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Stadt anzusehen. B. Pick, Jahresh. d. üsterr.arch. Itist. 7 (1904), 40. — 4) Erste Gemahlindes Orion (s. d.), die in den Hades gestoßenwurde, weil sie sich mit Hera in einen Wett-streit um die Schönheit einzulassen vermessenhatte*), Apollod. 1, 4, 3, 2, der nach einer Ver-mutung von JE. Maaß, Bulletino 1882, 159 dieErzählung der Korinna wiedergibt. Side istEponyme des durch seinen Reichtum an Gra-natbäumen ausgezeichneten boiotischen OrtesSLSca ( Agatharehid. bei Athen . 14, 650 f. 651a),v. Wilamowitz , Gott . Gel, Nachr. 1895, 232Anm. 35. Gruppe, Gr. Myth, 68, 11 (vgl. auchPreller-JBohert 1, 453 Anm. 3), und wohl einePersonifikation des Granatbaumes selbst, derauf boiotisch eL8g heißt, K. 0. Müller, Kleinedeutsche Schriften 2, 128. Die Verstoßung derSide in den Hades erinnert an die Vorstellung,daß der Genuß der Kerne des Granatbaumesan die Unterwelt bindet, Hom. Hymn. Cer. 372.412. Apollod. 1, 5, 3 (vgl. jedoch auch Preller,Demeter und Persephone 116. Gruppe a. a. 0.865, 2); auch wurde die Farbe des Granat-apfels, die Purpurfarbe, im chthonischen undTotenkult angewendet, Gruppe, De Caämi fa-bula 12. Griech, Myth. 891, 3. Eohde, Psychel 2 , 226, 3. Nach Pape-Benseler s. v. Klärj nr. 5ist die Verbindung Orions mit Side daher zuerklären, daß die Granate reift, wenn Orionam Himmel herrscht. — 5) Jungfrau, die sich,um den Zudringlichkeiten des eigenen Vaterszu entgehen, auf dem Grabe ihrer Mutter tötete.Die Götter ließen aus ihrem Blute den Granat-apfelbaum entstehen, den Vater aber verwan-delten sie in eine Weihe (Ixrlvog), die sich inErinnerung an das Frühere niemals auf einenGranatapfelbaum niederläßt ( Eutehnios ), Pa-raphr. in Oppian . bzw. Dionys. Ixeut. p. 10(ed. Winding, 1702) = Cramer, Anecd. Paris .1 , 25, 3 ff . = Poet, hucol. et. didakt. ed. Ameis-Lehrs-Dübner (Paris , Didot 18621 p. 109 (1, 7);vgl. Eohde, Der griech. Eoman 420 (448 2 ) Anm. 1.
[Höfer.]
Sidektas (Eidixrag) = Gsodixrag, „Götter-wirt u , Ahnherr des spartanischen Geschlechtes,bei dem das Priesteramt der Dioskuren (C. I.G. 1, 1390 mit der Ergänzung von Boeckh )erblich war [Sidektas als Personenname: C. I.G 1, 1241. 1244. 1247. 1250. Annali dell’ Inst.1861, 39 A. 39 B (vgl. tan. d’agg. D 1. 2). LeBas, Voyage arch. Explic. inscr. Spart, p. 82.Dressei-Milchhöfer, Athen . Mitt. 2 (1877), 384ff.nr. 202. 203. E. Kleister, Dorer und Achäer 1,25. 41 f.]. Wide, Lakon. Kulte 311. II. Weil,Athen . Mitt. 6 (1881), 11; vgl. Deneken, Detheoxeniis 23 f. und bei Koscher, Myth. Lex. 1,2538, 61 ff. Milchhöfer, Arch. Jahrb. 2 (1877),29 Anm. 21. Gruppe, Gr. Myth. 740, 3. [Höfer.]
Sidero (Udri pro), zweite Gemahlin des Sal-rnoneus (s. d.), hart und grausam — Wortspielmit ihrem Namen und oiörjgog bei Soph. frgm.597 N 2 aus Arist. Ehet. 2, 23, 29 p. 1400b 17;vgl. Eust. ad Hom. II. 158, 24. ad Hom. Od.
*) (Orion) TiSljr, t]v iggitj.'e> itgAidou 711 gl non-
(pij ; ((jioaoav Darnach müßte zu als Sub-
jekt Orion aufzufassen sein, was mir unwahrscheinlichist. Ist vielleicht zu lesen: ijv (Zs v^y sqqhJ'sv usw . oderijv i. s. "Ai. n. (.i. suiaaaar (auT> i ')' I /(><*?
Sidon 816
1940, 57 — gegen ihre Stieftochter Tyro (s. d.),Soph. a. a. O. Pollux 4, 141, und daher vonden Söhnen der Tyro, Pelias (s. d.) und Neleus(s. d.) im Heiligtume der Hera, wohin sie sichgeflüchtet hatte, getötet, Apollod, 1 , 9, 8, 3.Tzetz. zu Lykophr. 175. Diod. 4, 68. Kyziken.Epigramm ( Anth. Pal. 3, 9). B. Engelmann,Archäol. Stud. zu den Tragikern 44 ff. DasKyziken. Epigramm berichtet von einer Dar-stellung unter den Säulenreliefs der Apolloniszu Kyzikos , bei der es freilich fraglich ist(vgl. P. Wolters, Arch, Jahrb. 6 [1891], 61), obaußer der Wiedererkennung der Tyro durchihre Söhne etwa auch Sidero mit dargestelltwar (vgl. v. Wilamoivitz bei Engelmann a. a. O.50 Anm.): Pelias und Neleus waren dargestellt,ihre Mutter έχ δεσμών ρυόμενοι, ήν πρώην μϊνο πατήρ Σαλμωνενς δια την φ&οράν Ιδηαεν.ή δΐ μητρυιά αυτής Σιδηρώ τάς βασάνους αυτήέπετεινεν. Die Deutung Jahns, Arch. Aufsätze149 f. eines rfg. Vasenbildes (E, Eochette, Mon,ined. tab. 4,1. Welcher, A. D. 3 Taf. 14 S. 138 PF.)auf die von Pelias verfolgte Sidero, ist nichtsicher, Wolters a. a. 0. — Sidero und der rasendeSalmoneus, Vasenbild s. Bd. 4 Sp. 291 f. NachGruppe, Gr. Myth. 109, 10 hat sich in demmodernen Namen des kretischen Cap Salmo-nien, Sidero, der Name der Salmoneusgattinerhalten. Wilisch, Jahrb. für klass. Phil. 117(1878), 740 vermutet, daß in dem Verhältnisder Tyro zu ihrer harten Stiefmutter Sideroeine Erinnerung an die alte Rivalität von Tyros und Sidon bewahrt sei aus jener Zeit, wo dieeine Stadt durch die andere als phönikischerVorort abgelöst worden wäre, [Höfer.]
Sidetes (Σιδήτης), Beiname des Apollon aufMünzen von Side in Pamphylien , FriedländerZeitschr. f. Numism. 10, 3, I, 2. Babeion, Inv.Waddington 3508. Imhoof-Blumer, Kleinas.Münzen 344, 37 (vgl. 343, 33). Pick, Jahres-hefte des äst, arch. Inst. 7 (1904), 40 f. Hill,Catal. of the greek coins brit. Mus. Ijyeia Pam-phylia Introd. 81 Anm. [Höfer.]
Sidon (Σιδών) 1) Sohn des Chanaan, Ktistesund Eponymos der gleichnamigen phönikischenStadt, los. Ant. lud. 1, 6, 2. Vgl. Eob. Eisler,Philologus 68 (1909), 141 Anm. 90 a. — 2)Tochter des Pontos, Erfinderin des Gesanges,Philo Bybl. bei Euseb. Praep. er. 1, 20, 26 =fr. 2, 21, F. H. G. 3, 568. Movers, Die Phö-nizier 1, 664. v. Baudissin, Studien zur semit.Eeligionsgesch. 2, 174. Studniczka, Arch. Jahrb.9 (1894), 240 Anm. 109. Gruppe , Gr. Myth. 254,3. Eine Inschrift von Delos berichtet, daß olix Τνρου Ιερονανται dem Apollon die Bilderder Stadtgöttinnen von Tyros und Sidon ■—[Τ]·ΰροη χαι Σιδώνος [είχ]όνας — geweiht haben,Eenan, Corr. hell, 4 (1880), 69 f. C. I. Semit.1, 114 p. 138 f. Studniczka a. a. 0. Fr. Poland,Gesell, d. griech. Vereinsices. 225. 241 Anm. ff.Zahlreiche Münzen, gewöhnlich mit der Dar-stellung der Stadtgöttin mit Mauerkrone (vgl.0. Meitzer, Geseh. der Karthager 1, 476), tragendie Legende Σιδωνος &säg, Eckhel, Doctr. num.vet. 3, 370. Head, Hist. num. 673., Catal. ofgreek coins brit. Mus.: The Seleucid kings ofSyria 79, 27. Babeion, Catal. de< monn, grecquesde la bibi, nat.: Les Perses Achemenides p. 242
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