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Erster Band.
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burgundiomschen Grabfunden in der Westschweiz verhält essich mit den in Savoien entdeckten * 1 . Bieten so die West-Schweiz und Savoien hinsichtlich der in den nachrömischenGräbern zu Tage tretenden Cultur wesentliche Verschiß'denheiten von Belgien, England und der Kormandie, so isfdagegen, wie die Sammlung von Baudot zeigt, die Bour-gogne ein Vereinigungspunct der Cultur dieser verschiedenenLänder gewesen 2 .

Vom höchsten kunsthistorischen Interesse sind nun aberdie bronzenen und die mit geschlagenen Silber- und Gold-blättchen eingelegten eisernen Beschlägplatten, welche, gleich-zeitig auftretend und oft nahe beisammen liegend, einerseitschristliche Symbole, anderseits germanische Ornamentik auf-weisen.

Auf Bronzebeschlägen figurieren ausdrücklich christ-liche Bildwerke in Belief: das aufgerichtete Kreuz und zwarin lateinischer Form mit dem kurzen Querbalken, wdewohl nfitbreiten Enden nach Art des im Uebrigen gleichschenklig 611griechischen oder byzantinischen Kreuzes 3 * * ; der segnendeChristus; Daniel in aufrechter Stellung zwischen den besauf-

Greife, deren Köpfe die Henkel des Goldbeebers so bilden, dass die Auge 11mit Granaten eingelegt sind, kommen übrigens, wie Labarte selbst bemerkt;in durchbrochen gegossenen Bronzeplaquen burgundionischer Schnallenöfter vor (s. unten).

1) Gosse in MDG. IX. 1 — 5.

2) Gosse in MDG. XI. 90.

3) Ein solches lateinisches Kreuz, nicht blos une croix pattde, ""WLabarte I. 494 sagt, ist auch auf dem goldenen Untersatzteller von Gourdnnangebracht (Labarte Alb. I PI. XXX); um so weniger ist mit Labartewegen der Kreuzesform an byzantinischen Ursprung der Goldarbeit

denken. Wenn übrigens das erwähnte Kreuz auf seiner Fläche mit Disken»

die zu je zwei gruppiert sind, verziert ist, so sind die Kreuze verschie

dener Bronzebeschläge sogar mit Discusansätzen an den Enden versehe 11und dadurch verunstaltet. Beides ist in Erinnerung an gallo - römisch 0

Ornamentik geschehen. Ein einfaches lateinisches Kreuz ist auf einer

der Kirche zu St. Peter in Genf ausgegrabenen irdenen Lampe so roh dar

gestellt, dass dieselbe füglich dem 5. oder selbst dem G. Jahrhundert •*

zugewiesen werden. Vgl. Kossi Des prem. mon ehret, de Geneve (GeneV 6 * * * *

1870) S. 3 N. 1 und PI. II, 5.