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Zweiter Band.
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gundieiy gekommen, die Kirche des h. Germanus zu Auxerreerbaut habe (S. 98 N. 2), kann, will man nicht Lupus wegenfränkischer Sympathien das Land meiden lassen (I.1G6 f. N. 1),auf die Zeit des fränkisch gewordenen Burgundiens bezogen■werden; sonst würde auch diese Angabe beweisen, dassAuxerre zur Zeit der Unabhängigkeit Burgundiens zumFrankenreiche gehört hat.

Eben so wenig als die unächte Vita S. Eptadii dazubrauchbar ist, die Grenze zwischen dem fränkischen Gebietevon Auxerre und dem burgundionischen von Autun zu be-stimmen, darf die romanhafte Erzählung Fredegars von derKraut fahrt Chlotiides zu Chlodwig (S. 93) benutzt werden,um die Grenze zwischen dem fränkischen Gebiete von Troyesund dem burgundionischen von Langres in die Gegend vonTonnerre zu setzen (S. 94 Not.). Troyes selbst ist zwar

Justinian und des Königs Chlodwig (sic), als Nachfolger des h. Germanus imEpiscopate von Auxerre nur 1 Jahr, 8 Monate und 5 Tage geamtet unddie Basilica des h. Christophorus erbaut habe; vgl. Lecointe a. 529, XI,der das J. 529 als das Todesjahr des h. Germanus, a. 531, XIX, dasJ- 531 als dasjenige des h. Optatus angibt. Die depositio oder translatiodes h. Optatus ist nach der Bischofschronik pridie Kal. Sept. Im Hagio-logion bei Labbeus II. 699 heisst Optatus bereits Optadius, wovon zuEptadius ein kleiner Schritt; seine translatio ist dort auf VI. Non. Mart,gesetzt. Dagegen lautet es ebendaselbst II. 702: Pridie Kal. Sept. Autis-siodoro (natalis) S. Optati Episcopi et confessoris; ebenso hei UsuardMartyrol. ed. II Mol. S. 124 a. Vgl. über Optatus J. Stilting De SS.Optato ep., Sanctino et Memorio presb. in AA. SS. Aug. VI. 680 ff. Dassübrigens der Verfasser der Vita S. Eptadii, ganz entgegen der MeinungKaufmanns in FDG. X. 391. 396 (hohes Alter der vita), ein Spätling ge-wesen, beweisen die Worte in der Charakterschilderung des Heiligen: iniudicio iustus . . in commisso fidelis, welche entlehnt sind aus FredegarHFr. epit. c. 24, wo dieser von Aredius spricht; vgl. oben I. 153 N. 3. NachObigem sind die historischen Folgerungen aus der Vita bei Petigny II. 647 ff.,Einding I. 138. 188 ff. 195 (N. 664) und Kaufmann in FDG. X. 395 f.196 f. zu streichen; ebenso fällt jetzt bei Binding I. 307. 326 Auxerre alsnördliche Grenzstadt Burgundiens dahin. Nach Petigny II. 648 hätteübrigens Eptadius den Bischofsstuhl zu Auxerre nie eingenommen, sondernals Einsiedler alles das verrichtet, was ihm die Biographie zuschreibt;ün gleichen Irrthume ist schon Mille 1.155, der Eptadius zum Stifter desKlosters Cervom im Nivernais macht und ihn bis zur Regierung Sigismundsfrben lässt.