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Was nun aber jenen Heerzug vom J. 404 betrifft, s0bestund derselbe nicht aus Völkern, die in den Rhein- undMaingegenden wohnten, sondern aus gothischen Völkern vonjenseits der untern Donau * 1 , die wahrscheinlich dem fortge-setzten Andrange der Hunnen wichen 2 . Einzig Zosimus er-wähnt neben transdanubischen Völkern transrhenanische alsTheilnehmer am beabsichtigten Zuge 3 * * * * * und spricht unbestimmt
auf Radagais bezogen wird; blutiger Sieg, Orosius VII, 37; beidseitig mör-derische Schlacht, Prosper Aquit. a. 402 (= Herrn. Contr. a. 402) undContinuator Prosperi S. 5 unter dem falschen Datum 398; Niederlage derRömer, nach gothischem Berichte bei Cassiodorus a. 402 (= Marian. Scot-unter dem falschen Datum a. 405) und Jordanis RG. c. 30. Sieg beiVerona, Claudian. De VI. C.H. 202 ff. Vergl. Sigon. X. 370 ff. a. 402,Pagi a. 403, VI, VII, Pontacus Not. in Prosp. Chron. col. 772, RöslerS. 195 f., Troya I, 4. 394 f., Wietersheim IV. 204 ff. 207 f. 536 ff. undPallmann I. 237 ff. 240 f. 328. II. 498 ff. Gewöhnlich werden beide Er-eignisse in’s J. 403 gesetzt, so auch von Zumpt S. 192; wir folgen Troyaund den Mitgenannten, die das erstere dem J. 402, das letztere dem J-zuweisen. Hille S. 15 setzt die Schlacht bei Pollentia ebenfalls in’s X 402-
1) Wietersheim IV. 540 ff. widerspricht Pallmann, der die panno-nischen Ostgothen unter Radagais im J. 400 aufgebroehen glaubt (s. oben);doch gibt er IV. 542 zu, Radagais könne den in Pannonien zerstreutenOstgothen angehört haben, wenn er gleich nicht ein Volkskönig der Ost-gothen gewesen sei. FHMüller I. 335 vermuthet in den Völkern des Ra-dagais vornemlich gothische (?) Vandalen. Stalin I. 144 lässt Radagai 9aus Norddeutschland mit Zuzug von Vandalen, Sueven, Burgundionen,Gothen und anderen Völkern kommen.
2) Thierry HA. I. 44, der jedoch die Völker des Radagais nichtnäher bestimmt. Wietersheim IV. 209 ff. 239 stellt den Andrang derHunnen nur als mittelbare Ursache des Völkerzuges unter Radagais dar,weil er denselben von jenseits der Mitteldonau und vom innern Germanienausgegangen glaubt. Die chinesischen Annalen zur Erklärung der Völker-bewegungen vom Anfänge des 5. Jahrhunderts und so auch dieses Zug e9zu Hülfe zu nehmen, ist sehr misslich; vgl. die Bedenken Troy aSI, 3. 970.
3) Hist. V, 26; ihm folgen u. A. Bünau I. 503. a. und Wietersheim
IV. 212. Die Angabe der transrhenanischen Völker wird von Zöpfl Xund Gingins in MDR. XVIII App. S. 11 missbraucht: nach ersterem
kamen die Schaaren des Radagais aus den Rhein- und Maingegenden,
nach Gingins waren dieselben aus Vandalen, Sueven und anderen transrbe
nanischen Völkern zusammengesetzt und zogen aaraufwärts gen Avenches,
von wo die einen westlich längs dem Jura marschierten, die anderen, unter
Wegs Alles zerstörend, über die penninischen Alpen in Italien eindrangen (sic)'