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Erster Band.
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suchte 1 . Dieses Alles erwarb Sigismund den Namen einesHeiligen und liess sein tragisches Ende als das eines Märtyrerserscheinen 2 3 . In der ersten fränkischen Zeit Burgundiensgeschah es, dass Ansemund, ein burgundionischer Grosser(S. 156 N.) und seine Gemahlin Ansleubana ihrer Tochter Remila,beigenannt Eugenia, die Stiftung eines dem h. Andreas ge-weihten Nonnenklosters durch Schenkungen, mit Wissen derCurie von Vienne, ermöglichten 8 .

Wie sodann Wissenschaft und literarische Bildung inden ehemaligen Ländern des Westreiches wesentlich theolo-gischer Art wurden, so geschah dies auch in Gallien, ein-schliesslich Burgundiens, und hier selbst am burgundionischenKönigshofe: schon dem arianischen Gundobad gefielen theolo-gische, theils dogmatische, theils exegetische Fragen undErörterungen besonders wohl 4 * * * ; vollends theologisch dachtesein Sohn Sigismund, der durch den Bischof Avitus eine

1) Marius a. 523, Gregor. Tur. HFr. III, 6 und Vita S. Sigismundic - 8 und 9.

2) Secretan S. 93.

3) Schenkungsbrief bei Pardessus I, 2. 107 f.; die Urkunde, datiert

anno VIIII regnante domno Lothario, wird von Mabillon De re dipl.

Vh 463 und Brequigny I. 21 dem J. 520, von Pardessus I, 1. 24. 194 f.27 4 und a. 0. dem J. 543 zugewiesen. In der gleichen Urkunde erscheintEubona, die Schwester des Donators, als Aebtissin eines dem gleichenHeiligen geweihten Klosters, das der h. Leonianus geleitet hatte und inWelchem Remila lebte. Der Genannte, ein geborner Pannonier, war alsEarbarensclave nach Gallien gekommen, ward dort frei und förderte alsstrenger Anachoret zu Autun und Vienne das Klosterleben (Sirmond zuA ''itus Not. S. 49 f., Lecointe a. 534, X, Mabillon AA. SS. 0. Bened. I. 577'wd Pardessus I, 2. 107 N. 5). Nach Lecointe a. 558, V, der sich aufAdo stutzt, hätte Remila das beabsichtigte Kloster erst im J. 558 ge-gründet ; ebenders. macht Remila (bei ihm Romila) zur Schwester desb- Leonianus. Aus der citierten Urkunde erhellt übrigens, dass Ansemundfrüher dem Kloster zu St. Peter, dessen Abt Leonianus war, Vergabungengemacht hatte.

4) Avitus Epist. 1. 2. 3. 19. 20. 21. 28 und die von Baluze zu Agobard

°Pp. II. 156 ff., sowie in Miscellan. I. 355 ff. edierte Zuschrift des Avitus

an Gundobad; vgl. Sirmond zu Avitus Ep. 19.20. 21 Not. S. 21, JvMüller

I 109, Troya II, 2. 923, Derichsweiler S. 66. 118. 170 N. 1 und Binding

fr 222. 290 ff. Dass Gundobad auch mit seinen arianischen Priesternfrfrgmatisehes discutierte, erhellt aus Avitus Ep. 1 S. 3.