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Ergebniss der historisch-topographischen Erörterung-
Fasst man zusammen, was man im Obigen von Historisch-Topographischem über die Lugdunensis I beigebracht ist, soergibt sich, selbst nach Abzug des mehr Sagenhaften alsHistorischen, was sich an einzelne Puncte, wie z. B. anOhälon, knüpft, dass die überwiegende Mehrzahl der Städtedieser Provinz, namentlich die Hauptstadt Lyon, ausserdemaber selbst eine Anzahl von Städten und Ortschaften, welchein der Notitia fehlen, geschichtlich als burgundionisch erscheint,was bei Mäcon nur desswegen nicht der Fall ist, weil die Stadt,als eine untergeordneten Ranges, überhaupt keine geschicht-liche Bedeutung erlangt hat. Es ist also damit bewiesen,dass die Provinz selbst, wie Sidonius sie als germanisches,das heisst burgundionisches Land bezeichnet (S. 10), Fredegardie dortige Niederlassung der Burgundionen überliefert (a. 0.),einen Bestandtheil Burgundiens gebildet hat, zumal da Lyon,als Hauptstadt, am südlichen Ende der Provinz, sowie Langresan ihrem Nordende als burgundionisch erscheint.
Fragliche Bedeutung von superior Gallia und Burgundia
superior.
Ob übrigens mit dem Ausdrucke superior Gallia, der beiAvitus mit specieller Beziehung auf Burgundien vorkommt 1 ,sowie mit dem entsprechenden bestimmteren Ausdrucke Bur-gundia superior, den die Kirchenchronik von Auxerre ge-braucht 2 , der gegen die Yogesen und das Quellgebiet derSaone ansteigende nördliche Theil Burgundiens, oder das zubeiden Seiten des Juras und zwischen diesem und den Alpengelegene Hochland gemeint sei, ist schwer zu entscheiden-Im ersteren Falle würde unter Oberburgundien der nördlichsteTheil der Lugdunensis I und der nordwestliche Winkel der
1) Ep. 6 S. 43, wo die Hede von Kirehengefässen, welche in denGegenden Obergalliens (superioris Galliae partibus) als Kriegsbeute an diecatboliscben Kircbcn unrechtmässig gelangt seien.
2) Bei Labbeus II. 531. 542. 567, wo die wiederholte Angabe, „dasäChlotilde, des Frankenkönigs (Chlodwig) Gemahlin, mit Hülfe eines BischofsLupus, der aus Oberburgundien (de Burgundia superiori) gekommen, dieKirche des h. Germanus zu Auxerre erbaut habe.“