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Erster Band.
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Weil nun einerseits die erste Niederlassung der Burgundionenin Gallien in das Jahr 413 lallt, anderseits Orosius seineHistorien in und mit dem Jahre 417 abgeschlossen hat 1 , s0muss die Bekehrung der Burgundionen zwischen 413 und 417,und zwar gleich nach 413 stattgefunden haben, da nachOrosius die wohlthätigen Folgen der Christianisierung beiihnen bereits zu Tage traten 2 . Uebrigens nahmen die Bur-

1) Marcellinus setzt ihre Abfassung in das Jahr 416; s. dawider Pag 1a. 417, XXIII. Zu den von Pagi für 417 geltend gemachten Gründen kommtder, dass Orosius am Schlüsse seines Werkes, VII, 32, die Kämpfe, welcheWallia (nach Idatius a. 416 —18 = Severus Sulpicius S. 450 zum 10. ll -11. Regierungsjahre des Honorius und Theodosius, d. h. a. 417 und 418)in Hispanien für Rom führte, als noch während bezeichnet. Siehe auchPallmann II. 235 N. 2. Valesius Rfr. III. 137 setzt den Abschluss derHistorien des Orosius in’s J. 418, und Garzon zu Idatius S. 161 suchtdieses Datum gegen Pagi zu beweisen.

2) Pagi a. 413, XIII. XIV, begnügt sich hinsichtlich der Bekehrungmit der Zeitbestimmung „vor 417,“ ebenso Türk II. 11; Troya I, 3. 1002-wenig vor 417; Gelpke I. 33, Schmitt I. 110. 136, Baquol - Schnitzler ITabl. 40, Bornhak S. 221 X. 1 und Bethmann GRC. I. 141 setzen dieBekehrung in’s J. 417, indem sie das Datum des Abschlusses der Historiendes Orosius zu demjenigen der Bekehrung machen. Baudot S. 8 glaubt,im J. 416 oder 417 sei die Mehrheit der Nation der Burgundionen, wennnicht die ganze, wie es Orosius melde, christlich gewesen. Es ist aberkein Grund vorhanden, das „ omnes “ bei Orosius zu bezweifeln, wiewohldie von Orosius nicht berücksichtigten ostrheinischen Burgundionen erslum 430 bekehrt wurden (s. unten). Vögelin-Eseher I. 10 lässt die R ur 'gundionen sich im J. 415 in Gallien niederlassen und gleichzeitig bekehrtwerden. Wietersheim IV. 262. 557 vermuthet, die Bekehrung sei schonvor 413, oder bald nachher, oder in jenem Jahre geschehen. Zu weit rück-wärts gehen JvMüller I. 87 und Giesebrecht I. 60: ersterer glaubt neinlm* 1die Bekehrung ihrer Aufnahme in Gallien im J. 413 unmittelbar vorausgegangen; nach letzterm waren die Burgundionen schon zum Christenthum eübergetreten, als ihnen Honorius Obergermanien abtrat. Noch weite 1verirrt sich Petigny II. 50 N.: er setzt die Uebersiedlung der Burgundione"nach Gallien und ihre angeblich gleichzeitige Bekehrung in’s J- 41®'Was soll man aber dazu sagen, dass Wurstemberger I. 189, obwohl mitBerufung auf Orosius, die Bekehrung zwischen die Jahre 366 und 31®hinaufrückt? Freilich setzen auch ältere Scribenten dieselbe in die Regie-rungszeit Gratians (375 — 388), und Plancher lässt sie sogar bis zumJahre 317 zurückgehen; vgl. Duvernoy zu Gollut col. 1772. — Was OroSi uSa, 0. als die wohlthätigen Folgen der Christianisierung der BurgundioO eB