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Raetus
Bamman (= summus deus)
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Letztere ruht auf einem Blumenkelch und hat,gleich der lasa •9'imrae, Salbentöpfchen unddiscerniculum in Händen. Für die Deutungdes Namens racuneta fehlt es bis jetzt anjeglichem Anhalt. [C. Pauli.]
Raetus, Eponymos des Volkes der Raeter,Plin. n. h. 3, 20, 133. lustin 20, 5, 9.
[Höfer.]
Raguel (Ραγουηλ), Name eines Engels in demγοη A. Billmann, Sitzungsber. d. Bert. Äkad. io1892, 1088 herausgegebenen griechischen Textedes UenocÄ-Buches: 'Ραγουηλ, ό είς των άγιωνάγγέλων, ό έκάικών (überliefert ist εχδειβα,ν bzw.εχεχων, Oillmann a. a. Ο. 1045) τον κόΰμον τώνφωΰτηρων, und auf einem Zauberstein aus Per-gamon , li. Wuensch, Antikes Zaubergerät ausPergamon ( Arch. Jahrb. 6, Ergänzungsheft
5. 16 B. 36 f.). Der Name ist auch als alttesta-men tlicher Personenname bekannt ( Exod. 2,
18. Pape-Benseler s. v.). [Höfer.] 20
Ramas nach Hesych. s. v. ραμάς· ό υψιοτος&εός. Nach Gesenius, Manum. Phoen. 2, 394.Beioy, Oie semit. Fremdwörter im Griech. 238ist 'Ράμας zu schreiben, und die Glosse gehtauf das aramäische sran rämä 'der Hohe, Er-habene’ zurück. Vgl. auch v. Baudissin, Studienzur semitischen Beligionsgesch. 1, 307; 2, 215, 9.242 u. Steph. Byz. s. v. Λαοθίχεια: . . . ρα,μάν-&ας, τοντέοτιν άφ’ νψονς ό &εός. ράμαν γάρτο ύψος, afhag (= Adad) όε ό &εός Vgl. 30Ramman. [Höfer.]
Rambelus, ein Skythe, Val. Flacc. Argon.
6, 529. [Höfer.]
Ramman (= Adad. Hadad*); griech. 'Ράμας,s. d.), vorderasiatische Gottheit, die Wetter-erscheinungen repräsentierend.
Die Geschichte der Götterkulte eines Landesspiegelt die Schichten der Völkerwanderungenund politischen Umwälzungen wider. Dervordere Orient ist in seiner politischen und 40kulturellen Entwicklung den gleichen Er-schütterungen ausgesetzt gewesen, wie späterdie Länder und Völker Europas . Die Erfor-schung der Kultur und damit auch der Reli-gionsgeschichte eines orientalischen Volkes kannzu völlig klaren Resultaten nur in dem Maßekommen, in dem es gelingt, die politische Ge-schichte aufzuhellen. Durch politische Um-wälzungen werden entsprechende Kulte derbesiegten Bevölkerung einerseits und der Herren- sobevölkerung andrerseits identifiziert. Und poli-tische Einheit bedeutet immer zugleich kultischeEinheit. Dabei zeigt sich im babylonischenKulturgebiet regelmäßig die Erscheinung, daßbesiegte Babylonier den Eroberern ihr geistigesGepräge aufdrücken. Da nun nachweislichdie 'babylonische’ Kultur auf einer einheit-lichen Grundlage ruht, nämlich auf der Ideevon der 'prästabilierten Harmonie’, die inallem irdischen Geschehen und in allen irdi- 60sehen Einrichtungen das Abbild himmlischerVorbilder sieht, so sollte man erwarten, daßdas Verständnis der einzelnen Kulte und My-then leicht zu erschließen sein müßte. JedeTempellehre mit ihren mythologischen Aus-gestaltungen, die dazu dienen, die Ideen in
*) Ygl. die Artikel Izdubar, Marduk , Nebo, Nergal,Ninib , Nusku, Oannes (Ma).
die sinnlich wahrnehmbare Welt zu übertragenund auch dem 'Nichtwissenden’ verständlichzu machen, spiegelt das gesamte Weltsystemmit seinen kosmischen und mit seinen Kreis-lauferscheinungen wider. Aber die Einheitder Idee ist begleitet von tausendfältiger Varia-tion. Und in der Erforschung dieser Varia-tionen liegt der Reiz der mythologischen Arbeit,aber auch ihre Schwierigkeit.
Unter den Gestalten der vorderasiatischenMythologie bietet die Gestalt des Rammanund der mit Ramman im Laufe der Geschichteidentifizierten und tatsächlich wesensgleichenGötter die größte Schwierigkeit. M. Jastrow,Die Beligion der Babylonier S. 482 sagt mitRecht, „daß gerade beidiesem Gott mannig-fache Probleme vorlie-gen, die zurzeit nochihrer Lösung harren“.
Vor allem fehlt unshier das nötige Ma-terial. Wir besitzennur sehr wenig reli-giöse Texte, die vonRamman handeln.
Mühsam müssen wirdie gelegentlichen Er-wähnungen aus denhistorischen Textensammeln, die ihn cha-rakterisieren. Sicher-lich hat er einer derüber Vorderasien zie-henden und in Baby-lonien zur Herrschaftgekommenen Völker-schichten alssummusdeus gegolten, um densich dann alle anderenGötter als Offenba- „ ...
rungen der göttlichen in Bab ' ylon gcfundene Lapis .MachtwirkungimKoS- l azu Ustatue (nach mtt. dermos und Kreislauf Deutschen Or.-Ges. nr. 5, p. 13).gruppiert haben (denn
darauf ruht das Wesen aller altorientalischenKulte). Und zwar werden wir nicht irre gehen,wenn wir annehmen, daß er eine ähnliche Er-scheinung repräsentiert hat wie Ninib , derebenfalls unter bestimmten geschichtlichenVoraussetzungen im 'babylonischen’ Kultur-gebiet als summus deus erscheint. SeineWürde als GU-GAL Himmels und der Erde*)und als Sohn Anus, dem der Kampf gegen dieRäuber der Schicksalstafeln aufgetragen wird(s. Sp. 37 f.), vielleicht auch seine Identifizie-rung mit dem 'Löwen’ könnte hierzu stimmen.Vgl. auch Sp. 22.
Eine weitere Vermutung ergibt sich ausdem Wesen Rammans. Er tritt uns nicht alseine Erscheinung entgegen, die den Kosmos,d. h. die vom Gestirnlauf regierte dreigeteilteWelt an ihrem Teile repräsentiert, sondern als
*) Ygl. die Götteraufzählung bei Nebukadnezar I. , woneben Ninib, dem König Himmels und der Erde, Adadals GU-GAL Himmels und der Erde genannt ist Sp. 30,und die Monatsliste IV B 33 a, die Bamman als dem GU-GAL Himmels und der Erde den Monat Sabatu zuteilt.
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