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Burgundio ist nemlich Her nicht irgend ein Burgundione 1 ,noch ein einzelner burgundionischer Söldner 2 3 oder G-ardesöldner ,noch auch ein burgundionischer Offizier 4 , noch viel wenige 1 'der Burgundionenkönig Gnndeueh als Magister militum oderals Gardeoberst 5 ; es ist aber auch nicht das burgundionischeVolk als solches gemeint 6 , sondern einfach die aus Bürgern-dionen bestehende kaiserliche Leibwache, die in treulosemGeleite (infido 7 ductu, wie Sidonius sagt) die (ob dem Sahender Yandalen) angstvollen Körner durch Drohung zum Zorne■ wider den zu mordenden Kaiser aufregte 8 . So finden wir
1) Wie Garzon zu Idatius S. 95 X. 1 meint.
2) Gibbon c. 36 = Gagern II. 299 (vgl. 727 X. 105): der burgun-dische Söldner. Pfahler S. 141 macht aus dem Burgundio des Sidoniuszwei Personen: einen burgundionischen Söldner, der dem Kaiser den KoP^abhaut, und einen Burgundionen, unter dessen Leitung Geiserich von Ostia(1. Portus) heranrückt, in welch’ letzterem Sinne Papeneordt S. 349 die SteU edes Sidonius missdeutet.
3) Sirmond zu Sidonius Xot. S. 225: Burgundio, aliquis fortasse d eschola proteetorum.
4) So Petigny II. 160 X. 1.
5) So Dubos II, 20 T. II. 174 f. = Derichsweiler S. 38.
6) So wähnt Kaufmann im XSM. V, 1 S. 27. Xach ebendems. i®FDG. X. 388 ist der Burgundio muthmasslich der nachmalige Burg®®"dionenkönig Gundobad, jedenfalls ein Burgunde in bedeutender Stell®®?am Hofe oder im Heere (ductus?) gewesen.
7) Gagern II. 727 N. 105 falsch: invido.
8) Vergl. Einleit. S. 182. Die Streitkräfte oder Truppentheile ein® 8Volkes durch den Singularis des Volksnamens zu bezeichnen, wie hier ®®*Vandalus und Burgundio geschieht, ist dem Sidonius geläufig; vgl- Carl®'V. 575 Alamannus, 474 ff.; VII. 234 ff. 320 ff. 369 Saxona, 372 Franc® 8 -Tibi . . extorquet trepidas . . iras ist dichterisch für Tibi trepid» e •extorquet . . iras, wobei trepidus sich auf die Angst vor dem nabenden Vandalenheere bezieht. Der Wahrheit kommt am Xächsten 1:1lesius Efr. IV. 181, indem er, nicht ohne Rücksichtnahme auf Sidoni° sa. 0.., die verschiedenen Berichte über Maximus’ Ermordung so zu ver
einigen sucht: Maximus . . seditione militum etpopuli ac foederator®® 1Burgundionum . . ab Urso quodam milite Romano interfectus etfamulis reginae membratim discerptus tractusque per vias . . atque l ®
Tiberim deiectus est. Gibbon cap. 36 spricht im Texte von einem r®® 11sehen oder burgundionischen Soldaten als Mörder (ersteres nach Jordan'sRG. c. 45, der einen Ursus nennt); richtiger schliesst er in X. 5 auS
Sidonius auf burgundionische Söldner als Verräther Roms und des Kais®* 9 'Binding I. 49 ff. übersetzt bei Sidonius a. 0. ductus mit Feldzug;