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hiernach bei einem andern Bargundionenkönige noch auffälligerVor - Von ebendemselben Könige Ohilperich meldet Gregorv °n Tours einen Act königlicher Mildthätigkeit gegen diefrommen Anachoreten von Condatiscone (St. Claude) 1 . Ebensolobt er die rechtgläubige und gottesfurchtige Gemahlin desKönigs Gundobad, weil sie Kriegsbeute an kostbaren Kirchen-gefässen, von welcher nur ein Theil, nemlich ein Krug,J e oem angeboten worden (eine silberne Schüssel hatten dieKlii.nd.erer unter sich zerlegt), ausfindig gemacht und demberaubten Heiligthume das Ganze mit Hinzufügung reicherbeschenke restituiert habe, indem sie hieffir ihren frommenKinfluss auf den König geltend machte 2 . Die Mitwirkungdieser Königin bei der Regierung, sowie ihr Bestreben, Schul-digen Gnade zuzuwenden, wird in der auf sic gedichtetenlateinischen Grabschrift herv or geh oben s .
An Gundobad selbst wird, obschon er als Gesetzgeberß nd im Hingänge strenge Gerechtigkeit zeigte 4 , die Nachgie-bigkeit gegen Flehende gerühmt 5 , wie auch die Mässigunglln d Milde, vermöge welcher er, als Patricias und Inhaber
den Nordvölkorn und will ihre höhere Stellung lediglich dem Christcn-mo und dem Marienculto verdankt wissen, während letzterer ohne jener ädisp 0 sition nie Wurzel gefasst hätte,j ^ Vt. Patr. I, 5. Den als Patrieius bezeichneten König Chilpericlidie Vita S. Lupicini c. 3 übereinstimmend mit Sidonius a. 0. als• • praecipuao bonitatis, und sie erzählt, wie Lupicinus sich für^driiektos Volk mit Erfolg an den König gewandt habe. Schade nur,ass diese Vita, wie seines Orts gezeigt wird, unächt und jenes Lob ausldon Gs entlehnt ist,
2) Mir. Mart. ZI, 8. Leber die Identität der von Gregor belobten eatho-ej i Gemahlin Gundobads mit der Caretene der hienach erwähntenyoner Grabschrift s. Ilauptunters. I. Abschn., 1. Cap. (Lyon), lieberbei Gregor, a. 0.: patenam et urceum, qui anax dicitur, in patriame e runt, vgl. Ducange v. Anax, 2, und Labarte I. 421 f.
'b Prinoipis excelsi euras partita mariti, | adiuncto rexit culininc con-> Und: Laxatura reos, regi quas saepe ferebat, | bas offerre precesune tibi, Christe, potent, in der Lyoner Grabschrift vom J. .706 auf Caretene161 Du Chesne SS. HKr. 1. 514.
4 ) LB. Const. I § 1 und Avit. Ep. 39; vgl. Binding I. 221.est ® nn °dins Vita B. Epiphanii, Opp. S. 405: domesticum tibi semperp ln dulg-erc supplicibus, ein Zug der edleren germanischen Matur; vgl.0 wponiua Mela III, 3 : mitesque supplicibus.