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Erster Band.
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dem Arianismus nicht so bald 1 , sondern erst unter Sigismund,Giundobads Sohn und Nachfolger (516), nicht volle zwei De-cennien vor dem Ende ihrer nationalen Selbstständigkeit (534).Avitus, Bischof von Vienne, suchte zwar den König Gundobadtheils durch Privatgespräche, theils durch Zuschriften zu be-kehren 2 ; zum gleichen Zwecke leitete er (im J. 499) dasLyoner Keligionsgespräch zwischen catholischen und alba-nischen Geistlichen 3 und widmete der Bekämpfung der Arianerganze Bücher 4 . Gundobad blieb aber dennoch bis an seinEnde Arianer, wiewohl er gegen den Catholicismus, selbst inseiner Familie, aus humanen und politischen Gründen unge-mein duldsam war (s. unten), so dass die catholische Geist-lichkeit sich einredete, er sei innerlich bekehrt und nur dieFurcht vor seinem Volke halte ihn ab, dies öffentlich zu be-kennen 5 . Was Gundobad angeblich aus jenem Grunde unter-

1) Wie Lazius XL 608 wähnt.

2) Avitus Epist. 1. 19. 20. 21, Gregor. Tur. HFr. II, 34, Agobard Adv.leg. Gundobadi c. 13, Ge imaginib. c. 9 und Ado von Vienne a. 492—519;vgl. Sirmoud zu Avitus Not. S. 21 und Baluz. Not. ad Agobard. S. 52.

3) Collatio episcoporum praesortim Aviti Viennensis episeopi coraiurege Gundobado contra Arianos bei d’Achery Spieileg. V. 110 ff., SirmoudOpp. II. 221 — 226 und Anderen, welche Pardessus I, 2. 41 citiert, auszugs-weise bei Ruinart Gregorii Tur. Opp. S. 1322—1326 und Bouquet IV. 99—102.Vgl. Avitus Ep. 21, wo die collocutio regalis, in welcher Avitus vor demKönige arianische Priester bekämpft, ebenjene Collatio, was SirmondNot. 21entgeht (die Collatio wurde erst später herausgegeben) und von BaluzeNot. ad Agobard S. 52 irrig widersprochen wird; s. dagegen Pdtigny II. 468.u. Binding I. 145 N. 101. 150 N. 518. 294 f.

4) Fragmente in Opp. ed. Sirmond S. 169 f. 171 f. 173 f. 175 f. lG-180 ff 186 ff. 191 f. 193 f. 199 ff 207 f.; vgl. Sirmond Not. S. 23. Einesdieser Bücher war in F'orm eines Schreibens an Gundobad gerichtet; davonFragmente bei Baluz. Miseeil. I. 361 f. (fragmenta libri de divinitate spirit uSsancti); eine Stelle in denselben S. 362 bezieht sich auf die nuper babitncollocutio, neml. 'auf die sog. collatio episcoporum S. 115, wie Baluz 6nachweist.

5) Avitus Epist. I. S. 6. mahnt Gundobad, die perfectio (Taufe) nichtzu verschieben und unterscheidet hinsichtlich seines Glaubens zwischencoufessio und professio; danach der von Sirmond zu Avitus a. O.

S. 3. verglichene Gregor. Tur. lIFr. II, 34 (= Hugo Flavin. Chron. Verdun-bei Labbeus II. 86); 'Agobard Adversus leg. Gundobadi c. 6 (Gundobadus)boino haereticus, c. 13 Qui (Avitus), ipso Gundobado in sua perfi^ 1 ®