Slnc l dagegen in der Westscliweiz die eisernen, mit Silber-und Goldblättchen eingelegten Schnallen und Besehlägplatten.-The bronzenen tragen bei uns, wie in der Bourgogne undFranche-Conite, öfter christlich-symbolische Beliefbilder; auch auf den mitSilber eingelegten eisernen kommen mitunter christliche Embleme^ehen Bandverschlingungen vor, während letztere z. B. in der Nor-mandie das ausschliessliche Ornament der Schnallenbeschlägebilden 1 . Zum deutlichen Beweise, dass einheimische gallo-l0 mische Künstler wenigstens anfänglich die eingelegte ArbeitVerfertigt haben, zeigt übrigens diese bisweilen noch Remi-eiscenzen an gallo-römische Ornamentik 2 . Aehnlich wie mit den
1) Troyon im Nachtrag zur Descript. des tombeaux de Bel-Air, Gosse111 MDG. XI. 81 — 90, Bonstetten Rccueil d’antiq. suiss. S. 23. 43 ff. undSupplement I. 10. 20 f., Lindenschmit I. zu Heft VII, Taf. VII.
2) Troyon Bracelets und agraf. antiq. S. 28 ff. und unsere Ilist.-archäol.Abhandl. über unterital. -kelt. Gefässe, Bern 1846, S. 10 f. Ein gallo-rö-mischer Künstler, doch einer, der gegebenen Falls in antikem GeschmackeuAeitetc, war derjenige, welcher den von Avitus Ep. 78 nach genauer
Abreibung bestellten Siegelring in Gestalt eines Doppeldelphinchens® ,ls Eisen faqonnieren, mit eingesetzten feinen Steinen, sowie mit Electrum01 d- und Silbermischung) verzieren und mit dem gestochenen Namens-monogramm versehen sollte. Vgl. Bernd S. 417 (zu S. 308). Ueber das■■kommen silberner Kirchengefässe bei den Burgundionen vgl. S. 121 N. 2.s o weniger ist es thunlich, mit Labarte den allerdings höchst merk-würdigen, im J. 1845 bei Gourdon im Arrond. Chalon - sur - Saöne ge-buchten Goldfund, bestehend in einem kleinen Becher und einem Unter-sa tzteller und begleitet von 104 byzantinischen Goldmünzen (je 1 von Leo^57 i 474 und geno t 491, 76 von Anastasius f 578, 25 von Justinus. wegen des vermeinten gänzlichen Verfalls der Goldschmiedekunst
** Occident während des 5. und 6 . Jahrhunderts, einem byzantinischenuschmiede zuzuschreiben und nach dem Vorgänge Rossignols sogar als_ v °m Kaiser Justinus dem Könige Sigismund hei Verleihung des byzan-chen Patriciats gemachtes Geschenk zu betrachten, das hei der frän-do Cilen ^ nvaslon des Jahres 524 vergraben worden sei. Siehe Labarte I.^ 2 —499 (Rossignol S. 495 ff.) und Alb. I PI. XXX. Gallo-römischen‘ s Prung des Fundes von Gourdon nimmt dagegen Cochet, an, Tomb. deU- I S 114 Und in der That ist einerseits die durchbrochene Arbeiterhöhten Kusse des Tellers ganz in der Art derjenigen, die sich sowohlspaterer -römischer, als an römisch-burgundionischer Bronzearbeit vor-
findet;
anderseits erinnern die kleinen Disken, die an den oberen Rändern
cs -lellers in zwei Reihen, sowie zu je zwei auf dem die Mitte einneh-e ‘> lateinischen Kreuze angebracht sind, an gallo-römische Ornamentik.