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Erster Band.
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drückten Provincialen in ein Verhältniss der Dienstbarkeitoder Hörigkeit zu den lEroberern gebracht wurden 1 . Eürdie Richtigkeit letzterer Ansicht spricht schon der Umstand,dass die Alamannen alles Römische mit wildem Hasse verfolgtenund die Oultur der Römer zerstörten; auch zeigt sich in devOstschweiz weder in Sprache, noch in Gesetz und Sitte eineunmittelbare Nachwirkung des Römerthums, wogegen diesesbei den Burgundionen so tiefe Spuren hinterlassen hat.

Berechtigen die vagen Angaben Marius’ und Eredegarsnicht dazu, die schützende Besitznahme der Maxima Sequa-norum seitens der Burgundionen schon in’s Jahr 457 zUsetzen (S. 456 ff.), so darf dieselbe über den Zeitpunct, da dieAlamannen von oberrheinischem Grenzlande Besitz genommen)nicht herabgerückt werden. Wie wir, entgegen der gewöhn'liehen Ansicht, gezeigt haben, fällt letzteres Ereigniss in dieletzten Jahre des Westreiches, und zwar um 472. IhveiPflicht als römische Eöderaten treu, traten damals die Bur-gundionen dem Einbrüche der Alamannen entgegen, und esgelang ihnen, die gleichzeitig gegen die Westgothen f urrömisches Gebiet kämpften (S. 481 ff.), die Maxima Sequanorumzwar nicht ganz, aber doch so weit zu behaupten, als 111dieser Provinz Westhelvetien bis an die Aar und der gleich'falls bedrohte angrenzende Theil von Ostgallien begriffe 11waren 2 . Daher finden wir später diese Gegenden der MaxistSequanorum im Besitze der Burgundionen, die östlich gelegen^ 1 )wie auch Rätien, in dem der Alamannen 3 . Als nemlieh)

1) Stalin I. 152 liluntsehli Staats- und Eechtsgesch. d. Stadt un< ^Landseli. Zur. I. 15 f. 23 f., Gesch. d. Eep. Zur. I. 9, 'Wattenbach S* ^und Daguet S. 31; nach ihnen ist Wurstemberger I. 171 f. 184. 19* ^zu ergänzen und zu berichtigen.

2) Nach Zumpt S. 202 hätten die Burgundionen im J. 471, ansta 11die Westgothen mit Nachdruck zu bekämpfen, nebst der Lugdunensisauch die Maxima Sequanorum (also die ganze) unter ihre Botmässigk e hzu bringen gesucht.

3) S. II. Abschn. 9. Cap.