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Erster Band.
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weist vielmehr unwidersprechlich, dass, wenn gleich Sapaudiensich anderwärts über das heutige Savoien hinaus erstreckte,dies hinsichtlich des Sequanischen keineswegs der Fall war 1 2 .Weiter kommt hier in Betracht die Stelle der zu Ende des4. Jahrhunderts abgefassten Hotitia dign. utriusque impern ,wo unter der Rubrik: In Provincia Gallia Riparensi, vierMilitärstellen genannt sind: als zweite und vierte, auf welchees hier hauptsächlich ankommt: Praefectus Classis BarcarioruniEbruduni Sapaudiae und Tribunus Cohortis Primae FlaviaeSapaudiae Calaronae, daneben als erste und dritte: PraefectusClassis Fluminis Rhodani Yiennae s. Arelati und PraefectusMilitum Musculariorum Massiliae Graecorum. Hier bezeichnetGallia Riparensis — wie der Harne mit Erwähnung vonYienne oder Arles und Marseille verräth —■ alles Land umlinken Ufer der Rhone von Genf abwärts bis Marseille»natürlich mit Inbegriff des dortseitigen Flussgebietes, also nachalter Geographie die ostrhodanische Yiennensis 3 . Hessen un-geachtet bezieht Böcking 4 bei der zweitgenannten MilitärstelleEbrudunum auf Yverdun, nicht auf Embrun an der Durancc,weil dieser Fluss nach Livius 5 unschiffbar sei. Dieser E in "wand 6 fällt jedoch für die leichten Fahrzeuge (Barcae) derBarcarii 7 8 weg, zumal da die inschriftlichen Hautae Druentudie spätere, wenigstens theilweise Schiffbarkeit des Flussesbeweisen 9 . Gleich Böcking, setzt Walckenaer Ebrudunum nach

1) So urtheilt richtig Wurstemberger I. 199 N. 2.

2) II. 118 Böck.

3) Valesius KG. S. 139. 503. 604, Böcking II. 1012 und Keller i»ZAM. XIV, 3 S. 85 = 23. Dagegen schränkt Henr. Valesius zu An 1111 'Marc. XV, 11 die Gallia Biparensis auf die Sapaudia ein, und Pagi a. 374, Ydehnt sie auf die ganze Viennensis ans, Beides gleich unstatthaft.

4) II. 1014 f. = Binding I. 5 ff.

5) XXI, 32.

6) Bei Ukert II, 2. 493 N. 33 und Böcking II. 1015.

7) lieber diese Böcking II. 862.

8) Inschrift zu Arles bei Gruter Inscr. S. 413. 4, citiert von VkertII, 2. 140 neben der Xotitia dign. a. 0.; auch bei Orelli Inscr. lat- se III. 240 (nr. 4120). Uebrigens bezweifelt Ukert II, 2. 596 f. unnötbi g,dass bei Livius a. 0. mit Druentia die Durance gemeint sei.

9) Siehe Valesius NG. S. 139. 176 f. Die Wahl von Embrun z umSitze des Praefectus bezweckte wol das Beschaffen von Schiffbauholz'