hafte Charakterschwäche, indem er bald zur Unduldsamkeitgegen die Arianer hinzuneigen schien \ bald gegen die catho-lische Geistlichkeit, wenn diese seiner Willkür entgegen trabVerfolgung eintreten liess 2 .
Von Gundobad als Gesetzgeber (genauer genommen, alsRechtsreformator) rühmt Gregor yon Tours 3 , er habe denBurgundionen mildere Gesetze gegeben, damit sie die Rönieüdas heisst die nach römischem Rechte und nach dem cath 6 'lischen Glauben lebenden gallo - römischen Provincialen, nichtunterdrückten 4 . Ist nun gleich die diesfallige Milderung d eILage der Gallo-Römer Folge einer politischen Rücksicht g e 'wesen, welche Gundobad Angesichts der fränkischen Erob e 'rangsgelüste und der fränkischen Sympathieen seiner catho'lischen Unterthanen leitete 5 : seine Gesetzgebung, im Grund edie Pracht einer weisen Gesetzreform, zeichnet sich vor ander e]!Leges Barbarorum dadurch vortheilhaft aus, dass sie di 0milde und unparteiische Behandlung der Römer begünstigt 6 t
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1) A vitus Ep. 6 warnt vor daherigen Schritten, welche gegen 0mansuetudo catholica, wie gegen politische Klugheit, streiten würd e11 'vgl. Derichsweil. S. 89 f., Secretan S. 89 f. und Binding I. 127 f.
2) Concil. Lugdun. hei Sirmond CAG. I. 202 — 204 u. A. (s- I 31dessus I, 2. 65 N. 1) und Vita S. Apollinaris hei Labheus I. 690 f.
3) Nach Daguet S. 39 ein Zeitgenosse!
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4) HFr.II, 33: Burgundionibus leges mitiores instituit, ne Bob 1,
XI.
opprimerent. Ueber Romani in ersterer Beziehung s. Valesius Bf r ^ j
275. 289. 391, Schurzfleisch V, 3 Not., die Noten zu Heineccius
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liken gilt auch hier Gregor. Tur. Gl. M. I, 25. Romanos enim vocit £
§ 60 S. 677 f. und Matile S. 20. Für Romani als Bezeichnung der -
(die Westgothen in Spanien) homines nostrae religionis; vgl.WBRR. S. 67. Ueber Romanus als Bezeichnung eines römischen
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cialen im Allgemeinen, auch in nachrömischer Zeit und im Gegensatz®den Barbaren, s. Spelmann S. 299. 360. 490, Ruinart zu Gregor-HFr. II. 18 S. 70 und Schöpflin S. 222 N. r. Speciell über RomaW 1 ^ ^der Bedeutung von Gallus s. Mabillon AA. SS. 0. Ben. I. 165 N. b, 2Ü r5) Fauriel II. 46 f. und Hube S. 24 f.; Wurstemberger I. 227 f-z. Thl. richtig. ^ ;,ji
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6) Ueber die Stellung der Provincialen unter den BurgundioB enAllgemeinen vgl. Türk II. 46 ff., wo jedoch fälschlich von Sieg erl (Besiegten die Rede ist; richtig Wurstemberger I. 241, wo aber „rofflaw 3
und gallische Bevölkerung“ unpassender Ausdruck für „gallo -rom
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