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Bemerkungen.
gemessenen Auftrag gesendet, alle Theile dieses Landes, besondersden Kanton Bern und dessen Schultheißen Willading, für Frank-reich zu gewinnen. Schon vor seiner Ankunft erhielt man inder Schweiz die nachthciligsten Berichte über diesen Gesandten,der als ein in alle Künste der Täuschung und Ränkesucht tiefeingeweihter Diplomat geschildert wurde. Mißtrauen kam ihmentgegen; er hingegen schritt mit sichtlichem Vertrauen auf seinTalent zu Werk. Schlauheit, Lügenhaftigkeit, Betrug undHeuchelei waren seine ausgezeichnetsten Eigenschaften, mit denener viel Verstand, Gewandtheit und die Kunst, mit vielerleiWendungen seine Absichten zu verbergen und doch Andere dar-auf zu leiten, verband. Er nannte dieses „Kalt und Warmaus dem nämlichen Munde blasen." Beweise hiefür liefert dieGeschichte seiner ganzen Gesandtschaft in Menge.
Als er entdeckte, daß Bern an dem Vorhaben Österreichs, dieFreigrafschaft Burgund zu erobern, einigermaßen betheiligt war,entbrannte sein Zorn gegen die Protestanten alle insgesammt,besonders gegen Basel, am meisten aber gegen Bern und dessenSchultheißen Willading, und während der ganzen Zeit seinerGesandtschaft war es sein Hauptgedanken, Bern zu schwächenund den Einfluß des Schultheißen Willading zu zernichten.
Hätte er allein das Interesse seines Hofes im Auge gehabt,so würde er vor Allem haben suchen müssen, den Frieden inder Schweiz herzustellen, was freilich nicht leicht war, da schonder Markis von Puisieur durch das Kapitulat mit Mailand eingroßes Hinderniß zu dem Frieden in der Schweiz errichtet hatte.Indessen gab doch das Benehmen des österreichischen Hofeswährend des Toggenburger Streites so manche Blößen, die eingeschickter französischer Diplomat hätte benutzen können zur Her-stellung des Friedens in der Schweiz.
Selbst nach dem Aarauer Frieden wäre es ibm möglich ge-wesen, den katholischen Kantonen für die abgetretenen Landstrecken