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Erster Band.
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eingefallen -waren, durch Lebensmittel nnd Verträge zum Frie-den brachte. Aber selbst diese Angabe ist dahin zu berich-tigen, dass Alamannen statt der Vandalen zu setzen sind 1 .

III. Vermeintliche Theilnahme am Heerzuge desRadagais nach Italien, 404-5.

Als einen verfehlten Versuch der Burgundionen, Wohn-sitze in Italien zu gewinnen, könnte man es an sehen, -wenndieselben, wie ältere und neuere Historiker annehmen 2 , andem Heerzuge Theil genommen hätten, den Radagais 3 i®J. 404 nach Italien führte, der jedoch im J. 405, da Stilichovon hunnischen Hülfstruppen unter Uldin und von gothischenunter Sarus unterstützt wurde, auf den Entsatz des hart be-drängten Florenz (23. August) mit der Riederlage und Ge-fangennahme der auf den Höhen von Faesulae (Fiesoie) einge-schlossenen und ausgehungerten feindlichen Hauptmacht endigt e >worauf Radagais enthauptet und der Rest seines Heeres ®die Sclaverei verkauft oder den römischen Truppen einver-leibt wurde 4 . Schon im J. 401 waren gothische Völker

1) Closs zu Jordanis a. 0. S. 105. Die noch von Papencordt S- 3befolgte Angabe der Vulgärsehreibung wird schon von Valesius ßfr. III. I 01mit Hecht verworfen.

2) Mascou I. 347 f., Gibbon C. 30, Gagern II. 239 f. 246. 694 N, l 1 'Stalin I. 144,* Kortiim S. 465, Pfahler S. 55, Wietersheim IV. 209 ff. un< ^A. Henne S. 21.

3) Die Namensschreibungen lauten lateinisch: Radagaisus, Rhadagais uS >Radagaius, griechisch ‘ PoSoyaioog; s. unten. Pallmann I. 230 schreibtRatiger, gegen alle Quellen; s. Wietersheim IV. 540. Nach Mone II. 343 f-N. 170 wäre Radagais ein gothischer oder vandalischer Name und s. v.Rüdiger. Die Namensbestandtheile sind räd, Rath, und gais, Speer, dannHeld; s. Wackernagel S. 356. 369. Aeltere Scribenten, wie El. SchediuSDe düs germ. S. 720 ff., indentificieren Radagais als Radogast mit demwendischen, angeblich vandalischen Heros oder Gotte dieses Namens nndmachen den Vandalenkönig Corsioo (soll heissen Crocus, s. unt C. IV) zUseinem Sohne und Rächer. Wider jene vermeintliche Deifieierung desRadagais vgl. Mascou I. 347 und Gibbon Cap. 30 N. 67, der freilich m> teinem von Pallmann I. 250 gerügten Irrthume den Radagais von jenerGottheit den Namen entlehnen und von der Ostsee herkommen lässt.

4) Paulinus Vit. S. Ambrosii c. 50 (mit einer Wundergeschichte),Orosius VII, 37 (= Hist. Mise. XIII. 91. a. C. D. E. und Freculf II, 5, S)>