufMünzen des P. Aceoleius Lariscolus (43 v. Chr.,Mommsen, Geschichte d. römischen MünzwesensS. 652 nr. 711 S. 658 Anm. 561) hat Borghesi,Oeuv. compl. 1, 365 ff. (vgl. F. Babeion, Monn,de la republ, Rom . 1, 99 AI. Bahrfeldt, Nach-träge u. Bericht, zur Münzkunde d. röm. Rep.
1 [1897] S. 4) Darstellungen ioder Querquetulanae erkannt,und zwar ist die Darstellungnach Usener, Rhein . Mus. 58(1903), 12 (vgl. 30) folgende:Drei weibliche Gestalten, untenhermenhaft, aber verhüllt; überihre Schultern geht ein wage-rechter Balken, dessen alter-tümlicher Zweck sichtlich derMünzk.d.röm.Republ. ist, die Göttinnen zu einer Bin- 20Taf. l, Abb. 2). heit zusammenzujochen. Yondem Haupte einer jeden ragtein dicht belaubter Zweig auf, zwei weitereZweige werden von den einander berührendenHänden der drei gemeinsam gehalten. Dieäußerste links scheint in der freien Rechteneinen Bogen, die äußerste rechts in der Linkeneine Blume zu halten (Abb. bei Vaülant, Nummiant. Famil. Roman, 1 tab. 1. Babeion a. a. 0.100. Bahrfeldt a. a. 0. Taf. 1 nr. 2). [Höfer.] 30Quies, römische Göttin, deren fanum an dervia Labicana lag, Liv. 4, 41, 8. 0 . Gilbert,
Gesch. u. Topogr. d. Stadt Rom , 3, 99. Das Heilig-tum entstammt einer privaten Weihung, denndie Notiz bei August, de civ. dei 4, 16: Quie-tem, cum aedtm haberet extra portam Collinam,publice illam suscipere noluerunt beruht wahr-scheinlich nur auf einer mißverständlichen Auf-fassung der Stelle des Livius, vgl. Wissowa ,Relig. u. Kultus d. Römer 276, 4. Nach Prel- 40ler-Jordan, Röm. Alyth. 2, 222, der die GöttinFessona (Bd. 2 Sp. 198, 55 ff.) vergleicht, warQuies „eine Göttin des Ausruhens am Wege(so auch Hartung, Religion d. Römer 2, 256f.)und der stillen Sammlung von der Mühe desLebens und dem Geräusch der Stadt“. Wissmcaa. a. 0. 276 findet m. E. mit Recht diese all-gemeine Fassung viel zu modern und verweistzur Erklärung dieses Gottesdienstes der Quies,der natürlich in Ereignissen im Leben des 50Stifters jener Kapelle seine Begründung gehabthaben müsse, auf die Aufschrift der Münzen:Quies Augustorum (mit der Darstellung einerstehenden Frauengestalt mit Zweig und Zep-ter), die Diokletian und Maximian nach ihrerAbdankung prägen ließen, Eckhel, Hoctr. num.ret. 8. 14 f. 24. Cohen 6 2 , 459, 397. 460, 404.462f., 422—430. 543, 478. 544, 482. 489 ff. 545,494 — Im Gefolge des Traumgottes erscheintQuies bei Stat. Theb. 10, 89 (vgl. Silv. 1 , 6, 6091). Als salutaris dea wird Quies genannt beiAmmian. Alarcell. 19, 11, 6. Ygl. auch Quie-talis. [Höfer.]
Quietalis ab antiequis dicebatur Orcus, Festusp. 257 Müller. Der »Beiname bedeutet wohlden zur ewigen Ruhe bettenden Todesgott,Hartung, Religion d. Römer 2, 86; vgl. denöfter neben der Weihung Dis Alanibus stehen-
den Zusatz 'et bonae Quieti ’ (folgt Name desVerstorbenen), C. I. G. 8 , 3290 oder ' Quietiaeternae ’, Allmeru. Dissard, Inscr. ant. d. Mus.de Lyon 1, p. 259. 321. 369. 2, p. 415. 440.478 oder 'Quieti perpetuae’, ebd. 2 , p. 433.Die Manes selbst erhalten das Epitheton quieti,Auson. 15, 7, 12. [Höfer.]
Quirinus, altrömischer Gott, Mitglied deran der Spitze der ältesten für uns erkennbarenReligionsordnung stehenden Göttertrias IupiterMars Quirinus (Wissowa , Religion und Kultusder Römer S. 20), in der er den letzten Platzeinnimmt. Der Name zeigt, wie manche andreGötternamen gleich hohen Alters ( Neptunus ,Volcanus), adjektivische Bildung: von den Ety-mologien der Alten (vereinzelt Quirinus =ποίρανος, Serv. Aen. 1, 292, vgl. v. Wilamowitz bei Mommsen, Staatsrecht 2 , 5 Anm. 2) darfdie eine, welche das Wort von der sabinischenStadt Cures herleitet ( Ovid . fast. 2 , 480: seuquia Romanis iunxerat ille Cures. Fest. p. 185:socio imperii Romani Curibus adscito Quirino.Paul. p. 49: quidam eum dictum putant a Cu-ribus, quae fuit urbs opulentissima Sabinorum,und die den Quirinalis collis mit Cures zu-sammenbringenden Zeugnisse Varro de l. I. 5,51. Fest. p. 254) für die Gegenwart als abge-tan gelten (Bersu, Hie Gutturalen S. 118 f.Almnmsen, Röm. Staatsrecht 3 S. 5 A. 1. Hülsenbei Pauly-Wissowa, Real-Encykl. 4, 1814), dieandere dagegen, von dem 'sabinischen’ Wortecuris = quiris 'Lanze’ (Ovid . fast. 2 , 477:sive quod hasta 'curis’ priscis est dicta Sabinis,bellicus a telo venit in astra deus. Paul. p. 49:curis est Sabine hasta; unde Romulus Quirinus,quia eam ferebat, est dictus [die Worte hastacuris sind auch in dem neugefundenen Frag-mente der Fasti Praenestini über die Quiri-nalia, b. u., erhalten]. Macrob. Sat. 1, 9, 16:Quirinum quasi bellorum potentem ab hasta,quam Sabini curin vocant. Serv. Aen. 1, 292[= Isid. orig. 9, 2, 84]: Romulns autem ideoQuirinus dictus est vel quod hasta utebatur,quae Sabinorum lingua curis dicitur. Polem.Silv. z. 17. Febr. C. I. L. I 2 p. 259: Quirinusab hasta, quae Sabinis curis, vocatus. Plut.Rom.lit·. ol δε την αΙχμην τονς παλαιούς κνρινόνομάξειν . . . άς ονν αρήιόν τινα τον Ρωμύλονη αίχμητην Αεον όνομααϋ-ηναι Κνρϊνον; quaest.Rom . 87 : το γαρ δόρυ ν.νριν έκάλονν οι παλαιοί·διο ναι φααι Κνρϊνον όνομασ&ήναι τον ’Κνυά-λιον; die Stadt Cures nach Quirinus oder nachcuris = αιχμή benannt nach Hion. Hai. 2 ,48, 4) hat auch in neuester Zeit immer wie-der Anhänger gefunden (Bersu a. a. 0. 38 f.Anm. 2. 118 f. L. Deubner, Archiv für Reli-gionswiss. Bd. 8 Beiheft S. 76), obwohl auchihr schwere Bedenken entgegenstehen. Zwardie Ableitung Quirinus von quiris würde nachAnalogien wie collinus, anguinus, ovinus, Ti-berinus keinerlei Schwierigkeit bieten, wohl aberwäre man dann gezwungen, Quirites von Qui-rinus zu trennen, da ersteres Wort sich vonquiris nicht ableiten läßt (arquttes, das Mommsena. a. 0. S. 5 Anm. 2 anführt, bietet zu Quiriteskeine Analogie, da sich arquttes zu *arquosverhält wie eqüites zu equos, Bersu a. a. 0.S. 121). Die Vergleichung von Latium — La-