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zum Ackerbaue zu pflanzen 1 , wodurch die Landescultur undder ökonomische Zustand der betreffenden Länder, im Gegen-sätze zur verderblichen römischen Latifundienwirthschaft, nurgewinnen konnten 2 3 . Schirmende Vorschriften werden sodannfür Feld- und Weinbau gegeben®; auch Ausrodungen, z. Thl-solche durch Feuer werden vorgesehen, zugleich aber weisebeschränkt 4 . Die Rodungen heissen exarta 5 6 , woher die vielenEssert, Essertines und Esserts in der französischen Schweiz®Ebendaselbst stammen die Colonge und Collonge von colonica 7 -Es ist daher irrig, wenn man die Burgundionen blos für Jägerund Hirten ansieht und die Landtheilung mit den Römerndanach bemisst 8 , oder w r enn man in der falschen Voraussetzung.
1) JvMüller I. 112 f. und Fauriell. 524 f. — Dubos VI, 13 T. IV. 333gibt den) Gesetze Tit. 14 irrig eine militärische Bedeutung.
2) Vergl. Troya 1,3. 1293. 1295 und Derichsweiler S. 39 f. 41. 106 f-und was Pallmann II. 325 f. über die wohlthätigen Folgen der germanischenLandtheilung in Italien für die dortigen Agriculturzustände bemerkt. Eswar also die germanische Einwanderung schon in dieser nationalöconomischenBeziehung eine Wolilthat für die betreffenden Länder, was Guerard Polypt-d’Irm. I. 200 und Littrd Etudes sur les barbares S. 200 ff. gänzlich über-sehen. Andere w'ohlthätige Folgen S. 61 ST. 1 u. S. 103 f.
3) Tit. 23, T. 27 und T. 55 u. s. w.; vgl. JvMüller I. 113 und MatikS. 45 f. Speciell den Weinbau betreffende Verordnungen, z. Thl. von Sigis-mund, s. Tit. 89 § 1 = Add. 1. Tit. 2 § 1, dazu Bluhme S. 570 N. 98; Tit-103 = Add. I. Tit. 16 ; Tit. 106 = Add. I. T. 20 und Bluhme S. 574 N. 18 ;vgl. Daguet S. 37, Wurstemberger I. 252 f. und Derichsweiler S. 107.
4) Tit. 13 und Tit. 54 § 2; vgl. Derichsweiler S. 107; speciell überdie Anwendung von Feuer zum Ausroden Tit. 41 § 1, dazu CanciamIV. 24 N. 2.
5) Tit. 13, wonach in einem zwischen einem Börner und einem Bur-gundionen gemeinsamen Walde durch Bodung Sonderungen entstehen,Tit 41 § 1, Tit. 54 § 2 und T. 67; vgl. Spelmann v. Essartum u. s. w. S. 202,der das Wort vom lateinischen exertum richtig ableitet. Ueber das vonexartum abgeleitete exartare, ausroden, s. Barkow zur LBB. S. 151.
6) JvMüller I. 113 N. 47. Essert im Freiburgischen das durch Aus-rodung gewonnene Gemeindeland; s. Grangier Glossaire Fribourg. S. 83,der im Suppl. S. 54 das proveinjalische eissart, terre ddfvichde, vergleicht.
7) Tit. 38 § 7, T. 67, gleichbedeutend mit colonia, eine villa mWLand für einen colonus; vgl. Buinart zu Greg. Tur. Opp. S. 860.
8) So irren Montesquieu 30, 8. 9, Gibbon e. 38, Gingins S. 203,Daguet S. 32 und Scoreta n S. 103. 106. 146; s. dagegen JvMüller I, H 2 ’Aug. Demesmay Traditions popul. de Franche-Comte, Besam;. 1838, S. 355 1-