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So aber klärt sich jetzt auch der scheinbare Wider-sprach auf, der darin liegt, dass Prosper Aquitanus die grosseNiederlage der Burgundionen im J. 436 als das Werk derHunnen darstellt, wogegen Tiro Prosper und Idatius (ersterer®it TJebergehung der vorläufigen Unterwerfung der Burgun-dionen im J. 435) Aetius als Urheber derselben bezeichnen:der erstgenannte Chronist berücksichtigt nendich die Truppen,welche den Schlag führten, während die zwei letzteren denOberfeldherrn im Auge haben 1 .
Dabei bleibt es freilich unklar, wie d : e Burgundionen, nach-dem Aetius im J. 435 sie überwunden und mit ihnen Friedenerschlossen hatte, folgenden Jahres aufs Neue und blutigbekriegt werden konnten. Jener Friedensschluss geschahwahrscheinlich wegen der Bedrängniss des gleichzeitigenWostgothisehen Krieges 2 . Traute nun Aetius den Burgun-dionen hinsichtlich des Friedens nicht und befehligte er, offenoder geheim, die Hunnen gegen dieselben, um sie vollendsZu schwächen ? Oder liess er sieh von den zügellosen Hunnen,die den Burgundionen von früher her verfeindet waren, zun °uem Kampfe mit diesen hinreissen 3 ? Erwägt man die ab-
1) So verschweigt Idatius a. 437 die von Prosper Aquitanus alsll-ülfstruppen gegen die Gothen mehrmals erwähnten Hunnen, hebt dagegen'iw Oberfeldherrschaft des Aetius hervor, indem er sagt: Narbona obsidionohboratur Aetio duce et magistro militum; ebenso a. 438: Gothorum caesa
°cto milia sub Aetio duee.
2) Yalesius Rfr. III. 136.
3) Valesius Rfr. III. 136. 138 schwankt zwischen der Annahme einerheimlichen Befehligung und der einer Zulassung von Seite des Aetius.Üabos II, 9 T. I. 456 ff. lässt die Wahl swisehen einem verrätherisehenFrieden und einem zufälligen Zusammcnstosse; doch scheint ihm ersterosll,ln ehmbarer. Ihm folgt hierin Bochat II. 157 f., mit dem Beifügen:Aetius habe den Burgundionen nicht getraut. Garzon zu Idatius S. 78 N. 4H'rnint eine nochmalige Rebellion der Burgundionen willkürlich an. NachTr °ya I, 3. 1055 wäre ein Friedensschluss nach der ersten Niederlage1Uc ht erfolgt oder aber von den Burgundionen sofort verletzt worden;übrigens nimmt Troya an, Aetius habe mit hunnischen Söldnerschaarenhie Burgundionen offen angegriffen. Bei Pdtigny II. 43 ff. greifen diebonau - Hunnen die in Helvetien angesessenen Burgundionen nach dom
rie densschlusso mit Aetius, mit oder ohne Vorwissen und Willen desselben,lni bücken an, und zwar am Bodensee (sic). Binding 1.10 findet es wahr-