Band 
Erster Band.
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113
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'bannen in ihrer Mehrheit noch weit länger den vaterlän-dischen Göttern treu blieben 1 . Um 430 Hessen sich auch dieostrheinischen Burgundionen auf den catholisch - christlichenGlauben taufen 2 . Diesen verliessen die in Gallien angesie-dellen nicht so bald, wie Einige 3 meinen; vielmehr bliebenSle rechtgläubig bis in die zweite Hälfte des fünften Jahrhunderts,Wle es sich gleich zeigen wird. Ein weiterer Irrthum ist es,Wenn man die Burgundionen zu verfolgungssüchtigen Arianern'"acht 4 . \Yi r werden weiterhin gerade das Gegentheil hievon

des Orosius nicht -will gelten lassen, argumentiert richtig Brücker S. 35.^Urstemberger B 202 vermuthet, die Burgundionen seien das erste untera Hen barbarischen und nordischen Wandervölkern gewesen, das die Lehredes Evangeliums angenommen habe. Hierbei wird übersehen, dass dasCh ristenthum nach catholischem Bekenntnisse bei den Gothen z. Tbl. Ein-garig gefunden hatte, bevor dieselben zur Zeit des Ulfilas, um 360, denMianismus annahmon; vgl. Troya I, 3. 1003. II, 2 Append. S. 81. Dassle Bibelübersetzung des Ulfilas hei den Burgundionen in Gebrauch ge-nuinen sei, vermuthet irrig Troya I, 3. 1284f.; Derichsweiler S. 115stellt die Sache als gewiss hin. Gaullieur S. 40 wähnt sogar, Ulfilasv 388) habe die Bibel für die Burgundionen in’s Gothische übersetzt.( Ggen Troya ist zu erinnern , dass die Bibelübersetzung des Ulfilas für dief.! lan ' sc h en Gothen bestimmt war. Wollte man aber Troyas Vermuthungr ( be spätere Zeit gelten lassen, in welcher die Burgundionen Arianer'jurden, so ist zu bemerken, dass die Bibelübersetzung des Ulfilas kaumeinzige gothische, das Gothische keineswegs die bei allen arianischenrtna aen herrschende Kirchensprache gewesen ist, und dass die Burgun-onen die Bibel wahrscheinlich in ihren Stammesdialect übertragen haben.SÜ Brücker S. 53ff. 67 N.** Ueber Ulfilas s. Wietersheim IV. 15. 107ff. 113.

') Derichsweil. S. 23 „noch fast ein Jahrhundert“ von den Franken""genau, von den Alamannen unrichtig.

2 ) Socrat. HE. VII, 30 = Cassiodor. IIE. XII, 4, Nicephor. HE.XIV, 40.^' 'Glien S. 433. 662 ff. missbraucht diese Stellen, um zu beweisen, die^ Ur gundionen seien nie Arianer gewesen. Dagegen lässt P. Sigismondüb 9 /' zuerst die von Cassiodor a. 0. erwähnten Burgundionen, die er( j *S ei is nach Gallien versetzt, catholisch werden, und zwar um 400;I Urc ^ ar ianische Priester, welche Valens (?) zu den Burgundionen gesandt

/'e, sei jedoch (wähnt er S. 13 mit dem Chronisten Jac. von Bergamo) eineil der Nation mit dem Könige Gundioch (Gundicar) arianisch geworden,“-Wohl letzterer nachgehends sich zum Catholicismus bekehrt habe.

3 ) Dubos I, 15 T. I. 221, Fauriel I. 572 und Thierry TER. S. 460 N. 1.

4 ) Petigny II. 398: l’hörösie fanatique et persöcutrice des Wisigoths^ des Bourguignons, im Widerspruche mit II. 50 N. Les Bourguignons . .

Grent jamais persdcuteurs comme les Goths et les Vandales; ThierryJahn, Geschichte <1. Burgtmdionen. 8