Band 
Erster Band.
Seite
529
JPEG-Download
 

529

von der Suceession der burgundionischen Könige überliefert:König Gnndobad, bekanntlich der Sohn Gfundeuchs 1 , erwähnthier, freilich ohne Kamen sangabo, nach diesem seinem Vater’jden Oheim“ als seinen unmittelbaren Vorgänger (S. 301 f.).

Grundeuch wird nun beim spanischen Feldzuge von 456-57als König der Burgundionen genannt (S. 420); er kommt alssolcher auch im 3. 457 und noch im 3. 463 vor (S. 408. 47 6),Im letztem Jahre mit dem römischen Titel eines Magisterftiilitum; seine Herrschaft erstreckte sich im J. 457 über dieKugdunensis I, im J. 463 auch über die Viennensis (S. 457.476)Wenn sodann Chilperich bei Sidonius im J. 474 als Magister■oblituru und als Machthaber in den genannten Provinzen, mitLyon als Residenz, erscheint (S. 495), so ist er ohne Zweifeleben jener Oheim, der zwischen 463 und 474 seinem BruderGundeuch in der Königswürde nachgefolgt war 2 . Oder wer

1) Gregor. Tur. HFr. II, 28. — Scribenten des 16. Jahrhunderts (wieer Verfasser des Diseours ) nennen Gundioch (Gnndeuch) Gundobad I.

Gundobad aber Gundioch II. Aus solch’ trüben Quellen und aus eigenerFantasie schöpft Gaullieur S. 46 f.: bei ihm heisst Gundobad Gundioch II,er Wahre Gundioch der Burgundionen, der grosse Gundobad der Börner,ohn des altern Gundiochs oder des altern Gundobads. Welch’ heilloser, orischer Weichselzopf! Die alte Verwechslung Gundeuchs mit Gun-* car a ufirischend (S. 527 f.), macht Baquol - Schnitzler I Tab. 41 a. 463^ uudobad und seine Brüder zu Söhnen Guudicars; er sagt: Chilperic, Alse Gondicaire (sie), roi des Bourguignons (463-491), conjointement aveces freres Godomar I er , Gondebaud et Godegesile.“

2 ) Wie viele Neuere (u. A. Crousaz S. 10), halten schon Valesiusfr- V. 139 . 219 . 240, Lecointe a. 455, XI, Pagi a. 472, VI, und Mascou II

g.J*' H S. 4 (vermuthungsweise) den Magister militum Chilperich beijj.. onius für den Bruder und Nachfolger Gundeuchs, der diesen Titel alsni g ebenfalls getragen habe. Bei Pagi ist Gundeuchus eius pater ein, er Druckfehler statt G. e. frater, wie der Zusammenhang zeigt; indemim a ^ 1 aUS ^ em ^ ms ^ an( ^ e J dass Gundobad nach dem Anonymus Cuspm.• 472 Patricius wurde, nicht nur auf Gundeuchs Ableben schliesst,ern auch dasjenige Chilperichs I vermuthet, übersieht er, dass Sidonins’s et ** un< ^ 7 im J. 474 geschrieben sind. Dubos III, 12 T. II. 387

. Gundeuchs Ableben_.ebenfalls kurz vor die Erhebung Gundobads zumthu ° l1lS s - ™ten), weil er, wie Pagi, das Patriciat durch das König-

in 81 Dodingt wähut. Andere datieren Gundeuchs Todesjahr wieder anders:iru'j 0 ' 1611 88 ^ e ( na °fr Angabe Anderer) und Gaullieur S. 44. 47:

463 > Schmitt I. 139 und Crousaz S. 11: zwischen 463 und 470;

^ a hn, Geschichte d. Burgundionen.

34