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III. XVII. Jahrhundert:

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ihn aber, indem man nicht nur wie dieser ägyptische und andere barbarische Über-,lieferungen, sondern auch, den schon von manchen Kirchenvätern ein geschlagenenPfaden folgend, jüdische Berichte mit den griechischen pragmatisch verband. Suchteman dagegen in den hellenischen Mythen biblische Lehren, so entwickelte man denSymbolismus der Humanistenzeit nach einer einzelnen Richtung hin, in der sichübrigens auch ein Teil der bisherigen Forschung, wenngleich nicht so konsequent,bewegt hatte. Diese beiden Auffassungen ließen sich natürlich eklektisch vereinigen,und bei der fast allgemein herrschenden Kritiklosigkeit, die eine Scheidung zwischenVermutung und Überlieferung und ein objektives Urteil über die Wahrscheinlichkeiteiner Vermutung ausschloß, ließ sich erwarten, daß zunächst dieser EklektizismusAnklang fand. Sein Hauptvertreter ist Gerhard Johann Voß (geb. 1577 zu Heidel-berg, gest. 17.3. 1649 zu Amsterdam ), dessen zuerst 1641 erschienenes Werk Detheologia gentili sowohl nach der Masse des in ihm verarbeiteten Stoffes wie nach)seiner Wirkung das weitaus bedeutendste mythologische Werk des XVII. Jahr-hunderts, wenn auch kein Meisterwerk ist. Er bezeichnet keine neue Periode in defGeschichte der mythologischen Wissenschaft, denn er trägt überhaupt keine neuenprinzipiellen Gedanken vor, aber er sammelt wie in einem ungeheuren Brennspiegelalle die verschiedenen Gedanken, die vor ihm ausgesprochen sind. Kann man vonder Bevorzugung einer einzelnen Richtung bei ihm überhaupt sprechen, so ist erdem Pragmatismus zuzuweisen, dem er sehr häufig folgt und zu dessen Sieg im folgen-'den Jahrhundert er wesentlich beigetragen hat. Phoinikische, ägyptische und griechi-sche Götter setzt er ohne weiteres biblischen Personen gleich. Wenn die Namen sieboft wenig oder gar nicht gleichen, so erklärt Voß dies teils daraus, daß sie bei der Ver-götterung etwas verändert wurden, z. B. Misori, wie der Sohn Chams heißt, in Osiris ,teils daraus, daß schon die lebenden Menschen gleichzeitig zwei Namen führten (1198)·Mit dem plattesten Euhemerismus werden die Wunder des Mythos weggedeutet, z.die Hörner des Ammon mit Diodor aus einer alten Form der Helme erklärt (1201)Ein anderes Mittel des antiken Pragmatismus, die Sonderung verschiedener Göttergleiches Namens, dient ihm zur Erklärung dafür, daß die im griechischen Mythosauf dieselbe Gestalt vereinigten Züge in der Bibel auf verschiedene Personen ver-teilt sind. Von dem Dionysos, der dem Mizraim-Osiris entsprechen soll, wird eifljüngerer thebanischer unterschieden, dessen Kult der Thraker Orpheus nach ägyp"tischem Ritus gelehrt habe (I 199). Mancherlei Gründe mögen den doch immer-hin weitblickenden Forscher zu einer so abstrusen Ansicht geführt haben, vor alle 111das Nebeneinanderstehen eines irdischen und eines göttlichen Vaters in der Absta®'mungsgeschichte vieler Heroen und die bei den Griechen übliche Gleichsetzung gri 0 'chischer und barbarischer Gottheiten. Soweit aber auch Voss dem Euhemerism« 8entgegenkommt, so denkt er doch nicht daran, sich ihm ganz zu verschreiben.vielen Göttern sieht er zugleich Naturerscheinungen. Besonders soll die Sonne v« rehrt worden sein, weil man wußte, daß Gott im Himmel sei, und weil es am Himm^nichts Schöneres gibt als die Sonne (I 310). Viele Götter wie Apollon (II 365), Att* 3(I 608), Dionysos (H 374), Priapos (I 339) werden mit den Stoikern und Neupl»^ 0nikern dem Helios gleichgesetzt, und zwar soll Apollon den in der Tages-, Dionys*den in der Nachthemisphäre waltendea Gott bezeichnen. Ebenso wird der Mond D aC ^Voß durch zwei verschiedene Gottheiten ausgedrückt, je nachdem er sich in d g{