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fortlebt 1 . Die römisch - biirgundiomsclieiv Grabschriften bestä-tigen das von der Schriftsprache Gesagte: je entfernter siev °n den Hauptsitzen römischer Bevölkerung und Cultur Vor-kommen, in desto verdorbenerm Latein sind sie abgefasst,Ull d je spätem Datums sie sind, desto grösser ist das Sprach-vorderbniss selbst der städtischen. Uebrigens trug auch derkieg der orthodoxen römischen Kirche über den Arianismusund seinen deutschen Gottesdienst dazu bei, die deutscheSprache zu unterdrücken 2 .
Anderseits sind Spuren davon vorhanden, dass Burgun-^fonon in abgelegeneren, der Cultur weniger zugänglichen^ egenden, wo die römische Bevölkerung dünner sein mochte,nationale Idiom beibehalten haben, so namentlich in einigen^heilen des Berner Oberlandes, wovon seines Ortes das Nähere.^°dann sind selbst in den romanischen Landen der West-Schweiz und im angrenzenden östlichen Theile Frankreichseine Menge Ortsnamen vorhanden, welche germanischen, daskeisst burgundionischen Ursprung verrathen, und aus denSeiten nach der burgundionischen Einwanderung herrührendbeweisen, dass das nationale Idiom diese weit überdauerte 3 .
1) JvMüller I. 92 X. 41, I. 93 X T . 49 und Fauriel I. 535. Es istSc hief, wenn Daguet S. 37 sagt, die Burgundionon hatten hach dem Bei-spiele Gundobads die ling'ua romana rustica angenommen, üeber dieselIh -Allgemeinen s. die Stellen der Alten bei Lazius CER. XII sect. 1Ca P- ®; speeiell im Betreff Galliens s. Sulpicius Severus Dial. II cap. 1^d vergl. dazu M. Freher bei Du Chesne SS. HFr. II. 385, Yalesiana
194 f. 220, die Noten zu Sulpic. Sev. a. 0. S. 529 f. Elzev., ganz be-°nders aber die trefflichen Erörterungen bei Ampere III. 473 ff. und Bern-r<l y 8. 336. 441 f. Letzterer schlägt jedoch das Moment des germa-l8 ehen Idioms zu gering an, ebenso Bröcker S. 3 s. dagegen Wacker-S. 333 f Das keltische Idiom in der gallischen lingua romana rusticalr| ! von Bornhak S. 334 ff. 339 ff. hervorgehoben. Ueber das heutigeleb ° 1S ^ ei ® our S°£ ne v Sl- Wollenberg in Herrigs Archiv f. d. Stud. derSpr. und Mignard Vocabulaire raisonne et compare du dialeete et durtffois de la province de Bourgogne, Dijon 1869; über die verschiedenen°is der französischen Schweiz vgl. Statistik der Schweiz von M. Wirthb 2 - 303 ff.
2 ) Derichsweiler S. 115.
j, Danach ist Söcretan S. 158 zu berichtigen, der, obschon obigesa °tum anführeud, dennoch annimmt, die Sprache der Burgundionen sei