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Vierter Band. Qu - S.
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1425-1426
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1425 Stenule

Metall hat (Pape); siehe Σ 222 οπα χάλχεον,B 490 χάλ'/.εον ήτορ (Atem, Lunge), lies. th.a. a. 0. vom Kerberos χννα χαλχεόφωνον.

Ist die hier vertretene Ansieht von demMangel an echter Überlieferung richtig, sofallen damit die sich auf die Scholien undEustath. stützenden Folgerungen Neuerer.Bergk, Griech. Litt. Gesch. 1 , 679 zieht ausder Vorliebe des Diaskeuasten von Ilias Έ fürdunkle, entlegene Mythen (Tod des S.) einen ge-wagten Schluß auf die Entstehung dieses Buches;S. mit Bergk zum Donnergott zu machen,haben wir gar keine Veranlassung. Hauptbei Lachmann, Betracht, über Homers Ilias 31874 p. 109 sah die alte Athetierung von E 785(die sich doch nur rein rationalistisch [ίιά τηνυπερβολήν] auf die Unmöglichkeit eines solauten Schreiens bezieht) als richtig an (so auchBentley) und stützte darauf die seinige; richtigdagegen G. Hermann Op. 4, 296: Homerus auxit per hyperbolen vires deorum. (Ebenso-wenig hätte sich Haupt auf den 'in L auf-bewahrten Einwand &XX Ifros Όμήρω το lg παρ-ονα iv είχάζειν robg ffsoug stützen sollen; dortist übrigens τοϊς μή παροναι zu lesen, dennin Personen, die bei einer Szene schon an-wesend sind, können sich Götter nicht ver-wandeln, wenn sie in dieser Szene auftretenwollen. Die Diple hatte E 785 doch wohl nurwegen des einmaligen Vorkommens des NamensS.). Gruppe , Gr. Myth. 1002, 1 nimmt dieGeschichte vom Tode des S., die wir als künst-liche Parallele zu anderen derartigen Sagenansahen, als diesen gleichwertig; darin, daßHera gerade dem S. ('Donnerer) gleichendruft, sieht er 1122, 2 meines Erachtens ge-künstelt ein Fortleben der alten Auffassungder Hera als Wettergöttin. Vgl. noch Fried-länder, die homerische Kritik S. 85, Kiichly, delliad. carmm. diss. 4 (1857, ind. lectt. Tur .),mir nicht zugänglich.

Die Stentorstimme ist später so sprichwört-lich geworden, wie sie es noch heute ist; dieBelegstellen dafür, in der griechischen Literaturvon Aristoteles an bis in späte Zeit (bei Ste-phanus, Thes. und Benseler, Worterb. der Eigenn.),in der lateinischen bei luv. 13, 112 [Arnob. 2,75 jetzt für stentoreos vagitus vielmehr infantescentenarios , Reifferscheid corp. scr. eccl. lat.Vindob. 4, 109, 17] sind mythologisch ohneWert. [Lamer.j

Stenule (stenule) ist die etruskische Umfor-mung des griecb. Sthenelos (Deecke in Bezzen-bergers Beitr. 2, 169 nr. 92). Der Name istbelegt auf einem Skarabäus von Karneol vonunbekannter Herkunft, der veröffentlicht istim Bullettino dell Inst. 1834, 118, von Cades,Impr. gemm. Cent. 3, nr. 33 und von Fabretti,C. I. 1. nr. 2542. Die Gemme enthält nurdie Figur des bewaffneten Sthenelos mit derobigen Beischrift. Die Lautform stenule istso zu verstehen, daß Sthenelus im Etruski-schen zunächst stenele gibt, dann aber einHilfsvokal sich einschiebt, der durch das 1die u-Färbung bekommt: wir haben somitsten u le. | C. Pauli.] [Vgl. Sp. 1526, 67 e.]

Stenykleros (ΣτενώχΧηρος), alter messeni-scher Heros, nach welchem die alte Königs-

Stephanephoros 1426

stadt Stenykleros ( Curtius, Peloponnes 2, 136.Bursian, Geogr. v. Griechenl. 2, 162) und diestenyklerische Ebene benannt -war, Paus. 4,33, 4. [Höfer.]

Stephanephoros ( Ext<pavrjtpöoos), 1) Herosin Athen mit Heroon, Antiph. geg. Nik. beiHarp., Suid. u. Phot. s. v. Bekker An. 301. 14.Hesych. s. ettrpavocponiovtä. Seine genealo-gische Herleitung war unsicher; er galt teilsals rein attischer Heros, nach Hellanikos beiHarp. a. a. 0., teils als einer der 50 Herakles-söhne von den Töchtern des Thespios (dieLexikogr. Osoxiov), ist jedoch in der allerdingslückenhaften Aufzählung bei Apollod. 2, 161 ff.nicht enthalten. Auf eine Verwandtschafts- undWanderbeziehung zwischen Böotien und Attikaweisen auch der Bericht von der Flucht derHerakliden nach Athen , Apollod. 2, 167 f., unddie Genealogie des Thespios hin, der bei Paus.9, 26, 6 und Diod. 4, 29 als Sohn des Ere-chtheus, hei Steph. Byz. s. (Hansia als der desTeuthras und als Enkel des Pandion bezeichnetist. In Böotien waren die Herakliden im erb-lichen Besitz der Stephan ephorie, Flut, de ser.num. vind. 13, und so stellt St. vielleicht denHeros eponymos einer solchen in Attika an-sässigen Stephanephorenfamilie dar. Nach St.sind die äQa%ficd ZtsqiavrjtpoQOv auf attischenInschriften benannt, da in seinem Heroon dieattischen Normalmünzgewichte aufbewahrtwurden, s. C. I. Gr. 1, 123 mit Boeckhs Erklä-rung und dess. Staatsh. d. Aih. 2, 361 f.2) Beiname des Apollon auf Inschriften des3.1. Jahrhunderts aus Antandros, Iasos, Milet ,Priene, womit der Gott selbst an Stelle einespriesterlichen Beamten gleichen Titels alsJahreseponymos und Amtsinhaber bezeichnetwird, weil sich für die Stephanephorie desbetreffenden Jahres kein Bewerber fand undin diesem Falle die Amtsunkosten aus demTempelschatze gedeckt wurden. Hicks, Journ.of Hell. stud. 8 (1887), 99. Gnaedinger, I)eGraecormn magistr. epon. p. 18. Reinach , (Revuedes et. gr. 6 (1893), 186 u. 155. Fabricius , Sb.d. Berl. Ak. 1894, 907. C. I. Gr. 2, 2674, 2677,2855. Auf einer Inschrift aus Magnesia istAp. sogar Steph. der Artemis. Kern, Inschr.aus Magnes. nr. 90, 1. Berl. Arch. Ges. Juni1894. Arch. Anz. 1894. 124. [Kreuzer.]

Der Ansicht Böckhs, Staatshaushalt, d. Athe-ner 2 3 , 325 f. (vgl. Hultsch, Metrologie 2 201, 1),daß in Athen die Münzstätte mit einem Heilig-tum des Stepbanephoros verbunden gewesensei, schließt sich Svoronos, Journ. intern, darch.numism. 9, 237 ff. (vgl. Berl. Phil. Wochenschr.1907, 1307) an, der auf dem Probiergewichteines athenischen Tetradrachmons den daselbstdargestellten männlichen bekränzten Kopf fürden des Stephanephoros hält. Die Inschriftmit Sgaxgai ZTeqxxvr,q>6QOv I. G. 2 , 467 30 p. 249.Dittenberger, Sylloge 521 S 31 p. 167. Beule,Les monnaies dAthenes 139 ff. 349 ff. sieht inStephanephoros den Theseus, der nach athe-nischer Überlieferung ( Plut. Thes. 25) Erfinderdes Münzgeldes war: ' Thesee tenant la couronnedAmphitrite, Symbole des tresors gagnes par lanavigation et le commerce maritime , avait sonsanctuaire dans la Monnaie. Nach Usenet,

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