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Der Umstand, dass die Patricier, welche im transuranischenBurg'undion herrschten, meist deutsche, die sonst angelührtendagegen meist römische Namen tragen * 1 ., sowie das urkundlicherweisliche, ziemlich späte Vorkommen germanischer Ge-schlechtsnamen zu beiden Seiten des Juras, im östlichen Frank-reich und in der romanischen Schweiz, lassen ihrerseits eben-falls auf längeren Portbestand des germanischen Idioms devBurgundionen in jenen Gegenden schliessen 2 , und beschränkendie Ansicht 3 , wonach die Burgundionen infolge ihres länger»Zusammenlebens mit den Romanen romanische Namen ange-nommen haben 4 . Die Forschung über burgundionische Orts-und Geschlechtsnamen ist freilich erst im Werden begriffen,wird aber zuverlässig eine bedeutende Summe burgundiow-scher Sprachreste zu Tage fördern 5 .
Selbst die Runenschrift, welcher die Burgundionen, gleichden übrigen Germanen, sich bedienten (S. 70 f.), und die beiden Franken noch zur Zeit des Venantius Fortunatus im Ge-brauche war 6 , muss bei ersteren wenigstens noch einige Zeit,wenn auch z. Thl. latinisiert, sich neben der römischen Schrifterhalten haben. Beweis davon ist nicht sowohl ein schon
in jenen Gegenden nur einige Zeit lang gesprochen worden und habe <1®romanischen Dialeeten bald Platz gemacht.
1) Derichsweiler S. 178 N. 51, nach JvMüller I. 141 Not.
2) JvMüller I. 93.
3) Von Eoth S. 100.
4) Im Einzelnen mag dies der Fall gewesen sein (Wackernagel S. 332 !•)>allein selbst unter den heutigen Geschlechtsnamen der romanischen Schweinkommen viele acht burgundionisehe vor; so ist z. B. der häufige 0°schlechtsname Vuilleumier nichts Anderes als der burgundionische Willim erel ’’Uber welchen Wackernagel S. 402 f. zu vergleichen. Dass der jurassischeGeschlechtsname Gobat aus dem burgundionischen Gundobadus verkürztsei, hat Bluhme zur Lex. Burg. S. 498 eingesehen.
5) Grimm S. 707 gibt den guten Wink : „Einer müsste aus den ältestenburgundischen Urkunden des 7. 8. 9. Jh., wo noch das Volk weniger mhFranken und Alamannen vermengt war, alle von den fränkischen nnalamannischen abweichenden Eigennamen sammeln.“
6) Venant. Fort. Opp. P. I L. VII c. 18. barbara f'raxincis pingatmruna tabellis, dazu Lucchi S. 231 und Le Blant I. Pref. S. CXLVI, ö erdie Anwendung runenartiger Buchstaben in fränkisch-römischen InschriftGalliens nachweist.