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Vierter Band. Qu - S.
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99 Rhenus

esse annuam inexhaustoque semper studio cultamcolendamque. Ad haec ego subridens: 0 nimi-um felices, inquam, Bheui accolae, quoniam illemiserias purgat, nostras quidem nec Padusunquam valuit purgare nec Tiberis ( Petrarca , derebus familiär. epist. 1, 4).. Ygl. Rhenus [Höf'er.]Rhenus, der Rheinstrom als Gottheit ver-ehrt. Votivinschriften: C. I. L. 13, 5255 (Burghei Stein a. Rhein , verschollen) (Jbyium(ini)Bheno pro salute Q. Spici C. ..; 7790 (Rema-gen ) I. 0. M. et Genio loci et Eheno CI. Mar-cellinus bf. cos. v. s. I. m. imp. Commodo VI cos.(im J. 190); 7791 (Remagen ) <fl. 0. M. ety Ge-nio loci (jtyumini Bhefnoy T. llavius <(.. iylobf. Salvi (Iuiyiani cos. (vly s. I. m. (Ende des2. Jahrhunderts; vgl. Prosopogr. imp. Eom. 3,p. 1(56 nr. 104); 8810 (Vechten bei Utrecht )I. 0. M. dis patriis et praesidibus huius lociOceanique et Eeno Q. Marc. Gallianus leg. leg.XXX U. v. pro salute sua et suorum v. s. I .;8811 f...y lunoni reginae et Minervas sanctaeGenio huiusque loci Neptuno Oceano et Ehenodis omnibus deabusque pro salute dfoym(ini)n(ostri )... (des Elagabal). Vgl. Rhenos. [M. ihm.]Rheon ('Psmv), dem Haupte eines jugend-lichen Flußgottes auf Münzen von Hipponion(Bruttii) beigeschriebener Name, Head, Hist,num. 85. Imhoof-Blumer , Monnaies grecques 8.Vgl. auch Maxim. Mayer, Hermes 27 (1892),497, 1. [Höfer.]

Rhesichtlion s. Rhexichthon.Rheskyutliis (Priay.vrVlg), Beiname der Hera ,Nikand. Ther. 460, nach dem Scholion z. d. St.abgeleitet von dem Berge 'Prjanvvd-iov (Zu-sammenhang mit 'P?;cos?) in Thrakien , einerKultstätte der Hera. Vgl. Klausen, Aeneas u.die Penaten 340, 590. [Höfer.]

Rhesos ('Pfjßos , gelegentlichPgaaos, z. B.Konon 4, Ps.-Plut. de fluv. 11, 1), ein thraki-scher Heros, dessen Kult- und Sagengebiet sichvom Strymon ostwärts bis Bithynien erstreckt,dessen ursprüngliche Bedeutung aber dadurchverdunkelt ward, daß das griechische Eposihn in die griechische Heldensage verflocht alseinen Bundesgenossen der Troer, der vor Troja von Diomedes getötet sei.

Rhesos -Flüsse. Homer II. 12, 20 nenntunter den Flüssen, welche in der Troas vomIda zum Meer hinabfließen, einen Rh.-Fluß,deutet aber keinen Zusammenhang zwischendiesem Fluß und dem Helden Rh. an. Eben-sowenig Hesiod theog. 340, der diesen Flußgleich anderen Flüssen einen Sohn des Okeanos und der Tethys nennt. Ebensowenig auch allespäteren Autoren, die ausnahmslos ihre Kennt-nis dieses Rh.-Flusses lediglich jener Homer -Stelle verdanken, mögen sie den Vers direktzitieren (z. B. Strab. 12, 554. 13, 583) oder nicht( Nonn. Dionys. 3, 193. Hesych. 'Pyaog), mögensie offen zugeben, daß man den homerischenFluß nicht mehr auffinden kann ( Plin. 5, 124)oder ihn mit dem Rhoeites-Fluß identifizieren( Demetr. v. Skeps. bei Strab. 13, 602; Schol.Toicnl. Hom. II. 12, 20; Eustath. Hom. 11.889, 60), mögen sie endlich gar direkt auf dieHomonymie verweisen (Strab. 13, 590). Dieeinzige Ausnahme, die einen inneren Zusammen-hang herstellt, ist die später noch näher zu

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besprechende Erzählung bei Parthen. 36, dieso manche literarische Reminiszenzen frei kom-biniert und besagt, der homerische Rh.-Fluß iführe seinen Namen deshalb, weil der thraki- (sehe Held Rh. hier seinen Tod gefunden habe. ) Ob es jemals einen Rh.-Fluß gegeben hat,welcher der homerischen Angabe direkt ent-sprach, ist zweifelhaft. Aber andere Rh.-Flüssegab es sicher. Der Rhebas-Fluß in Bithynien wurde auch Rh. genannt (Plin. 6, 4; Solin . 43,1),und Demetrios von Skepsis a. a. O. verweistauf einen Rh., der ein Nebenfluß des Granikoswar; seine Annahme, daß der Dichter von II.12, 20 sich dieses Flusses erinnerte, hat dieWahrscheinlichkeit für sich.

Rhesos in griechischer Heldensage.Rh., der Besitzer der besten thraki^chen Rosse,ist ein echter Heros der Thraker. Dagegenist die Sage von seinem Tod und dem Raub .seiner Rosse durch Diomedes und Odysseus eine echte griechische Sage. Wie diese Sageentstanden ist, hat Bethe, Neue Jahrb. f. d. kl.Altert. 7, 660 und bei Pauly- Wissoiva E.-E.

5, 817 gezeigt. Dem Rh. erwuchs an der thra- .kischen Küste in der Gegend von Abdera in ,dem sogen, thrakischen Diomedes ein Kon- ,kurrent, dem gleichfalls der Besitz der bestenRosse zugeschrieben wurde. Die Verehrer dieses 1Diomedes, welche hier den Rh.-Kult durch ihren ;Diomedes -Kult ersetzen wollten, prägten dieSage, ihr Heros habe Rh. überwunden und !sich in den Besitz seiner Rosse gesetzt. Dichter .übertrugen dies auf den Tydiden Diomedes ,und die Autorität des homerischen Epos machte :die Überwindung des Rh. zu einer feststehen-den Episode des trojanischen Kriegs. Bethevermutet, daß auch das Freundschaftsverhältniszwischen Diomedes und Odysseus , das sich inder Rh.-Sage zeigt, schon auf jene thrakischeGegend zurückgeht, wo Diomedes in Abderaund Odysseus in Maroneia Nachbarn waren.

In der Dias 10, 434 ff. bildet der Tod desRh vor Troja einen wesentlichen Bestandteilder selbständigen Doloneia bzw. Nyktegersia.Der Dichter hebt den Zusammenhang deutlichhervor: um die berühmten Rosse des Achilleusfür sich zu gewinnen, geht Dolon als Späherin das griechische Lager, statt dessen gelingtes aber den gleichfalls als Späher ausziehen-den Diomedes und Odysseus , die berühmtestenRosse auf troischer Seite, die Rosse des Rh., ;zu entführen. Die Hauptzüge der Homerischen .Schilderung sind folgende: Die Thraker sind Isoeben, im zehnten Jahr des Krieges, als Bun- :desgenossen der Troer erschienen und lagernvor der Stadt, abseits von den übrigen Bundes-genossen. Ihr König Rh., der Sohn des Eioneus,besitzt die schönsten und größten Rosse, dieweißer als Schnee und so schnell wie dieWinde sind, dazu einen Wagen mit Gold undSilber beschlagen und goldene, eines Gotteswürdige Waffen (über die Schilderung derAusrüstung vgl. Helbig, Homer. Epos 2 8 ff'.).Diomedes und Odysseus nehmen bei ihremnächtlichen Kundschaftergang zunächst denDolon gefangen, erfahren von ihm die denGriechen noch nicht bekannte Ankunft derThraker und ihren Lagerplatz, töten dann Do-

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