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Erster Band.
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liehen Burgen am Rhein aufbrechen und das von ihnen ver-wüstete Gallien unterjochen, gleichzeitig aber Gundioch zumKönige der Burgundionen erhoben werden lässt 1 .

Bevor wir in der Geschichte der Burgundionen weitergehen, ist hier noch die Ansicht zu berühren, welche denStreifzug, den die Alamannen im J. 374 nach Helvetien undOüeritalien (gen Mailand) machten 2 , als ein Yorrücken der-selben auffasst und hieran die Yermuthung knüpft, diesesVorrücken sei dadurch veranlasst worden, dass die Burgun-dionen schon damals an das rechte IJfer des Mittelrheinsv orgedrungen wären, an dessen linkem Ufer sie im J. 413um Worms sesshaft erscheinen 3 . Jenes vermeintliche Yor-vücken der Alamannen nach Helvetien war aber eben nur einStreifzug in dasselbe (wir werden Helvetien noch weit späterals römisches Gebiet finden), und mit jenem vermeintlichenVordringen der Burgundionen an das rechte Rheinufer streitet^ erschiedenes : einmal werden unter den Germanen am Rhein,*uit welchen Stilicho im J. 398 die alten Bünde erneuerte,zwar Alamannen und Sicambern (Franken), nicht aber Bur-gundionen genannt 4 ; sodann erscheinen die Burgundionen beimVölker sturme auf Gallien im J. 406-7 nicht in erster, sondern!u zweiter Linie 5 .

Eben so irrig ist die Behauptung, Gratianus (375—388)habe gegen die Vandalen oder die mit ihnen verwechseltenKurgundionen glücklich gestritten 6 . Diese Behauptung be-ru ht lediglich auf nachlässiger Benutzung einer Angabe beilordanis 7 , wonach jener Kaiser die Vandalen, welche in Gallien

1) P. Sigismond S. 6 führt dies, Hieronymus zugleich missbrauchend,dahin aus, dass die Burgundionen zur Zeit Valentinians (I), um 376, wieHieronymus sage, 80,000 Mann stark von ihren Burgen am Bhein auf-gebrochen seien und sich als Bebelien in der Schweiz und im Eisass fest-Basetzt hätten.

2) Ambros. Consol. de obitu Valent, c. 4 und 22; vgl. HuschbergS - 380 und Wietersheim IV. 171 f.

3 ) Wietersheim IV. 172.

Siehe Wietersheim selbst IV- 170 f. 526 ff.

S- bienach Cap. IV.

6 ) JVMiiller Werke I. 516.

hg. c. 2j.