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befürchten waren. Rhodano limitante kann unmöglich vonder gewöhnlichen Reichsgrenze verstanden werden, da diesewestlich weit über die Rhone hinaus ging, sondern nur vonder Grenze zwischen dem abgetretenen Reiclistheile und dem-jenigen, welcher Godegisel belassen wurde, dessen hierseitigeHerrschaft aber nur durch das Eindringen der Franken ge-sichert werden konnte. Die Abtretung des westrhodanischenTheils von Burgundien 'setzt aber zugleich die des westlichder Saone gelegenen Reichstheils voraus; dagegen ist esnicht denkbar, dass Godegisel auch alles Land zwischen Saoneund Rhone sollte abgetreten haben 1 . Im zweiten Briefe istdie Rede von kriegerischen Zeitereignissen, durch, derenGerücht Avitus, der in der vorausgegangenen Friedenszeitgewöhnlich auf dem Lande weilte, veranlasst wird, sich mitseiner Habe in Yienne zu bergen, während sein FreundHeraclius, die Gefahr nicht achtend, aufs Land zieht. Dabeibezieht sich discrimen auf die herannahende Gefahr der frän-kischen Invasion, rumor eompertus auf das Gerücht vonGundobads Niederlage und dem Anmarsche der Franken mitGodegisel, venturus aemulus auf diesen selbst, den mit frän-kischen Hülfstruppen im Anzuge gen Yienne begriffenen Neben-buhler Gundobads, convolare auf die Eile des Anmarschs,pacis dies auf die der Reichsstörung vorausgegangenen Zeiten 2 .
1) Es ist daher richtig, wenn ältere Scribenten, wie Gollut III, Gcol. 282, die von Gregor erwähnte Zusage yon Landabtretung auf allesLand jenseits der Saone und Ehone beziehen.
2) Die Worte hei Gregor. Tur. HFr. II, 32: Viennamque triumphans,tatnquam si iam totum possideret regnum, ingreditur, sind selbstverständlichMit der Beschränkung zu verstehen, welche im Vorhergehenden, oben Er-klärten liegt: Godegiselus vero, obtenta victoria, promisso Chlodovechosliqua parte regni sui, cum pace discessit. Dass Godegisel, der früherz u Genf residiert hatte, nicht Lyon, sondern Vienne zu seiner EesidenzMachte, geschah desswegen, weil Lyon eben den Franken abgetreten wurdeUnd Vienne im Eange über Genf, der bisherigen Eesidenz Godegisels, stund,nicht etwa weil Vienne die Eeiehshauptstadt war, wie Dubos IV, 10T. III. 214, D’Anville S. 91, Gelpke 1. 319 und Andere meinen auchnicht weil Vienne abwechselnd mit Lyon Gundobads Eesidenz war, wieEorel S. XXXV wähnt, oder weil dieser ursprünglich zu Vienne residiertbatte, wie Dinding I. 73 annimmt. Wir verweisen hiergegen auf dasjenige,was im Frühem über Lyon, als Eeiehshauptstadt und Gundobads ständige