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Vierter Band. Qu - S.
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1365-1366
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1365 Sphinx (in d. griech. Sage)

γράφεται,, την ουράν ϊχονβα δραν.αίνης Schol.Eurip. Phoen. 1760; vgl. die archaische Bronze-sphinx mit bärtigem Schlangenkopf am Schwanz-ende in Berlin , Inv. 8266; Arch.Anz. 1893 S. 96).Ihr darin wegen des Schweigens der Quellendie Beflügelung abzusprechen, würde zu ge-wagt sein. Bei Sophokles heißt sie πτερόεβσακάρα (Oed. Tyr. 508), bei Euripides παρ&ένιονπτεράν (Phoen. 806), πτεροΰσϋα παρ&ένος (1042,rgl. 1019), ein Tragikerfragment malt ihre bunt-schillernden Flügel: Εί μεν προς ανγάς ήλιον,χρυσωπόν ήν | νωτιβμα &ηρός- ει δε προς νέφηβάλοι, | κυανωπόν, ως τις Ίρις, άντηνγει σέλας(Fragm. trag, adesp. nrl 541 Nauck). ihrer Raub-tiernatur wegen nennt sie Sophokles τάν γαμ--ψώννχα παρ&ένον (Oed. Tyr. 1199), das Bildder Löwin zeigt deutlich ein Euripidesfmgment(544 IV.): ουράν νπίλαα υπό λεοντόπονν βάσινκα&έξετο. Ausführlicher beschreiben natürlichdie Scholiasten und Mythographen, z. T. nachAsklepiades. Auf ihn führt J lobert die Be-schreibung Apollodurs zurück: είχε δέ πρόσωπονμέν γνναικός, στή&ός δε και βάσιν καί ουράνλέοντος καί πτέρυγας ορνι&ος. Bei Diodor 4, 64, 3heißt die Sphinx δίμορφον β-ηρίον. Mesomedes,ein Freigelassener Hadrians , lieferte eine ArtRätsel auf das Rätelwesen selbst, indem er eineSchilderung von ihm entwarf, Anthol. Palat.14, 63; das Gedicht sondert sich zwanglos indrei Variationen (vgl. mein Programm, DieSph. in d. griech. Kunst u Sage, Leipzig 1896,S. 18, 1).

Die Sphinx erscheint als Werkzeug einerhöheren Macht. Nach der Oedipodie wares die durch des Laios unnatürliche Liebe zuChrysippos schwer beleidigte Ehegöttin Hera(γαμοστόλος), die das Ungetüm zur Strafe indas entweihte thebanische Land sendete; Pi-sander vermittelt diese Überlieferung (Bethe,Theh. Heldenlieder S. 4f. 8. 16; vgl. Apollod.3,5, 8: έπεμψε γάρ "Ηρα την Σφίγγα ; DioChrysost. orat. 11, 8 [1 p. 117 Arnirny τηνΣφίγγα έπιπεμφϋ-είσαν αύτοϊς διά χόλον Πρας).Wie Lykos in Buche Περί Θηβαίων erzählte,wurde die Sphinx von Dionysos geschickt (Schol.Hesiod . Theog. 326), welcher Auffassung wahr-scheinlich auch Euripides in seiner Antigonegefolgt war (Eurip. fragm. 178 IV.). Dabei istvorausgesetzt, daß Schol. Eurip. Phoen. 1031richtig von Unger hergestellt worden ist; an-ders Munzel in Schwartz Ausgabe der Euri-pidesscholien). Wenn der Dichter in den Phoe-nissen Hades als Urheber der Landplage nennt(ό κατά χ&ονός 'Αιδας επιπέμπει 810), so ist daseine im chthonischen Wesen des Ungeheuersbegründete Ausdrucksweise. In anderen Versendieses Stückes spricht er unbestimmt: φόνιοςέκ &εων, ös τάδ ήν ό πράί,ας (1031 f.) und έπέ-6ντο τάνδε γαίαν . . . δαιμόνων τις άτα (1065 f.).Der Scholiast zur letztgenannten Stelle und dieHypothesis zu dem Drama führen Ares an, derdenThebanern wegen der Tötung seines Drachendurch Kadmos gegrollt habe.

Ihr Aufenthalt wird auf dem Sphinxbergegedacht (τό Φίκιον όρος, jetzt ό Φαγάς-, s. Bur-sian, Geogr. v. Griech. 1 , 231; Judeich, Athen .Mitt. 13, 1888, S. 86), einer steilen, kahlen Fels-höhe, die sich, von Theben in westlicher Rich-

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tung ungefähr 14 Kilometer entfernt, nahe amKopaissee zur Rechten der nach Haliartos füh-renden Straße erhebt. Des Berges wird zuerstvon Hesiod Erwähnung getan, doch ohne Be-ziehung auf die Sphinx (Scut. Here. 33, vgl.Schol.; dazu JR.zach, Fleckeis. Jahrb. Suppl. 8,1876, S. 466). Euripides erwähnt ihn nicht, ersagt nur, daß das 'Bergungeheuer den MauernThebens genaht sei; doch ist ohne Zweifel auchbei ihm die viel bezeugte Auffassung voraus-zusetzen, die das Untier von dort aus seineblutigen Raubzüge machen läßt. Wenn Schol.Eur. Phoen.· 806 ουρεί ον τέρας mit der Herkunftder Sphinx vom Kithairon erklärt wird, soscheint die alte Version der Oedipodie durch -zuschimmern, wonach die auf dem Kithaironverehrte "Ηρα γαμοστόλος das Sphinxungeheuergesendet hatte (s. Bethe a. a. O. S. 16).

Unsägliches Unheil bringt es über Stadtund Land. Die Dichter wetteifern in Bezeich-nungen und Attributen, um sein grauenvollesWesen zu schildern. Hesiod nennt die Sphinxόλοήν, Καδμείοιαιν ΰλε&ρον, Aesehylos πόλεωςόνειδος, άρπαζάνδραν Κήρα (Sept. 522 759f),δνσαμερι&ν πρντανιν κύνα (fragm. 236 Ν.). BeiEuripides heißt sie πέν&εα γαίας (Phoen. 807),Καδμείων άρπ αγά, πολνφϋΌρος πολύστονος(10211.), δάιον τέρας (1023), μιαιφόνος (1760);bei dem Komiker Nikochares άλάστωρ ( Bekker ,Anecd. p. 382, 27); κακόπτερος Μοΰαα Αανύν-των in der Rätsellösung der Hypothesis zu denPhoenissen; βροτοκτόνος in dem Epigrammeeines gewissen Arrhianos, das auf einer Klauedes großen Sphinx von Gise eingemeißelt ist(C. I. G. III 4760, 6). Ihren Opfern naht sieim Fluge (φοιτάσι πτεροίς Eurip. Phoen. 1024),packt sie mit ihren vier Klauen (r ετραβάμοαιχαλαϊς 808) und entführt sie durch die Luft (809),um sie aufzufressen (Σφίγγα ώμόσιτον Aesch.Sept. 524, χαλαϊΰιν ώμοαίτοις Eur. Phoen. 1025).So verschlingt sie groß und klein (Schol. Eur.Phoen. 1760). In der Oedipodie, die das Un-glück noch zu des Laios Lebzeiten eintretenließ, tötete sie Haimon, des Kreon schönen undliebenswürdigen Sohn, ebenso Hippios, den Sohndes Lapithen Eurynomos, obwohl er kein The-baner war, Züge, die sich bei Pisander wieder-finden (ebd. 1760, vgl. 45; Apollod. 3, 5, 8;Welcher, Ep. Cycl. 2, 317). Der Komiker (?)Nikostratos nannte unter den Opfern auch denMenoikeus (Schol. Eur. Phoen. 1010; Com. Attic.fragm. 2, 229 fr. 41 Kock).

Bei Hesiod erscheint die Sphinx nur als einverderbliches Ungeheuer. Daß der Dichter nichtsvon ihrem Rätsel sagt, kann auf Zufall be-ruhen, denn ein Vergleich des auf den Stocksich Stützenden mit einem Dreifuß legt dieVermutung nahe, daß ihm das Rätsel bekanntwar (Erg. 533: τότε δή (im Winter) τρίποδιβροτοί ιβοι, [ ώντ έπΐ νώτα %αγε, κάρη δ ειςούδας όράται, | τώ ΐκελοι φοιτώαιν, άλενόμενοινίφα λευκήν). Benutzt war das Rätselmotiv inder Oedipodie (vgl. Pisander im Schol. Eurip.Phoen. 1760: είταέγημε την μητέρα λύσας τόαίνιγμα (seil, ό Οίδίπονς); dazu Maaß, Indexschol. Gryphiswald. 1894 S. VI). Epicharmos(Com, Graec. Fragm. 1, 118 fr. 149 Kaibel) kenntes nachweislich; bei Pindar finden sich wieder-

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