Chamouny-Thal.
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noch besuchten seitdem so wenige Reisende Cha-mouny, dafs noch im J. 1760 kein ordentlichesWirthshaus errichtet war. Die malerische Beschrei-bung der Gletscher dieses Thaies von H. Bourrit *)im J. 1773 , und wenige Jahre später die Alpen-reisen des H. von Saussure in diese Gegend machtenzuerst die allgemeine Aufmerksamkeit rege, undseitdem wurde der Zuflufs der Reisenden so grofs,dafs man von 1780- 1792 in den wenigen Sommer-Monathen des Jahres 8- 1200 Fremde zählte.
In dem Dorfe oder der Prieurd de Chamounysind drey städtische, gleich gute Wirihshäuser.
Merkwürdigkeiten. Es liegt 2040 F. über 1den Genfer-See , uud 3174 F. übers Meer. DerWinter dauert von Qctober bis May, wo der Schnee3F. bey la Tour aber tzF. tief liegt. Im Sommersteht um Mittagszeit das Thermometer zwischen14 und 17 0 , sehr selten 20°; des Morgens aberimmer auf 9 0 , also sehr frisch. Mitten in denheifsen Monathen so kühle Tage, dafs man ohneFeuer nicht aushält. — Das Thal ist nur Wiesen-und Alpenland. — Es wird ein überaus delikater,ganz weisser, aromatischer Honig gewonnen. —Gemsen und Steinböcke auf den Gebirgen. — DenEintritt ins Chamouay-Thal von Genf her, s. manunter den Artik. Servoz. Die von dieser Seitekommenden Reisenden werden hinter Ouches beyder Kapelle von Moncuart von einer M#nge Füh-rern mit ihren Dienstanerbietungen bedrängt. Istes noch nicht spät, so kann man sogleich von hierauf den Gletscher Bossons steigen, wozu man hin,
*) Description des Glaciires de la Savqye, par Bo urrit ,
8. Geneve 1773.