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VI. Christi anisierung und Glaubens w andlungen;humanes Wesen und bürgerlich-industriellesTreiben.
Wiewohl tapfer und kriegerisch, waren die Burgundionen,Sicht unähnlich den Gothen, von Hause aus weniger wild undbildungsfähiger, als die Alamannen, Franken und andere Ger-manen 1 , vermuthlich weil bei ihnen, den ehemaligen Nachbarnhßr Gothen, die zu diesen, nach Jordanis, schon früh von^hden her gebrachten Culturanfange 2 nicht ohne Rückwirkunggeblieben waren 3 .
Die daherige Bildungsfähigkeit in Verbindung mit derv °rbemerkten hierarchischen Institution und der Hinneigungdes Volkes zu den Römern begünstigte seine baldige Bekeh-run g zum Christenthum. 4 Dagegen hat die Eingangs be-s Prochene, von Ammianus Marcellinus 5 erwähnte Märe kaume »ien Einfluss auf die Bekehrung ausgeübt 6 . Zeitpunet undgenauere Umstände der Christianisierung des Volkes sindmit der Frage über seine erste Niederlassung in Gallien derge-s talt verflochten, dass wir dieselben nicht hier, sondern anher betreffenden Stelle, nach 413, erörtern. 7 Betreffend die
1) JvMüller I. 73: Die Burgundionen, vor andern ein . . zu allem ge-Sc hiektes_Volk.
2 ) Dieselben werden von Pallmann I. 7 ff. übersehen.
*) 0. Henne I. 33 wähnt: desswegen weil sie unmittelbar aus Scan-Wien-gekommen seien, das schon eine ziemlich bedeutende Cultur be-^ s sen habe, und weil sie die Entwicklung dieser Cultur nicht wie diean >annen und andere deutsche Völker in den Wäldern Germanien« ver-P_ aBs t (sic) hätten! Besser Daguet S. 32: les Burgundes . . un peu moinsIv ilis6s qu’eux (les Goths).
10 ^ •GMüller I. 120, Rettberg I. 255 und Schmitt I. 136. Troya, I, 3.
Ch ' ln ^ er Leichtigkeit, mit welcher die Burgundionen sich zum
ri stenthum wandten, eines der Merkmale der gothischen oder gothischgewordenen Völker, zu welchen letztem er die Burgundionen zählt.
5 ) XXVIII, 5.
6) Biesen Einfluss nehmen an: Pagi a. 413, XIII, und Derichsweiler
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j -Noch unzulässiger ist die Vermuthung Wurstembergers I. 216 N.^ ’ ^ le -Aussicht auf Zerstörung sinistischer Mitherrschaft und auf Grün-
^ndinischer Alleingewalt und Erbherrschaft sei ein Beweggrund zurBa hme des Christenthums gewesen.
7 ) S.Hauptunters. I. Abschn. VI. Cap.