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G. J. Voß uiul «eine Vorläufer
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% Saumur ), das berühmteste Mitglied dieser fast 200 Jahre blühenden Gelehrtenfamilie,der in verschiedenen seiner auf die Kritik des Alten Testamentes bezüglichen Schriftengriechische und biblische Mythen zusammenstellte, z. B. in der Diatribe de voto Jeph-thae vermutete, daß Iphigeneia (Jephthigeneia) Jephthas Tochter sei. Der CambridgerProfessor der Theologie und griechischen Philologie Jak. Duport (geh. zu Cam-bridge 1606, gest. 17. 7. 1679) setzt in der Einleitung der Gnomologia Homeri aus-einander, daß Homer, der Zeitgenosse Salomos , wie schon Iustinus Martyr annahm,in Ägypten den Pentateuch kennen lernen konnte; er vermutet also, daß in der>J iGmdonoila die mosaische Weltschöpfung, in den Gärten des Alkinoos die Paradies-ß childerung und in der Aloadensage der Turmbau von Babel nachgeahmt sei. Heute^scheinen solche Zusammenstellungen seltsam, damals waren sie begreiflich und ingewissem Grad sogar notwendig. Denn wie es eine der häufigsten Fehlerquellen ist,daß die durch die Beschränktheit des zufälligen eigenen Wissens gezogenen Grenzenw die Dinge selbst verlegt und die berechenbaren Möglichkeiten als die allein vor-handenen genommen werden, so verfuhr auch diese Zeit, in der die Kenntnis derBibel und der klassischen Autoren einen großen Teil, ja fast den Inbegriff der all-gemeinen Bildung ausmachte, so, als ob außer den in ihnen verzeichncten Begeben-heiten nichts geschehen sei; und namentlich da, wo die heilige wie die profane Über-lieferung mit dem Anspruch auftreten, die Urgeschichte der Menschheit zu erzählen,Wußte eine Zeit, die von historischer Kritik nur die ersten Anfänge kannte, fast not-wendig auf den Gedanken kommen, daß die gegenseitige Nichtberücksichtigung derbeiden Überlieferungsklassen nur scheinbar und daß in Wirklichkeit die griechischeSage nur eine Korruption der biblischen Überlieferung sei.
Guiciiabds Hauptschrift führt den Titel: L’harmonie 1 Etymologique \ des langues | Hebrai-iue, Chaldatque, Syriaque, \ Grecque, | Latine , Fratigoise, Jtalienne, Espagnole, \ Allemande, Fla-uende, Angloise &c par M. Estienne Guichard, Paris 1606. Auf diese Ausgabe beziehen sichdie Zitate des Textes; andere sollen ebd. 1610 und 1618/1619 erschienen sein. — Von Bkchannkommt außer dem im Text erwähnten Werk ( Christiani Becmanni \ Bomentis \ manuductio adlotinam lin'guam: | nec non | de \ Originibus latinae linguae, | quibus passim alia multa, | Philo-9*ae propria pro meliore vocum ac rerum | cognitione inserta sunt. \ ambo nunc tertium et qui-Quctius, sed et melius, editae. Hanau 1619) noch in Betracht Christiani Becmanni | Be ori-ihnibus | Latinae Linguae | et \ Quod ex illis eruatur germana sigrri | ficandi proprietas. \ Cum^^luttoneJosephi Scaligeri | usw. Wittenberg 1609 (vgl. z. B. die Artikel Musa und Python).~~ Archaeologiae Atticae libri tres (Oxford 1637; s 1646 in 4°), später libri septem (Oxf. 1649)' 0n hoc« mit den mythologischen Abschnitten von Booan sind in der erweiterten Gestalt viel-c “ gedruckt und übersetzt worden. Außerdem gehört hierher Homerus I ißgaifav: \ sive, |,° n Pnratio Homeri cum 1 Scriptoribus Sacris quoad normam \ loquendi. \ Subnectitur Hesioduscov | antore | Zach. Bogan i Coli | C. C. | Oxon. | Oxf. 1658. — Die weiteren Zitate despkr** beziehen sich auf Damklis Heinsu | Aristarchus sacer | sive \ ad Nonni in Johannem Meta-°® ,B I exercitationes. Leiden 1627. 8° und auf Publi | Virgtli | Maronis | Ciris Ad Messallam : \in°p n,en<ano ^wsiraia | a j Fsw. Tavsmasso 1818. — Triolanduis' Abhandlung ist abgedrucktGuonovs Thesaurus VII 821 ff.
^ Gerhard Johannes Voß . Die orientalisierende Richtung, die im ersten
Mittel des XVII. Jahrhunderts in der mythologischen Forschung die Vorherrschaft^Wonnen hatte, konnte die bestehenden Anschauungen in doppelter Weise umge-, 611 ^ Urc ^ en mythischen Geschichten selbst mit den phoinikischen und jüdi-Ver güchen, so gelangte man zu der Folgerung, daß die griechischen Götterb ich Menschen waren; man kehrte zum antiken Euhemerismus zurück, erweiterte