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Erster Band.
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muthe oingegebener schlechter Witz, wenn Sidonius, seiner-Seits mit Bezug auf die Burgundionen, einem Freunde schreibt,derselbe meide die Barbaren, weil sie für böse gelten; er8 ^st, auch wenn sie gut seien 1 . Mit mehr Recht bemerktSidonius, zunächst im Vergleiche mit den Burgundionen, vond e n harten und grausamen römischen Beamten: „Diese . .s md es, deren Druck Gallien unter den gnädigeren B a r -^ären längst beseufzt 2 .“ Auch schildert er das gemüthliche^esen, welches die als ständige Schutztruppen in LyonAgenden Burgundionen gegenüber ihren Quartiergebernz ®igten 3 . Trat nach dem Untergange des römischen Westreicheseine Verschlimmerung der Lage der Römer in Bezug auf die■kundtheilung ein, so wurde doch später durch den König^indobad die diesfällige Beeinträchtigung wieder gut gemacht.

Wenn noch im Nibelungenliede die Könige in Burgunden,Günther und seine Brüder, wegen ihrer mit Tapferkeit ge-paarten Herrschermilde gepriesen werden 4 , so ist letztereEigenschaft, soweit sie sich durch Freigebigkeit offenbart,schon in dem geschichtlich verbürgten Namen ihres Vaters,e bica (Gibica), der Freigebige 5 , ausgedrückt, und selbst^ er mythische Name Dankrät, welchen derselbe im Nibelungen-

1) Epist. VII, 14; vgl. Löbell S. 103, Derichsweil. S. 113 und Pall-Hann 1. 199 . Aehnlich äussext sieb später Avitus Ep. 85: sumens de raatrisSa Pientia quod libenter barbaros fugit.

2) Epist. V, 7. Hi . . sunt, quos se iam dudum perpeti intex c 1 e -E e utiores Barbaros Gallia gemit; vgl. Bocbat IE. 177 Not. und

to ya I, 3. 1294 f. I, 4. 573. Belloguet S. 30 N. 1 verkennt die Bedeutung

eser Stelle, indem er sie als Zeugniss für die Humanität der Burgun-

nen verwirft; es ist bei Sidonius keineswegs bloss die Bede von röroi-sc hen Delatoren, wie er meint.

Lau]

3 ) Carm. XII. 5. 6.

16-

19; vgl. Aug. Thierry LHFr. VI. 69 f. und

Y. 95. Derichsweiler S. 107. 181 N. 33 missbraucht Sidon. Carm.„ ' ^ —15, indem er diese Stelle mit einer andern des Sidonius Ep. V, 5

‘ h combiniert. Ueber die historisch-locale Beziehung jenes Gedichts s.a uptunters. I, 10 .

H I. 33. Die herren waren milte.

^ ,°) TB. Tit. 3 § 1; vgl. Pfahler S. 696, Müllenhoff in Haupts ZS. X. 166,Cl ichsweiler S. 147, Secretan S. 156 und besonders Wackernagel S. 3G7

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