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Khoio
Rhoitos
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uviäß&ai (s. oben) ableitete, bedeutet ursprüng-lich den 'Förderer, den zur Reife bringenden’(von ανειν = άννειν). Vgl. auch Murr, DiePflanzenwelt in d. griech. Myth . 54 f. Ähnlichauch A. Mommsen, Philologus 66 (1907), 439 ff.,der (wie schon Welcher, Götterl. 3, 155) Ανιοςvon άνίημι — 'lasse aufsprießen’ ableitet, unddarauf hinweist, daß das heute fast ganz ödeDelos zeitweise im Altertume neben Wein-stöcken und Feigenbäumen auch Anpflanzungenvon Granatbäumen besaß. Nach der wahr-scheinlichen Vermutung von Paton, Inscr. ofCos 347 (vgl. Dibbelt, Quaest. Coae myth. 58, 5.Gruppe, Gr. Myth. 260, 8) ist Rhoio von Apol-lon nicht nur Mutter des Anios, sondern auchdes Sunios, des Eponymen von Sunion. BeiPseudo-Hippokrates (Epist. 26 ed. Littre 9p. 404, 9 = Epistolographi ed. Hercher 312, 6)beklagen sich nämlich die Koer über die Be-handlung von seiten der Athener , die sie knech- 2ten οϋτε ζνγγενείην αΐδεβ&όντες, η ίβτι αντο I6iάπό Απόλλωνός τε καί 'Ροιονς (so cod. Α; dieübrigen haben Ήρακλόονς), ητις ές *'Ανιόν (soPaton ; cod.: Αίνιόν) τε και Σοννιον, τους κεί-νων παϊδας ίκνέεται. Durch diese VerbesserungPatons wird Anios und seine Mutter Rhoio zu-gleich mit Sunion und Kos verknüpft, wiedurch andere Zeugnisse mit Euboia , Andxos(Bd. 1 Sp. 354, 11), Mykonos und Delos . — SeitErscheinen des Artikels Anios im ersten Bande 3'dieses Lex. sind für den Kultus des Anios inDelos inschriftliche Belege hinzugekommen:Ιερενς Ανιόν, I. G. 2, 985 D 10 p. 434. E 4.53 p. 434 bez. 436; vgl. Bohde, Psyche l 2 , 188,
3. Hierdurch wird die Notiz bei Clem. Alex.Protr. 26 A (p. 35 Potter) bestätigt, der denAnios einen ό’αίμων Επιχώριος παρά Αηλίοιςnennt, wie schon Sylburg für das überlieferteπαρά δ’ Ήλείοις korrigiert hat (darnach auchBd. 1 Sp. 354, 19 f. zu korrigieren). Neben 4iΑνιος scheint die Form Ανιών existiert zuhaben, da bei Diod. 5, 79, 2 der Dativ Ανίωνιüberliefert ist, und E. Maaß, Hermes 23 (1888),615 sieht in Ανιών die Vollform zu Ανιος. Ihmschließen sich Wernicke bei Pauly-Wissowa1, 2212 s. v. Anion und Gruppe, Gr. Myth.933, 6 an mit Hinweis auf den angeblich ur-kundlichen Beweis einer Inschrift aus Delos ,die einen Priester des Ανιών nenne. Die In-schrift Corr. hell. 11 (1887), 273 nr. 36 lautet: 51
Σατνρίων KalX .
Ιερενς ysi'[0g£v]ogΑνίω
ίπ) έπιμελητον AiovvßiovNun hat freilich Fougeres, Corr. hell. a. a. 0.Ανίω zu Ανίω[νος ] ergänzt. Vergleicht manaber mit dieser Inschrift eine zweite (Corr.hell. 31 [1907J, 439 nr. 59):
Αημήτριος Μηνοδώρονέγ Μνρρινονττης 6ι
Ιερενς γενόμενοςΑνίωι,
so folgt mit großer Wahrscheinlichkeit, daßdie Ergänzung von Fougeres irrtümlich ist,daß man vielmehr auch in der ersten Inschrift,worauf auch schon die äußerliche Raumeintei-lung in der Anordnung der Buchstaben hin-weist, Ανίω(ί) zu lesen hat, daß also eine Wei-
hung an Άνιος vorliegt. Vielleicht ist auchbei Diodor a. a. 0. statt Ανίωνι zu lesen Ανίωι,.zumal da Diodor (5, 62) auch die Form Ανιοςhat. Bei Clem. Alex. Stromat. 1 p. 334 D(p. 400 Potter) steht Ανίας. Vermutungsweisesei geäußert, daß Ανιος vielleicht abzuleiten fist von dem Verbum αίνειν, auch mit Aspi- 1ration αίνειν geschrieben. Nach Aelius Dionys. !bei Emt. ad Hom. H. 801, 58. Bekker, Anecd,360, 32. Etym . M. 36, 19 ff. Phot. Lex. beiBeitzenstein, Der Anfang des Lex. d. Phot. 51,
23 bedeutet αίνειν bez. αίνειν ' το άναδενεινκαι άνακινεΐν τάς κρι/όάς νδατι φνροντα oderτο άναβράττειν τον άληλεαμένον αϊτόν , also die ■Gerste anfeuchten und mit den Händen in dieHöhe heben, indem man Wasser darunter rührt, ,oder, wenn man das Gewicht auf die von Etym .M. gegebene Erklärung άναβράττειν (vgl. auchPherekrates bei Eust. a. a. Ο. vvv έπιχεϊα&αιτάς κρι&άς δει, πτίττειν, φρνγειν, άναβράττειν,αίνειν) legt, die Gerste auf kochen lassen; vgl.auch Hesych. αίνων ' πτίααων — άφ-ηναι το τάςέπτιαμένας κρι&ας ταΐς χεραί τρ itpai — αν-αντα ·τα μη βεβρεγμένα. Darnach könnte also Ανιοςbedeuten den 'Befeuchter’, eine für den Vaterder Oinotrophoi (s. d.), der segensreichen Vege-tationsgöttinnen, nicht unpassende Bezeich-nung, oder man könnte auch, da Anios zugleichals Seher bezeichnet wird, in seinem Nameneine Beziehung auf die κρι&ομαντεία (vgl. überdiese und die άλφιτομαντεία, άλενρομαντείαusw. Lobeck, Aglaopham. 815) erkennen, falls die .durch das Verbum αίνειν ausgedrückte Tätig- .keit einen integrierenden Bestandteil dieses inseinen Einzelheiten sonst unbekannten Zweigesder Wahrsagekunst gebildet hat. [Höfer.]
Rhoiteia (Ροιτεία), 1) Tochter des Sithonund der Αχιρόη oder Αγχινόη (vgl. Lobeck,Aglaopham. 1210 u. Anm. i. E. Maaß, DeAeschyli Supplicibus 22 ff), Eponyme von Rhoi-teion, οι τά Αργοναντικά ποιήΰαντες (?vgl. Scheer zu Schol. Lyk. 583 p. 200) im Schol.Lykophr. 583. 1161. Tzetz. zu Lykophr. 1161.Serv. ad Verg. Aen. 3, 108, wo mit Lobeck,Aglaoph. 1142 statt Rhetiam Rhitonis filiam:Rh. Sithonis filiam zu schreiben ist. Tochterdes Proteus heißt Rhoiteia im Schol. Apoll.Bhod. 1, 929. Etym. Flor, bei Έ. Miller, Me-langes de litt. Grecque 262 s. ν.’Ροίτειον; vgl.Tzetz. zu Lyk. 583 (Σιδωνος η Πρωτεως). Vgl. .Maxim. Mayer, Giganten und Titanen 247. 1P. Friedländer, Herakles 20. — 2) Beiname derBeroe (s. d. nr. 4), Verg. Aen. 5, 646. Klausen ,Aeneas u. die Penaten 193 Anm. 313 b. "Vgl.Rhytia. [Höfer.]
Rhoitos (Pot τος) 1) ein Gigant, welcher bei .dem Sturme auf den Himmel im Kampfe von jBacchus leonis unguibus d. h. entweder von iihm selbst in der Gestalt eines Löwen (Hom. hy. jin Bacch. v. 44) oder auf sein Geheiß von dem iihn begleitenden Löwen herabgestürzt wurde(Horaz carm. 2, 19, 23. 3, 4, 55. C. I. Gr. 4,p. 191 nr. 8182). Er ist wahrscheinlich derselbeGigant, welcher durch Korruption des Namens :bei Apollodor 1, 6, 2 Ενρντος genannt ist und ]durch Dionysos mit dem Thyrsos getötet wird(Bentley zu Horaz a. a. 0. Preller, Gr. Μ} 1,60, 1). Ob die Vermutung Bentleys, daß auch