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Zweiter Band.
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der Reichstag gehalten worden ist, auf welchem dieselbe denGesandten Chlodwigs zur Heirath mit diesem übergebenwurde.

Zwar Gregor von Tours 1 weiss hievon Nichts, sondernsagt einfach, Gundobad habe nicht gewagt, Chlodwigs Werbungum Chlotilde abzuweisen, und sie daher seinen Gesandtenals Brautwerbern übergeben; diese aber hätten die Brautschleunig den Könige zugeführt, der sie hocherfreut sich an-getraut habe. Dagegen erzählt Fredegar 2 nach der geheimenBrautwerbung des Aurelianus 3 4 Näheres, was sich zwischender Einwilligung Gundobads und der Ankunft der Braut beiChlodwig zugetragen habe. Das Wesentliche ist Folgendes 1:„Nachdem Gundobad, aus Furcht vor Chlodwig und in derHoffnung seine Freundschaft zu gewinnen, die Uebergabe dmBraut zugesagt hatte, überreichten die Gesandten derselbennach fränkischer Sitte einen Solidus und einen Denar 5 , ver 'langten aber zugleich einen sofortigen Reichstagsbeschluss,damit sie die Braut Chlodwig förmlich übergeben könnten.Hierauf ward ohne Verzug der bezügliche Reichstagsbeschlusszu Chälon gefasst und Voranstalt zur Hochzeit getroffen ■

1) HFr. II. 28.

2) HFr. epit. c. 18 und 19, wiederholt von Aimoin GFr. I, 14,abgekürzt bei Hugo Flavin. Chron. Verdun. S. 86.

3) S. unten Cap. 3 (Genf).

4) Fredegar a. 0. c. 18.

5) Vgl. Ruinart zu Fredegars Stelle S. 558, Mille I. 58. 6° un<1Grimm DRA. S. 424.

6) Legati offerentes solidum et denarium, ut mos erat FrancoruDU

eam partibus Chlodovei sponsant, placitum ad praesens petentes,^

ipsam ad coniugium traderent Chlodoveo. Nulla stante mora, inito placi t0

Cabillono, nuptiae praeparantur. So Euinart statt „N. st. m. initum P^ a

citum. Cabillono (Var. Cavalonno) n. pr.“ bei Du Chesne SS. HFr. I-

Vorher sagt Chlotilde zu Aurelian: Legati qui venient, obtenta ad praesens

firmitate, placitum sub celeritate instituant. Ueber placitum Einl. I-

N. 4. Aeltere Scribenten, u. A. Mille I. 58, machen aus Cabillonum CavaiU 0 ®’

was Belloguet S. 172 mit Hecht rügt , Monfalcon I. 150 aber denn® 6

nachschreibt: Türk III. 92 hat das Eichtige. Cavaillon hiess Cabe

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Cavellio und Caballio und war in der Viennensis (s. unten Cap.wird auch sonst oft mit Cabillonum, Chalon, verwechselt (St. Julien S.

376 und Ruinart zu Greg. Tur. HFr. VIII, 31 S. 404).