Band 
Erster Band.
Seite
117
JPEG-Download
 

117

gothen * 1 . Der Arianismus musste allerdings den alten poly-theistischen An Behauungen der Germanen Zusagen 2 , ebensoihrem religiösen Bedürfnisse, da der arianisclie Gottesdienstm deutscher Zunge, nemlich in den Dialecten des einzelnenStämme, gehalten wurde 3 . Auch entsagten die Burgundionen

1) Passio S. Sigismundi c. 4: quamvis ipso Gundebadus [rex] omnis-( l ue gens Burgundionum [tune temporis] gothicae legis videbantur esse° u Üores, ivo lex gothica die von den Gothen befolgte arianisclie Glaubcns-"orni, nicht Paganismus, wie P. Sigismund S. 21 wähnt. Hensehen88 N. 4 glaubt, cs sei mit dem Arianismus- der Westgothen auch derenl’botinianismus und llonosianismus gemeint; er citiert hiefür seine Be-merkungen zur Vita S. Aviti 5. Febr. num. 20. Bonosianismus ist aber nur1111 späterer Name für Photinianismus, dieser ein solcher für Arianismusoben); es genügt also, diesen unter der lex gothica zu verstehen.^ gl. HLFr. III. 402 und Belloguet S. 43 f. Nach dem Sprachgebrauclie'‘W Vulgata alten Testaments bezeichnet lex bei Späteren die Glaubensnorm,

l j ei Avitus Ep. I S. 1 , Ep. 6 S. 42, Ep. 40 S. 93 catholica lex, Ep. 6 S. 47,kl’- 23 S. 07, Ep. 41, S. 95 lex nostra, Ep. 6 S. 43, Ep. 35 S. 85 lex aliena,■kp- 20 S. 63 leges . . Judaiea . . et nostra, und in der Collatio, w-o lexin der hievor citierten Stelle s. v. a. Catholicismus. Aimoin GFr.I, 20kehrt das Verhältniss des Religionseinflusses der Westgothen auf die Bur-Sundionen unverständig um: Gothi Arianae haereseos, secuti Burgundiones,C| ant. Vgl. Valcs. Bfr. III. 138, Fauriel I. 572, Bettbeig I. 255, Derichsweil.S. 55 (gegen welchen Secretan S. 78 Unstichhaltiges vorbringt), Bröcker S. 13Un d Andere, die Binding I. 40f. N. 161 citiert. Nach Troya I, 3.1003. II, 2 .820 f. wäre der Ucbertritt der Burgundionen zum Arianismus der denDothen und den gothisierenden Völkern, zu welchen er die Burguudionen*älilt, eigen gewesenen Hinneigung zu jener Secte überhaupt zuzuschreiben,‘-“hmitt I. 136 f. lässt den arianischen Beligionseinfluss der Westgothen aufle ® ur gundionen schon in der Sapaudia (nach 443), wegen dortiger Naeli-arschaft, beginnen (so auch IILFr. II, 26'; Schöpflin mit Bezug auf Greg. Tur.* r - II, 9 ) ml d durch die Königswahl Gundeuchs, der nach Greg,ur. HFr. II, 28 vom w'estgothisclien Könige Athanaricli abgestammt sei,estigt werden. Jene vermeintliche Nachbarschaft war aber keine, da^ on 443 — 457 römisches Gebiet zwischen dem westgothischen und Sapaudienf ’ und Gundeuch gehörte zum burgundionischen Königsgeschlechte, wieSei aes Orts gezeigt wird. Noch "früher, um 430, setzt Bröcker S. 36 N.*• 87 denUebergang der Burgundionen vom Catholicismus zum Arianismus.le l zu spät, erst um 496, lässt Duvernoy zu Gollut col. 1773 Gundobad" n d s ®in Volk zum Arianismus übertreten. Nach Bornhak S. 221 N. 1''aren nur die Könige der Burgundionen und ihr Adel in die arianischeTlehre gerathen.

2 ) Gelpke I. 384 und Bröcker S. 11. 13.

3 ) Derichsweiler S. 55. 115 und Bröcker S. 45. 66 f.