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Vierter Band. Qu - S.
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etruskisch ist (s. unt. vel^ans), so liegt esnahe, dasselbe auch für seülans anzunehmen.Dieser Analogieschluß wird durch folgende Er-wägungen verstärkt. Unter selvans haben wirgesehen, daß die Heimat dieses Wortes dasnördliche Kleinasien war. Das ist dann na-türlich auch für das ganz gleichgebildete seit-lans anzunehmen. Ebendorthin aber verlegtdie Tradition der Griechen die Herkunft desEisens (0. Schräder, Sprachvergl. u. Urgesch. 1289). Schräder fügt hinzu:Wüßten wir nuretwas von den Sprachen der kleinasiatischenNationen, so würde sich vielleicht das inner-halb der indogermanischen Metallnamen völligvereinzelte grieeh. oLSpqog (dor. und äol. aida-gog Sappho 119) leicht und ansprechend er-klären. Beachtung verdient vielleicht, daß derStamm oiSrjgo-, der . . . sonst in Orts- undPersonennamen fast nicht verwendet wird, imLykischen in beiden wiederkehrt. Ygl. 2h-Sugovg, Eiärjgovg Stadt und Hafen in Lykien ,EiSagvvtiog Einwohner (derselben) Stadt undEiäagiog Personenname in einer lykischen In-schrift (M. Schmidt, The Lycian Inscriptionsp. 12). Wer aber will sagen, ob wir hier nichtgriechische Eindringlinge vor uns haben? Diefierleitungen aus dem Indogermanischen, welcheversucht worden sind, scheinen mir alle sehrproblematischer Natur.· 1 Dem ist durchaus zu-zustilnmen. Das Wort oiörjgog ist weder grie-chisch, noch überhaupt indogermanisch: diesämtlichen bisher versuchten Etymologien sindnicht stichhaltig. Und da hilft uns nun fürdie fehlenden kleinasiatischen Sprachen dasmit ihnen zur selben Sprachgruppe gehörendeEtruskische eben mit dem Namen unseres sefl·-lans aus. Das Wort geht auf eine Form *seitlazurück, die nach etruskischen Lautgesetzenfür *seitala stehen kann. Dies settala aber istso klärlich gleich aiSägog, daß es keiner wei-teren Erörterungen darüber bedarf. Der seitlansist somit der 'ferrarius, und die Form würdein griechischem Gewände ZiSiqqTqvog lauten.Und damit ergeben sich dann auch die auf-geführten lykischen Namen als echt lykischund nicht dem Griechischen entlehnt, höch-stens in ihrer Lautform etwas durch das Grie-chische beeinflußt. Die Bilingue von Limyraergibt den Namen Eiädgiog als SEAd'-PElPsiderija. Daß auch die Bereitung des Stahlesin Yorderasien bei den Chalybes am Pontus heimisch war, hat Schräder (a. a. 0. 291) gleich-falls schon angeführt und auch die Belege ausden alten Schriftstellern dafür beigebracht.Auch diese Tatsache unterstützt natürlichmeine Erklärung des sefl-lans. Damit aber istder Nachweis des aus dem Orient in Griechen-land eingeführten setHans noch nicht erschöpft.Wir können diese Einwanderung noch aufeinem zweiten Wege, unabhängig von der ly-kischen, verfolgen, und diese leitet direkt aufdie Gegenden am Pontus zurück, wo eben dieChalyber wohnten. Die Insel Lemnos war demHephaistos geheiligt (s. II. 1, 593 und Od. 8,283), eine ihrer beiden Hauptstädte heißt He-phaistia, und sie selbst führte den NamenAt&alicc (Polybius bei Steph. Byz. 34, 11, 4).Der Yulkan der Insel hieß Mosychlos. Es ist

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schwer, in diesem Namen Μοσνχ -Xog den Zu-sammenhang mit den Μοβχ-οι zu verkennen,die unfern der Chalyber wohnen und mit denΤιβαρηνοί (der Name ist wieder mit demcharakteristischen Suffix -r t vog gebildet, wieΤνροηνόρ, Σειληνός und andere pelasgischeNamen) zusammen gleichfalls Beziehungen zurMetalltechnik haben. Aber mit diesem Hin-weise auf den Pontus ist die Sache noch nichtabgetan, der Name Αί&αλία selbst gibt ganzungeahnte Aufschlüsse. Auch die eisenreicheInsel Ilva (Elba), die ihre Erze an Populonia (s. oben) zur Bearbeitung lieferte und von derYergil (Aen. 10, 174) singt: Insula inexhaustisChalybum generosa metallis, hieß bei den Grie-chen Ai&dl η oder Αί&αλία (vgl. K. 0. Müller-Heecke, Etr. I 2 , 223). Dies Αί&αλία derbeiden Inseln steht nach dem bekannten grie-chischen Lautgesetz (ΐχω für εχω, ί'σχω für ί'βχω,ϊδε&λον neben zäog) für Ai&cdia, dies aberdann weiter für Σαι&α7.ία, und damit habenwir dann das aus seHlans erschlossene pelas-gisch-etruskische Wort für das Eisen, selfala,gewonnen, welches hier also als *2Jcd&alogoder -άλη sich ergibt. Im Etruskischen wirdai durch ei hindurch regelmäßig zu e (vgl. z. B.kaikna, ceicna, cecna; aivas, eivas, evas), undes steht somit die Form seiHans für älteressaittalans. Es sind somit die beiden Inselnals ' Eisenland bezeichnet. Man bringt ge-wöhnlich den Namen Al&cclla mit dem Verbumαί'&ω 'funkeln und seinen Ableitungen unddies mit skr. indh ' entzünden zusammen.Letzteres halte ich für sehr unsicher, erstereshingegen mag richtig sein, aber dann ist ebenαί'&ω auch eins der pelasgischen Wörter, andenen das Griechische reicher ist, als man ge-wöhnlich annimmt. Die lautliche Differenzzwischen lyk. o/Sägog und pelasgisch - etrus-kisch sailfala ' Eisen scheint mir nicht großgenug, um die Verwandtschaft beider Formenzu leugnen, wenn man erwägt, daß es sichzwar um verwandte aber doch immerhin ver-schiedene und räumlich voneinander ziemlichweit entfernte Sprachen handelt. Gott seMansgehört zu denen, die sich im heutigen italieni-schen Volksglauben erhalten haben. Leland(Etruscan Roman Rernains 106) berichtet überihn, daß er Sethano oder Sethlrano oder Sett-rano genannt werde und der Gott des Feuerssei. Wegen weiterer Beziehungen unseresGottes ist s. v. vel^ans nachzulesen. [C. Pauli.]

Sethlos (ΣεΑλο;, ΣίϊΟ.ως). Zu Hom. Od. 4,618 (= 15, 117): τίόρεν δέ ε Φαίδιμος (s. d.nr. 1) ijpais, Σιδονίων ßaaiXsvg, bemerkt dasScholion: ΦaίδLμog^ άδηλον, ει κύριον τά ψαί-διμος τινίς δε αντον Σώβαλον, οί δε Σε&λον(Σέ&λων, Eust. ad Hom. Od. 1511, 38) δνομά-tovai. [Höfer.]

Sethroeites Nomos < Σε&ρο[ω]είτης Nouog),Personifikation des gleichnamigen ägyptischenNomos , auf Münzen dargestellt als gerüsteterHoros (s. d.) mit Sperberkopf, die Sonnen-scheibe zwischen Hörnern, Lanze und Sperber,Schledehaus bei H. Grote, Münzstudien 2, 480.Head, Hist. num. 723. Cat. of greek coins brit.Mus. Alexandria 355. [Höfer.]

Sethum (ssflum). Auf der Agramer Mumien-

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