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Erster Band.
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In der betreffenden Stelle * 1 spricht der Verfasser davon,dass die göttliche Züchtigung vermittelst einer ersten Feind-seligkeit (castigatio primae hostilitatis) für Besserung weniggefruchtet habe, und desshalb habe Gott, nach geduldigerVermahnung bei dem ersten Gnadenerweise (in prima gratia),* beim zweiten barmherzig Hiebe versetzt. Um aber zu zeigen,was bei dieser Feindseligkeit selbst (in ipsa hostilitate) ge-meinsames Gebet und Anrufung der Heiligen vermocht haben,vergegenwärtigt er seinen Zuhörern die damalige Zeitlagemit Folgendem: „Siehe, es erzittert der Boden ganz beimfeindlichen Getöse des übermächtigen Volkes, und dennochkommt mit römischer Gesinnung (Romano animo) zuDir welcher als ein Barbar galt, und von überall einge-schlossen weiss der römische Barbarenhaufe (ex omniparte conclusa Romana barbaries) nicht einmal zu Gebeten,mit welchen er den Stärkeren beuge, seine Zuflucht zunehmen; den Kampf hielt er nicht aus; den vom Ueberlegenenaufgedrungenen Frieden lehnt, das Joch nicht ertragend,widerspänstige Feigheit ab. Welche Hand bewirkt es, dassder gewaltige Oberbefehlshaber, während er von uns sichtbarzum Zorne gereizt w'ird, unsichtbarer Weise zur Milde uni-gestimmt wird? Wer hat es den Unglücklichen verliehen,dass der Zorn nicht zu zürnen weiss und in neuer Weiseder Sieger ohne Vermittler sich erbarmt? Hiebei wunderstDu Dich, dass Du, weil Deine Vergehen es erheischen, g e 'peitscht wirst? Warum wunderst Du Dich nicht vielmehrüber die Unschuld des Schwertes und die Geduld des Be-waffneten? Deines Eroberers Schwert wird gerade so, vuees zur Schlacht gezogen wird, in die Scheide gesteckt: vn e

Homilie (a. 0. S. 645. 2. F.) von vorausgegangenen längeren Fasten, also vonden Osterfasten die Eede, während die Bogationen jeweilen vor demfahrtsfeste gehalten wurden. Es bezieht sich also die Homilie aufLitaneien, welche auf Ende Aprils gehalten wurden und wol auch ä’ egrossen Litaneien Messen. Eine Homilie In Letaniis (sic) maioribusin der gleichen Sammlung S. 764 f. Ygl. Sirmond zu Sidonius Ep- Vlb

1 S. 117. Uebrigens wird die Deutung der Homilienstelle auf VieD» evon der Geschichte keineswegs unterstützt; siehe hienach im Texte.

1) A. 0. S. 645. 2. G. H,