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Wandlungen des christlichen Glaubens, bemerken wir hierüberFolgendes 1 .
Es ist historischer Unkunde, wenn nicht dem Religions-hass , zuzuschreiben, dass Gregor von Tours 2 die Burgun-dionen in einem Zeiträume, wo sie noch catholisch waren,nemlich zwischen 443 und 457, schlechtweg als Arianer be-zeichnet, wie wenn sie solche schon damals und seit ihrerChristianisierung gewesen wären. Fränkische Chronisten 3 undselbst viele Feuere haben diesen von Anderen 1 gerügten Irrthu®wiederholt. 5 Man hat sogar behauptet, die Burgundionenseien schon vor ihrer Ankunft in Gallien Arianer gewesen 6 ’Fach dem Zeugniss des Orosius, eines Zeitgenossen der erstenFiederlassung der Burgundionen in Gallien, nahmen diesesehr bald nach ihrer Uebersiedelung, die im J. 413 stattfand,das Christenthum und zwar nach dem catholischen Bekennt-nisse an 7 , wogegen die Franken noch bei 80 Jahre, die Ala-'
1) Im Allgemeinen geben das Richtige Troya I, 3. 10021. 1231. 1301,Rettberg I. 255 f., Wurstemberger I. 241 f. 243, in Kürze auch M. YVirtbI, 531.
2) HFr. II, 9.
3) Gesta Fr. c. 5, Fredegar HFr. epit. c. 9, Ado von Vienne a. 379 ff-u. A.; ebenso der Verfasser der Vita S. Sigismundi e. 4, nach der ächtenFassung.
4) Von Valesius Rfr. III. 138 und Pagi a. 413, XIV; von Gollut II, 6col. 102 und Rröeker S. 3G nicht ohne andere Irrthümer.
5) So JvMüller I. 102, Rühs II. 65. 111, Tillier 1. 5, Ampere II-107, Daguet S. 32. 33, Gelpke I. 34, M. Wirth I. 155 (im Widerspruchmit 1.531), Krieg v. Hochfelden S. 153, Forel S. XXX (lässt eben so irrigdie Burgundionen bald nachher zum Catholieismus übertreten), Secreta»S. 9 und Binding I. 40 f., der X. 160 Tiro Prosper a. 451 (?) herbeizieW-
6) Pdtigny II. 47—51, der die Angabe Proeops BV. I, 2 über <^ cnArianismus der Vandalen missbraucht. Nach Petigny II. 574 hätten <ü eBurgundionen schon um 350 das Christenthum unter arianiseber Fora 1angenommen.
7) Orosius VII, 32: Christiani omnes modo facti, catholicanostrisque clericis quibus obedirent reeeptis — und VII, 41, wo unter <l enBarbaren, welche der Kirche Christi, d. h. der catholischen Kirche g e 'Wonnen werden, die Burgundionen genannt sind; vgl. HLFr. I. 26 , Masco' 1I. 381, Schöpfiin S. 212, Gibbon cap. 37, Troya I, 3. 1002, Zeu sSS. 468 f., FHMüller 1,340, Wietersheim IV. 262, Derichsweiler S. 23Andere, die Binding 1,41 N. 161 citiert. Gegen diesen, der das Zeugniss