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ment in der allein erhaltenen lateinischenÜbersetzung des Gisb. Longolius von Plut.Quaest. Nat. 36, wo (vgl. Boeckh, Pind. fr.146 p. 636) Plutarch darüber Erörterungen an-•stellt, „ cur apes praecipue impudicos petant“und dies durch einen Vers des Pindar belegt:.„Tu molitrix favorum parva, perfidum quaeI puniens Rhoecum stimulo pupugisti eum.“Etwas anders lautet das Zitat bei Bergk, Pind.j fr. 252 p. 461 4 nach Dübner: (Plut. Moral, vol.2 p. 1126) „Plut. Quaest. Nat. c. 36, ubi quae-rit, cur apes citius pungant, qui stuprum du-ctum fecerint... Et Pindarus:Parvula favorumfabricadrix, quae Rhoecum pupugisti aculeo,domans illius perfidiam.“ Also weil Rhoikosseinem Gelübde der Treue untreu gewordenist, hat ihn die erzürnte Nymphe geblendetoder vielmehr durch die Biene blenden lassen.Wie ich nachträglich sehe, stimmen die obi-gen Ausführungen mit v. Wilamowitz , Text-geschichte der griech. Bukoliker 234 überein,der eine ausführlichere Untersuchung der Rhoi-kossage verheißen hat. — Unter Anführungdes Charon v. Lampsakos erzählt Tzetz. zuLyk. 480 eine in ihrem ersten Teile der Rhoi-kosepisode ähnliche Sage von Arkas (s. d.)und der Nymphe Chrysopeleia (s. d.); doch hatTzetzes nach v. Wilamowitz , Isyllos 81, 54 denNamen des Gewährsmannes Charon hier will-kürlich aus Schol. Apoll. Rhod. a. a. 0. ein-gesetzt. Eine Darstellung der durch Rhoikosdem gefährdeten Baume gewährleisteten Hilfeist nach Io. Jacob Baier, Gemmarum thesaurusEbermayer. (Nürnberg 1720) p. 25 auf der tab. 9| abgebildeten Gemme zu erblicken: ' arbori . . .j fulcimentum applicare conspicitur Rhoecus, binisfortasse loci geniis adminiculantibus , Hama-I dryade coram ipso supplicante, adstantibus etj veluti applaudentibus Nymphis pluribus (es sind: sechs), accumbente tanquam spectatore Eluvio
■ — 4) Gigant, Hyg. fab. praef. 10, 9 Schmidt.Auf Rhoikos kann auch der GigantennameRhuncus bei Naevius bell. Pun. fr. 10 Pohlenaus Priscian 6, 6 (Gramm. Lat. Keil 2 p. 199)hinweisen, wo Bentley a. a. 0. (vgl. Max. Mayera. a. U.) Rhoitos schreibt. — 5) Fraglich istes, ob der im folgenden erwähnte Rhoikosmythologisch ist: ’Ροίκον κρι&οπομπία- Ερα-τοσθένης έν τω έννάτω, των Άμαθονσίων βα-σιλιά · τούτον αιχμάλωτον γινόμενον, εϊτα ντιο-
• στρεψαντα προς εαυτόν τή πόλει Αθηναίων κρι-\ Düs έκπέμψαι φησίν, Hesych. s. ν. 'Ρο/κον κρι-θοπομπία. Suid. ’Ρύπον κριθ. Vgl. Murr, Pflan-
■ zenweit in der griech. Myth. 157. Nach Bern -hardy, EratosthenicaTAii. (vgl. Meineke, Fragm.
. Comic. Gr. 4, 648, 176) bezieht sich diese Notizauf die durch einen Komiker verspotteteKnausrigkeit des (sonst nicht bekannten) Königs.Ist diese Vermutung richtig, so stellt sich dieHandlungsweise dieses kyprischen Königs alsGegenstück zu der bekannten Knausrigkeit desersten kyprischen Königs, des Kinyras dar(Bd. 2 Sp. 1190, 50 fl.). Es liegt jedoch auchdie Möglichkeit vor, diese κριθοπομπία alsαπαρχαί für die athenischen Προηρόσια aufzu-fassen. | Höfer.]
Rhoio (Ροιω) 1) Tochter des Skamandros,nach der gewöhnlichen Überlieferung Στρνμώ
genannt, Gemahlin des Laomedon, Mutter desTithonos, Schol. u. Tzetz. zu Lykophr. 18. NachTzetz. Prooem. Alleg. II. 172 gebiert sie demLaomedon auch den Priamos. — 2) Tochter desStaphylos, nach vereinzelter (wertloser?) Sagevon Aison Mutter des Iason, Tzetz. Chiliad. 6,979 f. Mit ihrer Schwester Hemithea verliebt siesich in Lyrkos (s. d.), der zu ihrem Vater Sta-phylos nach Bybastos in Karien gekommen war,Nikainetos und Apollonios Rhodios bei Par-then. 1. Bethe, Hermes 24 (1889), 436. Usener,Sintflutsagen 94. Maaß, Jahreshefte d. (ist. arch.Inst. 9 (1906), 163 Anm. Am bekanntestenist Rhoio als Mutter des Anios (s. d.); vgl. R.H. Klausen, Aeneas und die Penaten 351 f. G.Wentzel, Philologus 51 (1892), 50 f. Nur kurzerwähnt sie die ausdrücklich als Tradition vonDelos bezeichnete Sage b. Dionys. Hai., De Din-archo 11, p. 316, 21 Usener-Radermacher: (Anios)Απόλλωνος καί ' Ροιονς τής Σταφνλον. NachDiod. 5, 62 war Rhoio Tochter des Staphylosund der Chrysotbemis (s. d. 2), Schwester derParthenos (s. d. 1) und der Molpadia (späterHemithea [s. d. 1J genannt). Von Apollo ge-schwängert ward sie von dem erzürnten Vater,der ihre Schwangerschaft einem Sterblichen zu-schrieb, in eine Kiste eingeschlossen und insMeer geworfen. Die Kiste trieb an den Strandvon Delos , und die wunderbar gerettete Rhoiogebar einen Sohn, den sie Anios nannte, undlegte ihn auf den Altar des Apollon, ihn sodem Schutze des göttlichen Vaters empfehlend.Damit stimmt die Erzählung überein, die Apu-leius, de orthogr. 4. p. 4 Osann nach Polykar-pos, Alkimos und Maximus gibt, nur daß erdie Mutter statt Chrysothemis Chryse'is nennt.Freilich ist höchstwahrscheinlich die ganzeSchrift, die unter dem Namen des Apuleiusgeht, eine moderne Fälschung, Crusius, Philo-logus 47 (1889), 434 ff. 445. Madvig, Opuse.academ. 1, 1—28. Der Bericht im Schol. Ly-kophr. 570 (= Tzetz. zu Lyk,. 570—76, p. 681 f.)weicht insofern ab, als die Kiste in Euboia landet, wo Rhoio den Sohn in der Nähe einerHöhle gebiert und ihn 'Άνιος nennt διά τοάνιαθήναι (vgl. Etym. M. s. ν. Άνιος. Eust.ad Hom, R. 75, 13) αν την δΤ αυτόν, Aniosalso = 'Schmerzensbringer’ (Fr. Creuzer, Sym-bolik 4 [1812] S. 408. Usener a. a. 0. 97). VonEuboia bringt Apollon den Anios nach Delos ,Rhoio aber heiratet nach Schol. Lyk. 580 (=Tzetz. 580) den Zarex, den Sohn des Karystos(oder Karykos, Tzetz.), und gebiert ihm fünf(zwei, Tzetz.) Söhne; Anios heißt daher Sohndes Zarex in demselben Sinne, wie Theseus Sohndes Aigeus, Herakles Sohn des Amphitryon.Nach Steph. Byz. s. ν. Μύκονος . . . άπο Μνκόνοντον ’Ανίου τον Κάρυστον και’Ροιονς τής Ζάρηκοςwäre Rhoio Tochter des Zarex und Gemahlindes Karystos; vgl. E. Dittrich, Jahrb. f. Blass.Phil. Suppl. 23, 185, während Galeus zu Par-then. 1 (vgl. Wesseling zu Diod. a. a. 0. OrteiBd. 1 Sp. 352, 30 ff.) schreibt. . . Άνίου τον τής' Ροιονς και Ζάρηκος τον Κάρυστον. Zur Deu-tung vgl. Usener a. a. 0. 98: Rhoio, die Nymphedes Granatbaumes (vgl. Rhoiai), hat zum Vaterden 'Traubengott’ Staphylos. Der Name ihresSohnes Άνιος, den die Volksetymologie von