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Erster Band.
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ßandschlingwerk in feiner Metallarbeit wiederfindet: es istnamentlich als S eh wert Verzierung angewendet (S. 207); spätererscheint es auch auf calligraphische Miniaturmalerei über-getragen 1 . In besonders auffälliger Ausbildung erscheint dieangelsächsische calligraphische Miniaturmalerei in der irischen,^ le sich in wunderlich bunten Bandverschlingungen mit^rachen- und Schlangenköpfen gefällt und derartige Schrift-Schnörkel sogar zur Darstellung der menschlichen GestaltMissbraucht 2 . Je mehr dem heidnischen Norden die seinemGlauben entsprechenden Kunstgebilde Zusagen mussten, destostärker sehen wir endlich auch in Scandinavien das belebte^’andschlingwerk mit seinen Schlangen- und Drachenköpfen,jedoch natürlich ohne alle Zuthat christlicher Symbolik, inMetallarbeit hervortreten, anfänglich durch Einwirkung süd-licher Technik, später durch Fortbildung derselben. Metall-artefäcto mit schlangen- und drachenförmigen Verzierungen

1) Bernd S. 319.

2) Keller Bilder und Schriftzüge in den irischen MSS. in Zürch.•'ntiq. Mitth. vn. 68 ff. 73 f. u. Lübke Grundriss d. Kunstgesch. S. 250 f.

ist irrig, das nordisch-nationale Element, das sich in der irischenMiniaturmalerei zeigt, als ein zum ersten Male in der christlichen Kunstzur Geltung gebrachtes, später von der angelsächsischen Schule der Miniatur’^odiftciert angenommenes anzusehen, wie es von Waagen (bei Keller a. 0.

25) und Lübke a. 0. S. 250 f. geschieht; noch irriger wird die irischeOrnamentik von Keller a. 0. S. 74. 78 f. 97 als eine aus Aegypten zu denen gebrachte oder von ihnen erfundene, später auf den Continent ver-Pöanzte betrachtet. Stammt etwa die Ornamentik der Gürtelschnallen,'' e lche Keller a. 0. S. 74 mit der irischen richtig vergleicht, auch ausÄgypten oder ist sie von den Iren erfunden worden ? Siehe hiergegenMdenschmit II, 2. in Beilage II zu Taf. IV. Eben so wenig können wirUns mit den überschwänglichen Ansichten Sempers befreunden: ihm er-s °keint das an irischen Schmucksachen (Miniaturmalereien?), sowie anSca udinavischem Holzschnitzwerke fast in gleicher Weise hervortretendcse ksame Princip der Ornamentation in seinem Schlangengewirre gleichsam^ riv °klich und finster chaotisch (Textile Kunst S. 5); er mengt die Knotenes Hermesstabes, irisches, francosächsisches und scandinavisches Schlangen-b e Wirr UD( j <jj e ^ S pj s ,j er Aegypter; der heilige Fitz ist ihm das Chaos8t > das verwickelte üppige, sich selbst verschlingende Schlangengewirr,Welchem alle structiv thätigen ornamentalen Formen hervorgingen,U ’ mehr (a. 0. S. 82 ff.).