Band 
Zweyter Theil.
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Ckamouhy-Thal.

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geringen Höhe ganz eben; hier besteigt man dieseungeheure, von dem Montblanc selbst herabkom-mende Eifsmasse, geht qtieer über sie hin, undsteigt auf der Ostseite wieder herab, wo häuser-grofse Granitblöcke liegen, welche so wie diezahllosen Steintrümmer, die den Fufs des Glet-schers als ein Hügel umgeben *), von den Höhendes Montblanc durch den Gletscher herabgeführtworden sind.

2) Der Gletscher des Bois, x Sr. von demDorfe Chamouny nach Osten, langst des Arveiron,ein angenehmer Weg im ebnen Tbale. Ein schö-ner Lerchenwald verhindert alle Aussicht; destoüberraschender der Anblick des Gletschers, derwie vom Himmel herab in tausend Pyramiden zer-brochen über eine Granitwand am Fufse des kegel-förmigen Dru, und zwischen Wäldern des Mou-tenvert und Bochard herabsteigt. Das Ganzebildet ein Naturschauspiel der bewundernswürdig-sten Art. Allerdings aber ist ein heller Himmeldazu erforderlich. Bey Wolkenzügen mit vielemWinde, wo der riesenmäfsige Dru bald verschwin-det, und bald wieder zum Theil oder ganz er-scheint, oder wann leichte durchsichtige Nebelum ihn spielen, geniefst der erstaunte Beobachterganz neue und sonderbare Ansichten. Vom Randedes Waldes steigt man nun über einen 100. F. hohenHügel von Granitblöcken und Sand; und auf ein-mal erblickt man das Ende des Gletschers und dasprächtige Eisgewölbe, aus welchem der Arveiroip

*) Diese Steintrümmerhügel, welche jeder Gletscher vor

sich herstöfst, werden Band ecken , Gletschern-alle ,

(Morene, Moraine ) genannt.