Band 
Zweyter Theil.
Seite
161
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Brieg .

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Der Viesch - Gletsclier steigt von den Plesc/i-Hörnernund Finsteraar-Woxw 6-8 St. herab, und füllt dasganze p iesch-Thtd , welches iin X. Jahihundertnoch fruchtbar war , und durch welches ein Wegnach Grindelwald führte, wovon noch Spuren übrigseyn sollen. S. Grindelwald. Zu Mürell sieht manin Ober-Wallis die ersten Weinstöcke, und vonhier nach Katers herab efsbare Kastanien. VonMörell aufwärts nach Lax sehr viele Wachholderund Berberitzen-Sträucher; das Land rauher undunfruchtbarer.

Geognostische Thatsachen. Merkwür-dig, dafs die Zentralkette des Urgebirges, welch«auf der Südseite des Wallis von dem grojsen Bern-hard nach NO. zieht, zwischen Turtmeu und Brieg auf die Nordseite herübersetzt *). Von Brieg an,aufwärts nach Münster , wälzen alle Bäche, dievon der Nordseite aus der Gebirgskette, welcheWallis vom Kanton Bern trennet, herabströmen,fast -nichts als Granit und Gneifsgeschiebe dieBäche aus der südlichen Kette hingegen wenigerund mehr Thonschiefer und Urkalkstein-Geschiebe.Von Katers bi s Kieder-TPald zeigen sich am Wegeabwechselnd Glimmer und Thonschiefer mit grofsenQuarzadern. Oberhalb Katers wurden zwischen1770 und 178° aus einem Felsen 5000 Pf. Krystallegegraben, unter denen einzelne Stücke von 7-14Centner sich befanden. Vor Miirell liegen so vieleGranittrümmer zerstreut, dafs ganze Gebirge hier

Wohl setzt schon tiefer irn Wallis die Grauitformationauch an die N. Seite des Wallis hinüber; aber dieZentralkette scheint doch durch die Südseite des Wallis bis an den Gotthard fortzusetzen, E.

II.

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