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Zweiter Band.
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dieselbe sogar zur Bestimmung der Grenze zwischen demfränkischen Gebiete von Auxerre und dem burgundionischenv °n Autun benutzt, indem man den Fluss Quoranda, wo diebeiden Könige zusammenkamen, auf die Cure, einen Zuflussder Yonne, bezog und dieselbe als Grenzfluss betrachtete,da die Cure in der That die Diöcesen Auxerre und Autunscheidet 1 . Schade nur, dass die Vita S. Eptadii, weit entfernt,von einem Zeitgenossen verfasst zu sein 2 , sich als ein spätesLügenmachwerk mannigfach verräth 3 . Die im Brühern er-

'f- III. 251 f. finden Auxerre in der Vita S. Eptadii als fränkisch be-zeichnet. Letzterer klügelt, ganz gegen den Sinn der Erzählung, ausderselben heraus, Eptadius sei ein fränkisch gesinnter Priester gewesen,der sich im J. 500 so sehr compromittiert habe, d»Ss er das Land habeWeiden müssen; Chlodwig aber habe aus Rücksicht auf gute Nachbarschaftseine Wahl zum Bischöfe von Auxerre durch Gundobad genehmigen lassen.

1) So Pötigny II. 647 und Belloguet CRB. S. 148 f., der übrigensdie Schreibung Quoranda, AA. SS. Boll. Aug. IV. 779, in Quorunda ent-stellt. Labbeus II Append. vermuthet mit Bezug auf die Cure Cora fürQuoranda; Bouquet III. 380 vergleicht die Vita S. Columbani, wo dieCure Chora heisst, wie schon in der Not. dign. imp., nach der Bemerkungvon Petigny I. 211 N. 1. Quoranda als Cure angenommen, hat diese imSinne des Hagiographen allerdings als Grenzfluss zum Stelldichein gedient.So kamen Alarich und Chlodwig auf einer Insel der Loire, der damaligenCrenze ihrer Reiche, zusammen, um die Freundschaft zu schliessen, dielni J. 507 mit Krieg endigte. Vgl. J. Grimm und A. Sehmeller Lat. Ged.des X. und XI. Jahrh. Gott. 1838, S. XIV f.

2) Wie G. Cuper Comm. praev. § 19 S. 778 und die von BelloguetCRB. S. 149 citierte HLFr. III, 182 annehmen.

3) Dem erwähnten Friedensschlüsse war, nach der Vita, ein den Frankengünstiger Krieg vorausgegangen, wie die Erwähnung römischer und bur-gundionischer Kriegsgefangener der Franken zu verstehen gibt. Mit diesemKriege kann aber nicht derjenige gemeint sein, welchen Chlodwig im<f. 500 mit Gundobad führte, wie Lecointe a. 500, Cuper Comm. praev.§ 11 S. 777 , Mille I. 155 und Belloguet CRB. S. 115. 147 ff. glauben.Koch viel weniger kann der Friedensschluss mit Petigny II. 647 auf das■I. 506 und auf die von Gundobad mit Chlodwig vor dem fränkisch-west-gothischen Kriege geschlossene Allianz bezogen werden. Der im Folgen-den erwähnte, „bald nach dem Amtsantritte des Eptadius“ erfolgte Los-kauf italischer Kriegsgefangener der Burgundionen von Seite des Eptadius,und der „kurze Zeit hierauf“ erfolgte burgundionische Einfall in dasLimousin, den selbst Belloguet CRB. S. 173 f. vor 500 setzen muss, weisenvielmehr auf die Zeit vor der burgundionischen Invasion Oberitaliens( 489) zurück, also auf den Kampf Chlodwigs mit den Römern unter