181
au f der Hut sein zu müssen, kartete dies Geschlecht ab zu^erbrechen 1 .“ Kein Wunder daher, dass auch im burgun-dionischen Königshause Äehnliches geschah 2 . Es'gilt nament-lich von Gundobad die Bemerkung: „Die nahen Beziehungen zu^ en Trägern des römischen Purpurs in den letzten Zeiten desWestreichs haben auf die germanischen Königsgeschlechtern iehts weniger als günstig eingewirkt 3 .“ Man hat zwar ver-schiedene andere Erklärungen von den Gräueln der Barbaren-konige gegeben, wenn man nicht versuchte, sie einfach weg-z uläugnen 4 oder doch in Zweifel zu ziehen 5 . Einer erklärtSle ans der durch die Eroberung gesteigerten Wildheit derbetreffenden Kationen 6 , wie man die Unthaten der MerovingerAusfluss des fränkischen Yolkscharakters bezeichnet hat 7 .
babi
1) Löbell S. 24. Nachdem Valesius Ufr. VII. 395 Theoderichs (an-Seblichcn) Verrath an seinem Bruder Chlodomer, seine Mordabsiehten aufseinen Bruder Chlotar und seinen an dem Feldherrn Sigiwald verübten^ 0 . rd berührt hat, bemerkt er, wol auch mit Bezug auf Ereignisse seiner. 1 ' Quae facta minus mirabitur, qui animadverterit finitimis regibus rarose bene convenire, ac nescio quo fato fieri, ut reges plerumqueac propinquos, etiam privatos, nedum dignitate aequales, suspectosea »t et invisos.
8) Gregor. Tur. HFr. II, 28: Gundobad ermordet seinen Bruderllp un< l er tränkt dessen Gemahlin; Marius a. 500 und Gregor. Tur.
j, r 'bl j 32. 33 : Godegisel verräth seinen Bruder im Kampfe mit denranken, wird aber von diesem nachwärts überfallen und bei der Einnahme'nu* 4 ^° Une ersc blagen; Marius a. 522 und Greg. Tur. HFr. III, 5: Sigis-n lässt seinen unschuldigen Sohn aus Argwohn im Schlafe erdrosseln.
3 ) Gaupp S. 287.
, ^ Biesen Versuch macht Luden III. 100 im Betreff der Merovinger;' da gegen Türk IH. 121 f. und Löbell 2. Ausg. S. 341 ff.
b) Das Eine oder Andere geschieht von Neueren im Betreff Gundobads;
Über die
xin.
cause eelebre seiner Schuld oder Unschuld s.Hauptunters., I. Absohn.,
Cap.
®) Laurent V. 422 f.
V So Montesquieu 31, 8. Hettberg I. 884 schreibt die Verwilderung"er Franken wenigstens zum Theil der Eroberung zu; Leo I. 351. 378erklärt die Gräuel der Merovinger aus der Christianisierung, indem dieehemalige sittliche Grundlage der germanischen Welt, der Familienfriede" nd Die Heiligkeit des Blutes, ihre religiöse Bedeutung seit dem Religions-Achsel verloren habe, ohne dass christliche Empfindung sie schon ersetzte,7~ ein c Anschauung, gegen welche Laurent V. 423 mit Recht protestiert.a gnet S 33 u viel ; n di e bekannte Schilderung des fränkischen