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folgenden Jahre von Aetius gedemüthigt worden waren,Mussten aus den hienach zu erörternden Gründen Versetzung111 s Innere des Reiches und dortige Landanweisung sich ge-fallen lassen 1 . Je deutlicher sodann der Chronist z. j. 442hinsichtlich der Alanen die gewaltsame Besetzung oder dieEroberung von der Landzutheilung unterscheidet, desto wenigerdarf man aus der Landzutheikmg an die Burgundionen eineEroberung machen 2 oder sagen, dieselben hätten Sapaudienbesetzt oder dort neue Wohnsitze gewonnen, wenn nemlichWit diesen Ausdrücken eine eigenmächtige Handlung gemeint18 f 3 - Eben so irrig ist es anzunehmen, die Burgundionenhätten sich eigenmächtig nach Sapaudien ausgebreitet 4 oderzurückgezogen & , oder sie seien einfach dorthin gezogen ß .Vollends unhistorisch ist es, Prospers Angabe von der Nie-derlassung der Burgundionen in Sapaudien mit derjenigenErodegars 7 zu comhinieren, nach 'welcher die Burgundionen
1) Diesen Unterschied übersieht Binding I. 11.
2) So irren Du Chesne I. 6 und Guichenon I. 13, letzterer mit dem®ten s. 381 N. 3 gerügten geographischen Unsinne und mit der Annahme, die
argundionen hätten nach der durch Aetius erlittenen Niederlage eine8 r osse Armee auf die Beine gestellt; auch Thicrry IIA. I. 130 sagt: les■^ Ur gondes envahirent . . la Savoie. Ehen so irrig urtheilen andere Neuere,^lche Binding I. 12 N. 35 oitiort. Schon Joannes Paris. Mem. hist, hei
Chesne SS. HFr. I. 129 spricht von einer Invasion Sapaudiens; erSetzt sie in’s J. 447 und lässt ihr eine allmälige Eroberung des Allobrogen-an des vorausgehen (sic).
3 ) Ersterer Ausdruck hei Kortüm S. 474, letzterer bei Giesebrecht®> Kahler S. 33 variiert etwas mit: Wohnsitze nehmen. Die Ansicht
Votl einer Occupation Sapaudiens haben schon Schurzfleisch II, 5. III, 1Un<i Bochat II. 158—162 widerlegt.
4) Bünau I. 541. a (im Widerspruche mit I. 41. a), Pallmann I. 254Und ASG. XIII. 5 N. 1. FHMüller I. 339. 343 spi-icht (nach Türk II. 9)7011 neuen Volk erbe wegungen, welche, durch die Hunnen veranlasst, die
ar gundionen hach ihrer spätem Heimath geführt hätten, Beides imMerspruche mit der S. 343 citierten chronistischen Angabe von der Ein-
* Ulnun g der Sabaudia durch Aetius.
5 ) Baudot S. 8.
6) Grimm S. 703. Zwischen einer förmlichen Verpflanzung in diesüdlicheren Landstriche und einem südlich Ziehen nach Verlassung der
ükern Heimath schwankt Binding I. 8.
7 ) Dhron. II, 46.